Vogelmieresalbe gegen trockene Winterhaut

Gerade im Winter ist unsere Haut oft problematisch. Sie ist trockener, und juckt oder schuppt bisweilen.
Ein altes Mittel um Abhilfe zu schaffen, ist die Vogelmieresalbe.

Rezept Vogelmieresalbe:
50ml Mazerat von der Vogelmiere (mit Jojoba- oder Mandelöl)
4g Bienenwachs

Das Mazerat im Wasserbad vorsichtig erwärmen oder einen direkten Warmauszug machen, indem Ihr soviel frische Vogelmiere in die entsprechende Menge Öl gebt, dass sie gerade noch vom Öl bedeckt ist. Einige Minuten im warmen Öl ziehen lassen (das Wasser im Topf sollte nicht kochen, sondern nur heiß sein). Dann das Öl durch ein sehr feines Sieb, Tuch oder einen Kaffeefilter abseihen.
Dann das Bienenwachs dazugeben und langsam schmelzen lassen. Gut durchrühren und sofort in mit Alkohol desinfizierte Salbendöschen abfüllen. Die Salbe ist ca. 4 Monate haltbar.

Die Vogelmiere enthält enorm viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin A und C, Magnesium und Kalium und versorgt die Haut so im Winter optimal.
Kombiniert Ihr das dann noch mit den pflegenden Eigenschaften der entsprechenden Öle, habt ihr ein tolles Produkt.
Bitte beachtet, dass das eine reine Salbe ist, die bisweilen einen Moment braucht, bis sie eingezogen ist.

Achtet beim Herstellen von Salben, Cremes und Kosmetik bitte immer auf absolute Hygiene und desinfiziert alle Behälter und Geräte mit 70% Alkohol oder kocht sie vor Gebrauch aus.

Die Vogelmiere sammelt ihr am besten an einem sauberen Ort, oder habt sie bestenfalls im Garten oder auf dem Balkon zu stehen.


Hier ein Blog oder ein tolles Video für euch, wie ihr die Vogelmiere sicher erkennt.


Mein besonderer Tipp:
Die Salbe kann durch Zugabe von Sheabutter oder Urea noch pflegender gemacht werden. Urea wirkt zusätzlich toll gegen Juckreiz und bindet Feuchtigkeit in der Haut.

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Räucherkunde – Benzoe

Die Benzoe ist einer der wichtigsten Stoffe beim Räuchern für mich. Mit Bedacht eingesetzt und wohl dosiert, ist sie ein so wundervoller Seelenschmeichler!

Benzoe

Benzoe gibt es hauptsächlich in 2 Sorten. Benzoe Siam, das recht hochpreisig ist. Sie kommt aus Indien und ist ein hellgelbes Harz. Benzoe Siam wird auch industriell gern genutzt, so zum Beispiel in Kosmetika, in Medikamenten oder als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie.

Benzoe Sumatra hingegen ist deutlich günstiger zu bekommen. Ihr Ursprung liegt hauptsächlich in Indonesien und sie ist deutlich dunkler als die Benzoe Siam.
Wirtschaftlich wird sie hauptsächlich in der Kosmetikindustrie und der Lackindustrie eingesetzt.

Benzoe ist auch im Balsam zur letzten Ölung der katholischen Kirche enthalten.


Grundsätzlich sollte Benzoe sehr sparsam eingesetzt werden, da sie einen recht starken Charakter hat und bei zu hoher Dosierung schnell Husten hervorrufen kann.
Hier ist weniger ganz sicher mehr.


Doch wie ist Benzoe einzusetzen?


Beide Sorten haben einen ganz weichen, balsamischen Geruch, der umfängt und der Seele schmeichelt.
Benzoe ist ganz wunderbar in Räuchermischungen einzusetzen, die ausgleichen, harmonisieren und heilen sollen. Sie können wunderbar bei der Trauerbewältigung helfen, fördern sie doch das Loslassen auf eine wunderbar sanfte Weise, erden uns und schenken Frieden.
Aber auch als Schutz- und Segensräucherung sowie für Opferräucherungen ist Benzoe sehr gut geeignet.
Benzoe Siam wird eher dem Mann zugeschrieben, Benzoe Sumatra dagegen eher der Frau. In Liebesräucherungen ist sie eine tolle Zutat und gibt diese kleine aber feine Note des Balsamischen mit hinein.



