Kräuterportrait – der Salbei

Der Salbei ist eine so wundervolle Pflanze, dass es höchste Zeit wird, sich ihm einmal ausführlich zu widmen.

Der Salbei zählt zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler und hat seine Heimat mit vielen hundert verschiedenen Arten fast auf der ganzen Welt.
Der uns geläufigste Salbei, Salvia officinalis, stammt wahrscheinlich aus dem europäischen Mittelmeerraum.

Um diese Salbeiart soll es mir in meinem Artikel heute auch gehen.


Der Salbei wächst am liebsten in gemäßigtem Klima, verträgt aber auch leichten Frost ganz gut. So kann er auch bei uns in Deutschland im Freiland wachsen und überwintern.
Er wächst anfangs an vielen einzelnen Stängeln, die aber sehr schnell verholzen und dann ganze Büsche bilden können.
Die Blätter sind länglich oval, graugrün und recht stark behaart.
Der Salbei hat diesen ganz charakteristischen, würzig herben Duft.
Die lila Blüten bilden sich im Hochsommer und sind eine wunderbare Insektenweide.


Geerntet und verarbeitet werden die Blätter und bisweilen das ganze Kraut vor der Blüte.


Salbei wirkt sehr vielfältig und ist neben einem großartigen Küchenkraut auch noch eine tolle Heilpflanze.
Für mich ist es DIE Heilpflanze für entzündliche Prozesse im Mund und Rachenraum.

Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, antiviral und schweißhemmend.

So wird er gern angewendet bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens, bei Zahnfleischentzündung, Halsschmerzen und Erkältung.
Zur Behandlung der Beschwerden trinkt man ihn meist als Tee, man kann aber auch mit einer starken Abkochung gurgeln oder die Tinktur direkt auf das Zahnfleisch tupfen.

Bei übermäßigem Schwitzen kann eine Teekur mit Salbei Erleichterung verschaffen.


Rezept für einen Erkältungstee:

1 Teil Spitzwegerich
1 Teil Salbeiblätter
1 Teil Thymian
1 Teil Hagebuttenschalen

2-3 mal täglich eine Tasse Tee von dieser Mischung trinken. Wenn nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, bitte zum Arzt 😉


Mein besonderer Tipp:
Salbei kann man auch ganz wunderbar räuchern. Hierzu werden die getrockneten Blätter auf Kohle oder einem Sieb verbrannt.
Salbei wirkt sehr gut reinigend und vertreibt negative Energien.

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Diese Kräuter helfen Dir bei Husten

Die Erkältungssaison naht mit großen Schritten. Gerade im Herbst fangen wir uns leicht einen Schnupfen oder mehr ein.

Aber auch hier kannst Du mit Heilpflanzen einiges erreichen. Einige davon stelle ich Dir heute vor.

Bevor ich aber zu den Heilkräutern komme, ein paar Worte vorweg.
Es gibt diverse Arten von Husten: Reizhusten, produktiven Husten, unproduktiven Husten oder verschiedene Sorten von Bronchitis. Unproduktiv bedeutet, dass die Bronchien keinen vermehrten Schleim produzieren, man also nichts aushustet, aber einen Hustenreiz verspürt. Bei produktivem Husten hingegen versucht der Körper durch Husten den überflüssigen Schleim aus der Lunge zu transportieren.

ACHTUNG: Bitte schau immer genau, was Dich da gerade plagt und suche danach die Kräuter aus. Es gibt kein Allheilmittel.
Sollte sich binnen 3 oder 4 Tagen keine Besserung einstellen, geh bitte unbedingt zu einem Arzt. Die Lunge ist empfindlich und daran sollte man nicht herumdoktorn.

die wunderbare Schlüsselblume im Morgenlicht; pic by Stefanie Ziege

Kräuter bei Reizhusten und unproduktivem Husten

Bartflechte
Eibisch
Königskerze
Huflattich
Isländisch Moos
Malve
Lungenkraut
Spitzwegerich

All diese Kräuter enthalten besonders viele Schleimstoffe und führen so zu einer Reizlinderung im Rachenbereich.


Kräuter bei produktivem Husten

Saponinhaltige Kräuter
Bibernelle
Efeu
Ehrenpreis
Pfennigkraut
Schlüsselblume (Achtung, steht unter Naturschutz)
Süßholz
Duftveilchen

Pflanzen mit ätherischen Ölen
Anis
Eukalyptus
Fenchel
Fichte
Kiefer
Oregano
Pfefferminze
Salbei
Thymian

Saponine verflüssigen den Schleim in den Bronchien und erleichtern so das Abhusten.
Die ätherischen Öle wirken auf die Bronchien, verflüssigen den Schleim und sorgen für einen besseren Transport nach Oben.
Außerdem wirken sie entspannend und ausgleichend und steigern das Wohlbefinden.


Gut sind auch Kräuter, die entzündungshemmend, schweißtreibend und allgemein aufbauend wirken.

Hierzu zählen besonders:
Alant
Efeu
Holunder
Huflattich
Kamille
Lindenblüten
Mädesüß
Salbei
Spitzwegerich
Thymian

Aber auch Pflanzen mit Senfölen helfen bestens:
Bärlauch
alle Kressearten
Knoblauch
Rettich
Rucola
und die allseits beliebte Zwiebel


Wie sind die Pflanzen nun anzuwenden?

Das beste sind immer noch die altbewährten Anwendungen wie Tee, Inhalation und Einreibungen.
Einreibungen sollten vor allem abends vorgenommen werden, wenn man sich ins warme Bett legt. So können sich die ätherischen Öle am Besten entfalten.
Tees werden 3 mal täglich getrunken, beim ziehen lassen bitte darauf achten, die Tasse abzudecken.
Aus der Zwiebel lässt sich mit Zucker oder Honig ein toller Hustensaft machen.

Inhalationen können auch 1-2 mal täglich gemacht werden. Hierzu werden die entsprechenden Kräuter oder Balsame in heißes Wasser gegeben. Man hält nun den Kopf über die Schüssel und deckt das Ganze mit einem großen Handtuch ab.
So können die ätherischen Öle in Mund, Nase und Rachen bis in die Lunge hinunter wirken.

Bitte beachte, dass es einige Pflanzen nur als Fertigpräparat gibt. Efeu zum Beispiel. Auch die Schlüsselblume steht, wie oben schon erwähnt, unter Naturschutz und sollte nicht wild gepflückt werden.


Mein besonderer Tipp:
Zwiebelsaft-Rezept
Eine große weiße Zwiebel wird in kleine, feine Stücke geschnitten. Das ganze kommt in ein Schraubdeckelglas. Nun wird die Zwiebel mit Honig oder weißen/braunem Zucker bedeckt. Mehrmals kräftig schütteln, damit sich alles gut miteinander verbindet.

Nun mehrere Stunden oder über Nacht stehen lassen.
Die entstandene Flüssigkeit am nächsten Morgen abgießen. Diesen Saft nimmst Du mehrmals täglich als Hustensaft zu Dir.

Gute Besserung!

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eine mediterrane Kräutermischung – so geht’s

Der Herbst naht mit großen Schritten. Zeit, die letzten Kräuter zu ernten, solange sie noch schön sind.

Heute habe ich mir eine italienische Mischung zusammengestellt für alle möglichen Nudelgerichte und sonstige mediterrane Küche.

Die Grundmischung besteht aus folgenden Kräutern:
Basilikum
Thymian
Oregano
Salbei
Rosmarin
Schnittknoblauch

ein ganzer Strauß voller frischer, duftender Kräuter

Diese Kräuter konnte ich noch ein letztes Mal in großen Mengen ernten und mich an ihrem großartigen Duft erfreuen. Schade, dass es noch keine Übertragungsmöglichkeiten dafür gibt.
Da ich so viel hatte, habe ich verschiedene Sachen hergestellt.