Mein besonderer Tipp:
Benzoe Sumatra vertieft die Meditation ganz zauberhaft. Gebt gern ein wenig mit in eine Räuchermischung hinein und erfahrt ganz neue Ebenen.

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Ein Hustentee

Husten kann einen ganz schön plagen. Er ist lästig, lässt uns bisweilen nicht schlafen und kann mitunter auch ganz schön hartnäckig sein.

Das muss aber nicht sein.
Ich habe in meinen alten handschriftlichen Rezeptbüchern gestöbert und einen großartigen Hustentee gefunden, der gut schmeckt und super Ergebnisse erzielen kann.

Das Rezept:
zu gleichen Teilen
– Thymian
– Spitzwegerich
– Süßholzwurzel
– Kamille
– ein Spritzer Zitrone


Die Kräuter zu gleichen Teilen mischen und jeweils einen Teelöffel voll für eine Tasse aufbrühen.
Einige Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen und dann den Spritzer Zitrone dazugeben.
Der Tee sollte mehrmals täglich so heiß wie möglich getrunken werden. Er eignet sich am besten bei produktivem Husten.

Mehr über verschiedene Hustenkräuter kannst du in diesem Blog lesen.


Mein besonderer Tipp:
Reibt euch über Nacht die Brust mit Erkältungsbalsam ein und deckt euch gut zu. Das unterstützt zusätzlich.


Du möchtest mehr über die verschiedenen Heilpflanzen lernen?

Dann ist mein online Jahreskurs über unsere heimischen Heil- und Wildpflanzen ja möglicherweise das Richtige für dich.
Hier gibt es Infos dazu.

Wie immer gilt: Keine Experimente auf Kosten der Gesundheit. Bessert sich euer Zustand nicht binnen einiger Tage, bitte ab zum Arzt.
Meine Empfehlungen ersetzen nicht den Gang zum Fachmann.


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eine pflegende Salbe für den Winter

Gerade im Winter benötigt unsere Haut etwas mehr Feuchtigkeit und etwas mehr Pflege. Kalte Luft, Regen und Schnee, trockene Heizungsluft – all das setzt ihr bisweilen zu.

Zeit, sich selbst zu verwöhnen mit einer wundervollen Salbe.

die fertige Salbe <3

Rezept:
25 ml Sonnenblumenöl
25g Sheabutter oder Kakaobutter
4g Bienenwachs

ein halber Teelöffel Lanolin anhydrat
einige Tropfen Vitamin E

das Bienenwachs schmilzt langsam im Öl

Erwärmt das Sonnenblumenöl langsam im Wasserbad und gebt dann die Butter und das Bienenwachs hinzu.
Lasst alles vorsichtig schmelzen und achtet darauf, dass das Gemisch nicht zu warm wird.

Nehmt es dann vom Herd und gebt die restlichen Zutaten dazu.
Noch einmal gut durchrühren und dann kann die Salbe schon in saubere Salbentöpfchen abgefüllt werden.
Verschließt sie sogleich und vergesst das Beschriften nicht.

Sonnenblumenöl ist ein ganz wunderbares Öl, das sehr leicht ist, viel Feuchtigkeit spendet und keinen so dicken Fettfilm auf der Haut hinterlässt.
Sollte deine Haut sehr viel Pflege benötigen, kannst du auch stattdessen Olivenöl oder Mandelöl nehmen.

Die Butter verleiht extra Feuchtigkeit und macht die Haut geschmeidig. Lanolin bindet die Feuchtigkeit in der Haut und Vitamin E wirkt stark antioxidativ.

So hast du eine tolle Salbe, die pflegt, Feuchtigkeit spendet und deine Haut geschmeidig hält. Sie ist für den Körper und trockene Gesichtshaut geeignet.

Bitte achte auf ein hygienisches Arbeiten und desinfiziere alle Gerätschaften mit hochprozentigem Alkohol.
Die Salbe ist ca. 6 Monate haltbar.


Mein besonderer Tipp:
Gebt einige Tropfen von eurem liebsten ätherischen Öl, es muss ein 100%iges naturreines ätherisches Öl sein, dazu. So habt ihr den extra Wohlfühlfaktor schon am Morgen beim Eincremen.

Ihr wollt mehr über Heil- und Wildpflanzen und ihre vielfältige Anwendung erfahren? Dann ist mein online Jahreskurs genau das richtige für euch.
Schaut doch mal auf meiner Homepage vorbei!

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Lippenbalsam selbst gemacht – so geht’s

Gerade im Winter sind unsere Lippen oft trocken und im schlimmsten Fall eingerissen. Sie benötigen bei kaltem Wind und Regen zusätzliche Pflege.
Viele Lippenpflegestifte, die im Handel zu bekommen sind, sind allerdings voll mit zweifelhaften Inhaltsstoffen, die bisweilen nicht förderlich für die Gesundheit sein können.

Deswegen gebe ich euch heute ein tolles Rezept, wie ihr euch einen pflegenden Lippenbalsam selbst machen könnt.

ein toller selbstgemachter Lippenbalsam

Das Grundrezept ist folgendes:

20g Kakaobutter

20g Bienenwachs

45g Mandelöl

1TL Vitamin E

Dieses Grundrezept kann mit allen möglichen Zutaten zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden.

So wird daraus durch Zugabe von ätherischem Öl und Lanolin ein pflegender Lippenbalsam, der raue und gereizte Lippen beruhigt:

10 Tropfen Pfefferminz

2 Tropfen Rosmarin

5g Lanolin

Durch Zugabe von Pigmenten und etwas Sheabutter wird ein samtweicher Lippenstift daraus.

Gern könnt ihr auch andere ätherische Öle verwenden. Vanille eignet sich zum Beispiel bestens.

Herstellung:

  • alle festen und öligen Bestandteile vorsichtig im Wasserbad erwärmen bis alles gut flüssig ist, dann kurz abkühlen lassen
  • die ätherischen Öle und Pigmente dazugeben
  • kurz durchrühren und in Lippenstifthülsen oder kleine Döschen abfüllen
  • verschließen und beschriften

Der Balsam hält ca. 6 Monate.

Mein besonderer Tipp:

Achtet beim Einkauf euer Produkte vor allem auf Bio-Standard. Ihr benutzt das Produkt auf euren Lippen und es ist nicht zu verhindern, dass ihr Teile davon direkt in euren Körper bekommt. Also achtet auf eine hohe Qualität der Produkte.

 Viel Spaß beim Ausprobieren.

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einen Likör selbst ansetzen

Selbst gemachte Liköre mit Kräutern oder Früchten jeglicher Art sind der absolute Knaller und eine ganz tolle Geschenkidee!
Sie schmecken fantastisch und ihr wisst ganz genau, was drin ist. So könnt ihr euch eure Lieblingskombinationen selbst zusammenstellen.
Und das tolle daran? Es geht recht schnell und ist gar nicht teuer.

ein leckerer Erdbeer-Holler-Likör, den ich im Frühsommer gemacht habe

Heute möchte ich mein Rezept mit euch teilen:
– 1 Flasche weißen Rum
– 500g- 1kg frische oder tiefgefrorene Früchte, in diesem Fall nehme ich einen gefrorenen Beeren-Mix
– 1 kg weißen Zucker

Alles zusammen kommt in eine große, verschließbare Flasche. Wir haben das Glück, alte Weinballons vom Großvater meines Mannes geerbt zu haben, ihr könnt aber auch andere große Flaschen oder Einmachgläser verwenden. Nehmt dann einfach mehrere.

Wichtig ist am Anfang, dass ihr mehrmals täglich schüttelt, bis sich der Zucker gut aufgelöst hat.

Dann lassen wir die Mischung 3-6 Wochen an einem nicht zu hellen und mäßig warmen Ort ziehen.
Der fertige Likör wird dann durch ein Mulltuch abgeseiht und in schöne Flaschen abgefüllt und beschriftet.

Ihr könnt natürlich eurer Fantasie freien Lauf lassen. Verschiedene Sorten Alkohol ergeben verschiedene Geschmäcker und auch die Verwendung von braunem Zucker statt weißem verändert den Geschmack.

Gut eignen sich Früchte mit einem kräftigen Eigengeschmack und möglichst wenig Wasser wie Holunderbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen etc…
Da ja jeder so seine eigenen Vorlieben hat, kann ich hier nur zum Experimentieren raten. Es lohnt sich ganz bestimmt!
Ihr könnt auch Kräuter, essbare Blüten und Gewürze dazugeben.


In diesem Blog habe ich euch ein tolles Rezept für einen Erdbeer-Holunder Likör aufgeschrieben, den ich im Frühsommer gemacht habe. Inzwischen ist er gut gereift und schmeckt einfach unglaublich lecker.