Einen großen Teil habe ich klein gehakt in Eiswürfelformen eingefroren. So kann ich pro Nudelsauce eine Portion entnehmen und habe immer frische Kräuter drin.

Einen Teil habe ich so gelassen und einige Flaschen Kräuteröl daraus gemacht.
Hier findest Du eine detaillierte Anleitung für die Herstellung eines Kräuteröls.

Aus dem Rest habe ich ein Kräutersalz gemacht. Das eignet sich super zum Verfeinern von Salaten, Tomate-Mozarella oder anderen italienischen Gerichten.
Lies hier nach, wie du ein Kräutersalz auf verschiedene Arten machen kannst.


Insgesamt 3 tolle Möglichkeiten, den Sommer zu bewahren und sich das Leben ein bisschen leichter zu machen.
Die Italiener unter Euch mögen mir vergeben, wenn die Mischung nicht 100 prozentig authentisch ist, aber meiner Familie und unserem Freundeskreis schmeckt es so hervorragend 😉


Mein besonderer Tipp:
Macht aus der Mischung auch gern eine Kräuterbutter! Der Geschmack ist großartig!

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ökologisch Wäsche waschen mit Kastanien – so geht’s

Wir alle versuchen mehr oder weniger ökologisch zu leben. Und ein wichtiger Punkt ist das Wäsche waschen. In den letzten Jahren waren die indischen Waschnüsse total im Trend.
Die haben allerdings einige Nachteile: sie werden um die halbe Welt gekarrt und stehen den Einheimischen nicht mehr zur Verfügung, weil sie durch die große Nachfrage viel zu teuer geworden sind. Dadurch müssen die Menschen vor Ort auf synthetische Waschmittel zurückgreifen und das belastet die Umwelt sehr stark, da keine oder wenig Kläranlagen zur Verfügung stehen.

Was können wir nun tun, um ökologisch zu waschen? Gibt es Alternativen mit regionalen Produkten?
Ja na klar!

Eine der besten und mit Abstand günstigsten sind die Kastanien!


Das Verfahren ist folgendes:
Du kannst frische oder getrocknete Kastanien nehmen. Das ist egal.
Du schneidest die frischen Kastanien klein oder zerkleinerst die getrockneten – ein guter Mixer oder nen Hammer (Kastanien in dem Fall bitte in einen alten Kopfkissenbezug ö.A. geben) tun den Job wunderbar. Ich nehme immer eine gute Handvoll für eine Ladung Wäsche von ca. 4-5kg.
Die zerkleinerten Kastanienstücke kommen entweder in ein Wäschenetz und dann direkt in die Trommel, oder (und die Variante bevorzuge ich) in ein Schraubdeckelglas. Das wird dann mit der doppelten Menge Wasser aufgefüllt. Die Mischung muss jetzt bis zu einigen Stunden stehen, damit sich die Saponine, das sind die waschaktiven Substanzen, lösen. Besonders bei getrockneten Früchten ist das wichtig.
Dann kommt die abgesiebte Flüssigkeit in das Fach für flüssiges Waschmittel und du wäschst die Wäsche ganz normal bei 30 – 60 °C.
Die Flüssigkeit hebt sich nicht wirklich auf, also immer frisch verwenden, die benutzten Kastanien kommen auf den Kompost oder in die Biotonne.

Die Wäsche wird sehr gut sauber, aber riecht nach nix. Du kannst gern noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben, wenn du einen Duft haben möchtest, als Weichspüler kannst du einen kleinen Schluck Essig ins entsprechende Fach der Waschmaschine geben.

Weiße Wäsche wird mit der Zeit grau, da keine optischen Aufheller enthalten sind und sich der Kalk in den Fasern ablagert.
Für gemischte Buntwäsche finde ich die Version allerdings absolut optimal und ich bin jedes Mal mit der Waschleistung total zufrieden.


Schlimme Verunreinigungen können mit Kernseife oder (nicht ganz so ökologisch korrekt) einem Vorwaschspray vorher behandelt werden.