Es gibt auch noch eine zweite Variante, in der man Kandis mit den Zutaten fein säuberlich schichtet und dann wartet, bis sich das Ganze aufgelöst hat. Wer mich aber kennt, der weiß, dass ich eher ungeduldig und pragmatisch bin. Das obrige Rezept hat sich als sehr gut bewährt und unsere Liköre finden im Freundeskreis viele Fans.


Mein besonderer Tipp:
Gebt ihr starke Gewürze wie Zimt hinzu, macht das erst kurz vor Ende und lasst das Ganze dann nur noch wenige Tage ziehen. Der Geschmack der restlichen Zutaten wird sonst überlagert und es ist nicht mehr wirklich lecker.

Und nun viel Freude beim Experimentieren und Genießen der Resultate.
Denkt daran: Alkohol nur für Erwachsene und nicht in Massen! 😉

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Herrliche Badebomben selbst herstellen

Sprudelnde und duftende Badebomben sind eine herrliche Sache. Ein Bad mit ihnen ist ein Erlebnis für die Sinne und entspannt und pflegt zugleich.

Im Handel sind sie allerdings oft sehr teuer und haben meist auch noch zweifelhafte Inhaltsstoffe.
Also verrate ich euch heute, wie ihr tolle Badebomben selbst herstellen könnt.


Grundrezept
1 Teil Zitronensäure
2 Teile Natron
ganz wenig Wasser

Dies ist das absolute Grundrezept. Damit bekommt ihr ein sprudelndes Etwas hin. Da das allerdings total langweilig ist, hier ein paar Ideen für euch, wie ihr das Ganze so richtig toll aufpeppt:

ein tolles Herz mit Lavendelblüten und ätherischem Lavendelöl – auf meinem letzten Seminar entsanden

Rosentraum
Grundrezept +
– einige Tropfen Rosenholzöl oder ätherisches Rosenöl (Achtung, ihr braucht wirklich nur 2 oder 3 Tropfen, da es sehr intensiv ist)
– ein paar Blütenblätter einer unbehandelten Rose
– etwas Mandelöl
– eine Herzform


Lavendel-Stern
Grundrezept+
– einige Tropfen ätherisches Lavendelöl
– getrocknete Lavendelblüten (nur die blauen Blütenköpfe)
– etwas Mandelöl
– wenige Tropfen blaue Lebensmittelfarbe, nach belieben kosmetischer Glitzer in silber
– eine Stern-Form


fresh Summer
Grundrezept +
– ein paar Tropfen ätherisches Öl Zitrone und Ylang Ylang
– ein wenig geriebene Zitronenschale (bio)
– etwas Jojobaöl


Das Wichtige bei der Herstellung ist, dass ihr alle trockenen Zutaten gut miteinander vermischt. Gebt auch eventuelle Farbe und Glitzer schon mit hinein und achtet darauf, nicht zu viele Blüten zu nehmen, bzw. große Blütenblätter ein wenig zu zerkleinern.
Dann kommt der Trick mit dem Wasser.
Besorgt euch am Besten einen ganz feinen Zerstäuber für Parfum.

Damit gebt ihr ganz wenig Wasser auf die Mischung und rührt gut um (das geht am besten mit euren Händen, bitte vorher gründlich waschen und desinfizieren).

Dann wieder ein wenig Wasser, wieder rühren und so weiter, bis die Mischung von selbst zusammenbappt.
Dann gebt ihr sie in eure Form – hier ist eurer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Bälle, Sterne, Herzen, freihändige Figuren. All das geht wunderbar. Ich nutze entweder Silikonformen oder feste Formen aus dem Bastelladen.

Drückt die Mischung nun gut fest, wartet einen Moment und stülpt das Ganze dann auf eine feste Unterlage.
Die Badebombe muss nun noch ein wenig trocknen und kann dann verpackt werden. Sie hält sich i.d.R. mindestens ein Jahr lang.

Viel Spaß beim ausprobieren und kreativ sein mit Formen, Farben, Düften und Blüten.


Mein besonderer Tipp:
Mit weihnachtlichen Düften wie Zimt und Anis versehen, sind Badebomben auch eine großartige Geschenkidee zu Weihnachten.
Als Dekoration eignen sich wunderbar ganz kleine Zweige von Nadelbäumen. Das duftet extra gut!
Gern könnt ihr auch besondere Seelenschmeichler für den Winter mit einarbeiten. Mehr zu ätherischen Ölen für die Winterzeit findest du in diesem Blog.

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Kräuterportrait – der Salbei

Der Salbei ist eine so wundervolle Pflanze, dass es höchste Zeit wird, sich ihm einmal ausführlich zu widmen.

Der Salbei zählt zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler und hat seine Heimat mit vielen hundert verschiedenen Arten fast auf der ganzen Welt.
Der uns geläufigste Salbei, Salvia officinalis, stammt wahrscheinlich aus dem europäischen Mittelmeerraum.

Um diese Salbeiart soll es mir in meinem Artikel heute auch gehen.


Der Salbei wächst am liebsten in gemäßigtem Klima, verträgt aber auch leichten Frost ganz gut. So kann er auch bei uns in Deutschland im Freiland wachsen und überwintern.
Er wächst anfangs an vielen einzelnen Stängeln, die aber sehr schnell verholzen und dann ganze Büsche bilden können.
Die Blätter sind länglich oval, graugrün und recht stark behaart.
Der Salbei hat diesen ganz charakteristischen, würzig herben Duft.
Die lila Blüten bilden sich im Hochsommer und sind eine wunderbare Insektenweide.


Geerntet und verarbeitet werden die Blätter und bisweilen das ganze Kraut vor der Blüte.


Salbei wirkt sehr vielfältig und ist neben einem großartigen Küchenkraut auch noch eine tolle Heilpflanze.
Für mich ist es DIE Heilpflanze für entzündliche Prozesse im Mund und Rachenraum.

Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, antiviral und schweißhemmend.

So wird er gern angewendet bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens, bei Zahnfleischentzündung, Halsschmerzen und Erkältung.
Zur Behandlung der Beschwerden trinkt man ihn meist als Tee, man kann aber auch mit einer starken Abkochung gurgeln oder die Tinktur direkt auf das Zahnfleisch tupfen.

Bei übermäßigem Schwitzen kann eine Teekur mit Salbei Erleichterung verschaffen.


Rezept für einen Erkältungstee:

1 Teil Spitzwegerich
1 Teil Salbeiblätter
1 Teil Thymian
1 Teil Hagebuttenschalen

2-3 mal täglich eine Tasse Tee von dieser Mischung trinken. Wenn nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, bitte zum Arzt 😉


Mein besonderer Tipp:
Salbei kann man auch ganz wunderbar räuchern. Hierzu werden die getrockneten Blätter auf Kohle oder einem Sieb verbrannt.
Salbei wirkt sehr gut reinigend und vertreibt negative Energien.

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Diese Kräuter helfen Dir bei Husten

Die Erkältungssaison naht mit großen Schritten. Gerade im Herbst fangen wir uns leicht einen Schnupfen oder mehr ein.

Aber auch hier kannst Du mit Heilpflanzen einiges erreichen. Einige davon stelle ich Dir heute vor.

Bevor ich aber zu den Heilkräutern komme, ein paar Worte vorweg.
Es gibt diverse Arten von Husten: Reizhusten, produktiven Husten, unproduktiven Husten oder verschiedene Sorten von Bronchitis. Unproduktiv bedeutet, dass die Bronchien keinen vermehrten Schleim produzieren, man also nichts aushustet, aber einen Hustenreiz verspürt. Bei produktivem Husten hingegen versucht der Körper durch Husten den überflüssigen Schleim aus der Lunge zu transportieren.

ACHTUNG: Bitte schau immer genau, was Dich da gerade plagt und suche danach die Kräuter aus. Es gibt kein Allheilmittel.
Sollte sich binnen 3 oder 4 Tagen keine Besserung einstellen, geh bitte unbedingt zu einem Arzt. Die Lunge ist empfindlich und daran sollte man nicht herumdoktorn.

die wunderbare Schlüsselblume im Morgenlicht; pic by Stefanie Ziege


Kräuter bei Reizhusten und unproduktivem Husten

Bartflechte
Eibisch
Königskerze
Huflattich
Isländisch Moos
Malve
Lungenkraut
Spitzwegerich

All diese Kräuter enthalten besonders viele Schleimstoffe und führen so zu einer Reizlinderung im Rachenbereich.


Kräuter bei produktivem Husten

Saponinhaltige Kräuter
Bibernelle
Efeu
Ehrenpreis
Pfennigkraut
Schlüsselblume (Achtung, steht unter Naturschutz)
Süßholz
Duftveilchen

Pflanzen mit ätherischen Ölen
Anis
Eukalyptus
Fenchel
Fichte
Kiefer
Oregano
Pfefferminze
Salbei
Thymian

Saponine verflüssigen den Schleim in den Bronchien und erleichtern so das Abhusten.
Die ätherischen Öle wirken auf die Bronchien, verflüssigen den Schleim und sorgen für einen besseren Transport nach Oben.
Außerdem wirken sie entspannend und ausgleichend und steigern das Wohlbefinden.