Mein besonderer Tipp:
Das Ganze funktioniert auch mit Efeu oder der Wurzel des Seifenkrauts.

 


Eine Webinar, in dem ich dir alle Möglichkeiten genau vorstelle, gibt es am 19.9. abends auf Edudip. Hier findest du alle Infos und die Möglichkeit der Buchung.

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Räucherkunde – die Tonkabohne

Die Tonkabohne ist einigen von euch vielleicht noch gar nicht bekannt. Aber sie ist so eine großartige Frucht, dass ich sie Dir heute einmal genauer vorstellen möchte.

die Tonkabohne auf dem Räucherstövchen

Die Tonkabohne ist die Frucht, genauer gesagt, der Same des Tonkabaums, Dipteryx odorata. Der Baum ist in Südamerika heimisch und zählt zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist etwa mandelgroß, hat eine stark runzelige dunkelbraune bis schwarze Außenhaut und ein helles Inneres, das von der Konsistenz an Erdnuss erinnert.

Doch was ist das Besondere an der Tonkabohne?
Das Besondere ist ihr Duft!

Sie riecht so herrlich nach Vanille, ein bisschen nach Mandeln und frischem Heu!
Der Duft ist eigentlich unbeschreiblich, aber so wunderbar und geradezu kuschelig, dass man gar nicht anders kann, als ihm zu verfallen.

Nun sind Düfte ja immer ein sehr persönliches Empfinden und es wird Menschen geben, die der Tonkabohne so gar nichts abgewinnen können. Auch das ist vollkommen in Ordnung, aber wer auf warme, weiche und süße Düfte steht, der ist bei der Tonkabohne genau richtig!


Hauptinhaltsstoffe sind Öle, Stärke und eine Vielzahl an ätherischen Ölen. Beim Trocknen entsteht Cumarin.


Die Tonkabohne wird gern auch in der Küche eingesetzt. Zum aromatisieren von allerlei Speisen und Getränken ist sie einfach der Knaller. Früher galt sie als ungenießbar bis giftig, heute weiß man, dass der hohe Gehalt an Cumarin dafür verantwortlich war.
Also bei der Zubereitung einfach sehr sparsam damit umgehen und auf beste Qualität und biologischen Anbau achten.


Nun aber zur Räucherkunde!

In meinen Räucherungen ist die Tonkabohne nicht wegzudenken und in meinen Seminaren ein absolutes Highlight. Denn man vermutet beim Anblick des kleinen runzeligen Dings beim besten Willen nicht diesen Geruch. Er ist warm, einhüllend, heilend und unglaublich lecker.

Und so wird die Tonkabohne auch angewendet:
– zur Heilung
– bei seelischen Verletzungen
– zum Wohlfühlen
– in Liebesräucherungen
– um Mut zu machen, zu Stärken und Aufzubauen

Beim Räuchern der Tonkabohne ist es besonders wichtig auf eine harmonische Zusammensetzung zu achten. So verträgt sie sich schlecht mit harten, sehr starken anderen Düften und Pflanzen wie Benzoe oder Eichenrinde.
Eher stärkende und sanfte Düfte wie Ysop oder Lavendel sind hier angebracht.

So lade ich euch ein, den betörenden Duft der Tonkabohne einmal selbst zu erleben. Es ist ein wahrlicher Genuss.


Mein besonderer Tipp:
Die Tonkabohne bitte immer auf dem Sieb räuchern, nie auf der glühenden Kohle, denn es wäre einfach nur schade drum, diesen wunderbaren Samen nur zu verbrennen.

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(Heil)Pflanzen im beginnenden Herbst

Auf dem Weg von der Praxis nach Hause habe ich heute einen wunderschönen Spaziergang durch die Natur gemacht.

Einige Eindrücke davon möchte ich gern mit Dir teilen.