Gut sind auch Kräuter, die entzündungshemmend, schweißtreibend und allgemein aufbauend wirken.

Hierzu zählen besonders:
Alant
Efeu
Holunder
Huflattich
Kamille
Lindenblüten
Mädesüß
Salbei
Spitzwegerich
Thymian

Aber auch Pflanzen mit Senfölen helfen bestens:
Bärlauch
alle Kressearten
Knoblauch
Rettich
Rucola
und die allseits beliebte Zwiebel


Wie sind die Pflanzen nun anzuwenden?

Das beste sind immer noch die altbewährten Anwendungen wie Tee, Inhalation und Einreibungen.
Einreibungen sollten vor allem abends vorgenommen werden, wenn man sich ins warme Bett legt. So können sich die ätherischen Öle am Besten entfalten.
Tees werden 3 mal täglich getrunken, beim ziehen lassen bitte darauf achten, die Tasse abzudecken.
Aus der Zwiebel lässt sich mit Zucker oder Honig ein toller Hustensaft machen.

Inhalationen können auch 1-2 mal täglich gemacht werden. Hierzu werden die entsprechenden Kräuter oder Balsame in heißes Wasser gegeben. Man hält nun den Kopf über die Schüssel und deckt das Ganze mit einem großen Handtuch ab.
So können die ätherischen Öle in Mund, Nase und Rachen bis in die Lunge hinunter wirken.

Bitte beachte, dass es einige Pflanzen nur als Fertigpräparat gibt. Efeu zum Beispiel. Auch die Schlüsselblume steht, wie oben schon erwähnt, unter Naturschutz und sollte nicht wild gepflückt werden.


Mein besonderer Tipp:
Zwiebelsaft-Rezept
Eine große weiße Zwiebel wird in kleine, feine Stücke geschnitten. Das ganze kommt in ein Schraubdeckelglas. Nun wird die Zwiebel mit Honig oder weißen/braunem Zucker bedeckt. Mehrmals kräftig schütteln, damit sich alles gut miteinander verbindet.

Nun mehrere Stunden oder über Nacht stehen lassen.
Die entstandene Flüssigkeit am nächsten Morgen abgießen. Diesen Saft nimmst Du mehrmals täglich als Hustensaft zu Dir.

Gute Besserung!

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eine mediterrane Kräutermischung – so geht’s

Der Herbst naht mit großen Schritten. Zeit, die letzten Kräuter zu ernten, solange sie noch schön sind.

Heute habe ich mir eine italienische Mischung zusammengestellt für alle möglichen Nudelgerichte und sonstige mediterrane Küche.

Die Grundmischung besteht aus folgenden Kräutern:
Basilikum
Thymian
Oregano
Salbei
Rosmarin
Schnittknoblauch

ein ganzer Strauß voller frischer, duftender Kräuter

Diese Kräuter konnte ich noch ein letztes Mal in großen Mengen ernten und mich an ihrem großartigen Duft erfreuen. Schade, dass es noch keine Übertragungsmöglichkeiten dafür gibt.
Da ich so viel hatte, habe ich verschiedene Sachen hergestellt.

Einen großen Teil habe ich klein gehakt in Eiswürfelformen eingefroren. So kann ich pro Nudelsauce eine Portion entnehmen und habe immer frische Kräuter drin.

Einen Teil habe ich so gelassen und einige Flaschen Kräuteröl daraus gemacht.
Hier findest Du eine detaillierte Anleitung für die Herstellung eines Kräuteröls.

Aus dem Rest habe ich ein Kräutersalz gemacht. Das eignet sich super zum Verfeinern von Salaten, Tomate-Mozarella oder anderen italienischen Gerichten.
Lies hier nach, wie du ein Kräutersalz auf verschiedene Arten machen kannst.


Insgesamt 3 tolle Möglichkeiten, den Sommer zu bewahren und sich das Leben ein bisschen leichter zu machen.
Die Italiener unter Euch mögen mir vergeben, wenn die Mischung nicht 100 prozentig authentisch ist, aber meiner Familie und unserem Freundeskreis schmeckt es so hervorragend 😉


Mein besonderer Tipp:
Macht aus der Mischung auch gern eine Kräuterbutter! Der Geschmack ist großartig!

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