Was kann man denn genau jetzt sammeln? Was wächst und gedeiht genau jetzt?
Hier einige wichtige Beispiele für Dich:

Der Weißdorn
Die Früchte des Weißdorns werden traditionell zur Teebereitung genutzt. Hierzu setzt man die getrockneten und zerkleinerten Früchte abends kalt an und erwärmt die abgeseihte Flüssigkeit am nächsten Morgen.
In der traditionellen Medizin sollen die Weißdornfrüchte zur Stärkung des Herzens beitragen, die Durchblutung fördern und die allgemeine Belastbarkeit erhöhen.


Der Rucola
Der Rucola steht teilweise sogar noch in Blüte, seine Blätter können geerntet werden und als Salat gegessen werden. Auch ein Pesto kann man daraus zubereiten.
Wer möchte kann sich aus den braunen, trockenen Schoten Samen entnehmen und diese dann im nächsten Jahr kultivieren.

Rucola Anfang September

Wilde Möhre
Die Samen der wilden Möhre sind jetzt reif und schmecken scharf würzig. Sie sind eine tolle Zutat für Kräuter- und Gewürzsalze.


Die Hagebutten
Hagebutten können viele unterschiedliche Formen und sogar Farben aufweisen. Von knallrot und winzig klein bis hin zu dunkelviolett und dick ist alles dabei.
Alle Hagebutten können verarbeitet werden.
Man kann ein wunderbares Mus daraus kochen oder die Früchte entkernen und trocknen. Im Winter ist der Hagebuttentee eine wundersame Wohltat – vor allem bei beginnenden Infekten, denn Hagebutten enthalten sehr viel Vitamin C. Die Kerne können angestoßen überbrüht werden und als Tee getrunken werden. Sie haben ein ganz leichtes Vanille-Aroma.

Hagebutten – diese hier sind noch nicht ganz reif

Wegerich
Alle Wegeriche sind jetzt noch gut zu ernten. Es ist ratsam, sich einen Wintervorrat anzulegen, denn der Spitzwegerich wird traditionell bei Halsentzündung und Reizhusten als Tee getrunken.


weißer Gänsefuß
Der weiße Gänsefuß ist ein großartiges Wildgemüse und als Spinat oder in Teigfüllungen super lecker. Die Samen können reif geerntet werden und sich eine schmackhafte Zutat zum Müsli.
Besonders lecker ist ein Spinat gekocht aus Brennnesseln und Gänsefuß.

weißer Gänsefuß

Brennnessel
Die Brennnesselsamen sind reif und können geerntet werden. Sie enthalten wichtige Omega-6-Fettsäuren, Vitamin E und Carotinoide.
Hier erfährst Du mehr über dir Brennnessel.


Schafgarbe
Auch die Schafgarbe kannst Du jetzt noch super ernten.
In diesem Blog kannst Du alles über sie nachlesen.


Beifuß
Beifuß ist ebenfalls noch reichlich vorhanden. Lies hier, warum Du ihn für den Winter sammeln solltest.


Kastanie, Walnuss, Haselnuss und Maronen

Die Baumfrüchte sind allesamt jetzt reif und dürfen gesammelt werden. Kastanien eignen sich unter anderem zum Wäsche waschen (dazu in wenigen Tagen mehr), Walnuss, Haselnuss und Maronen bereichern unseren Speiseplan sehr, enthalten sie doch viele sehr wichtige Inhaltsstoffe wie Fettsäuren, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.
So reichen schon 100g Walnüsse pro Tag um unseren gesamten Bedarf an Zink und Vitamin E zu decken.


Holunder
Auch der Holunder ist jetzt noch zu sammeln.
In diesem Blog erfährst Du alles darüber.

reife Holunderbeeren


Wer jetzt noch nicht genug von der Natur hat, den nehme ich sehr gern am kommenden Samstag 8.9. um 13 Uhr zur Kräuterwanderung im Berliner Volkspark Prenzlauer Berg mit.

Alle Infos dazu findest Du auf meiner Homepage oder direkt auf Facebook.

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Kräuterportrait – Rosmarin

Den Rosmarin kennen wohl viele als schmackhaftes Küchenkraut. So schätzen wir seinen würzigen Geschmack zu allerlei Speisen – vom simplen Kartoffelgericht bis hin zu raffinierten Konfitüren.

Aber der Rosmarin ist auch eine tolle Heilpflanze!
Lass uns einmal sehen, was so alles in ihm steckt.

Den Rosmarin zu erkennen, fällt sicher vielen leicht. Er wächst als mehrjähriger, immergrüner und stark verzweigter Strauch, der in guten Lagen auch hier in Deutschland locker 1m Höhe erreichen kann. In seinen ursprünglichen Herkunftsländern im Mittelmeerraum hat man auch schon Exemplare von bis zu 2 Metern Höhe gefunden.

Die dunkelgrünen, auf der Unterseite eingerollten und grau filzig behaarten Blätter erinnern an ein Nadelgewächs, aber der Rosmarin zählt zu den Lippenblütlern und nicht zu den Nadelgehölzen.
Das kann man wunderbar an den zart lilanen Blüten sehen, welche die typische Form aufweisen.

Reibt man an den Blättern, so verströmen sie den typischen würzig, harzigen Duft.
Rosmarin wächst in unseren Lagen nicht wild, kann aber wunderbar im Garten oder Kübel angebaut werden. Er ist auch in Deutschland winterhart, wenn er genügend Erde und einen leichten Frostschutz bekommt.


Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:
ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide


Traditionell wir der Rosmarin als Tee angewendet bei Magenproblemen wie Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen oder Aufstoßen und weiteren Magen-Darmproblemen.
Außerdem soll er gut bei Gedächtnisproblemen helfen (hier gut zusammen mit Ginkgo) und äußerlich bei Muskelschmerzen. Hier wäre ein Bad oder eine Einreibung mit entsprechender Salbe oder dem Öl angezeigt.

Grundsätzlich soll Rosmarin anregend auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem wirken.


Rezept für Rosmarinwein
2-3 Zweige Rosmarin in 1 Flasche halbtrockenem Weißwein 2 Wochen lang ziehen lassen. Dabei mehrmals gut schütteln.
Das Ganze dann abseihen und täglich morgens und mittags ein Schnapsglas voll trinken.

Rosmarinwein soll anregend auf den Kreislauf und die Verdauung wirken und die Nerven stärken.


Als Küchenkraut leistet der Rosmarin wundervolle Dienste. So ist er ein tolles Gewürz in der mediterranen Küche. Man kann die Zweiglein sogar als Grillspieß für Gemüse und Fleisch benutzen.
Der Klassiker sind die allseits beliebten Rosmarin-Kartoffeln. Hier bietet sich auch ein Rosmarin-Kräutersalz an.


Mein besonderer Tipp:
Ein wundervoll duftendes Rosmarin-Bad kannst Du Dir ganz leicht selbst zaubern. Dazu nimmst du 50g getrocknete oder frische Rosmarin-Blätter und übergießt diese mit 1Liter kochendem Wasser. Das Ganze dann ca. 30 Minuten ziehen lassen, abseihen und zum warmen Badewasser dazugeben.
Das Bad wirkt wunderbar anregend und entspannend auf die Muskulatur (bitte nicht bei Herz-Kreislauferkrankungen anwenden).

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Holunderbeeren-Rezepte

Die Holunderbeeren sind reif. Eine meiner liebsten Jahreszeiten, da mir der Holunder persönlich sehr am Herzen liegt.

Nun gibt es im Netz unzählige Rezepte zur Weiterverarbeitung. Über die Jahre habe ich viele davon ausprobiert und auch eigene entwickelt. Ein paar davon möchte ich heute mit euch teilen.

vollreife Holunderbeeren sind fast schwarz und schön glänzend

einfaches Holundergelee – Grundrezept
ca 1kg vollreife Holunderbeeren
etwas Wasser oder Apfelsaft
1 Packung Gelierzucker nach Vorliebe

Die Holunderbeeren werden ganz grob von den Stängeln getrennt. Wenn ein paar der kleineren Stängel dran bleiben, ist das kein Drama. Wichtig ist, dass die großen Doldenstängel ab kommen.

Die Beeren kommen nun in einen Topf, wo sie mit einem Schluck Wasser oder Apfelsaft 10- 20 Minuten weich kochen.

Die gekochten Beeren durch ein feines Sieb passieren und die Flüssigkeit in einem Gefäß auffangen. Die Beeren anschließend sehr gründlich durch das Sieb streichen, um auch das Fruchtfleisch zu bewahren. Die verbliebenen Kerne kommen in den Bio-Müll oder auf den Kompost.

Nun kommt das Ganze in einen Messbecher und wird bei Bedarf durch Zugabe von Wasser oder Apfelsaft an die auf der Gelierzuckerpackung angegebene Menge angepasst.

Nun das Gelee nach der Anleitung auf der Packung zubereiten und sofort in sterilisierte Gläser abfüllen.
Fertig 🙂


winterliches Holler-Gelee:
Zutaten s. oben, dazu kommen noch:
Zimt
Vanille
Nelken

Die Zubereitung ist die gleiche wie oben, allerdings solltest Du hier tatsächlich Apfelsaft als zusätzliche Flüssigkeit nehmen, da er den Geschmack hervorragend ergänzt.

Bei Zimt und den Nelken bitte vorsichtig sein, da der Geschmack der Gewürze sehr stark sein kann.


Holunder-Likör
500g Holunderbeeren
2 Flaschen weißer Rum
500g Zucker (kann bei Bedarf auf 1kg erhöht werden, es kommt auf den Geschmack der Beeren an)
½ Tl Vanille-Extrakt
1 Zimtstange (Bio-Lebensmittelqualität)

Die Holunderbeeren waschen und von den Stielen trennen. In einem Topf erst mit einem ganz kleinen Schluck Wasser ca. 20 Minuten gar kochen. Dann die Flüssigkeit abseihen und mit Zucker und der Zimtstange solange erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Nicht mehr kochen. Jetzt die Zimtstange entfernen, etwas abkühlen lassen und das Vanille-Aroma und den Schnaps hinzufügen.

Sofort in sterile Flaschen abfüllen.
Das Ganze hält rein theoretisch ewig, aber wer will das schon 😉


Übrigens sollte Holunder immer gekocht werden. Roh werden sie nur sehr selten vertragen, die meisten Menschen bekommen bisweilen sehr beschleunigte Verdauung davon.


Mein besonderer Tipp:
Beim Kochen von Gelees und Marmeladen vor dem Abfüllen immer eine Gelierprobe machen.
Dazu gibt man einen Teelöffel voll von der kochenden Flüssigkeit auf einen kalten Teller und pustet kurz bis es erkaltet ist.
Nun kann man wunderbar sehen, ob es geliert. In dem Fall kann die Flüssigkeit abgefüllt werden.

Sollte es noch nicht soweit sein, einfach noch 1, 2 Minuten weiterkochen oder ggf. mehr Geliermittel zugeben.

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Kräuterportrait – die Goldrute

Die Goldrute ist eine imposante Erscheinung. So sieht man ihre leuchtend gelben großen Blütenstände schon von Weitem.
Lasst uns einmal schauen, was so alles in dieser Pflanze steckt.

die Blätter der Goldrute
der üppige Blütenstand

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst einmal muss man wissen, dass es etliche Arten von Goldruten gibt. Ich möchte mich heute auf die eingewanderte kanadische Goldrute, bzw die Riesengoldrute beschränken, da ihre Heilwirkung sogar noch größer ist, als die der einheimischen Arten.

Die kanadische Goldrute, Solidago canadensis, ist die Vertreterin der Gattung mit den großen langen goldgelben Blütenständen.
Die Pflanze an sich wächst mit einem zentralen, behaarten Stängel, an dem direkt die länglichen Blätter sitzen. Sie fassen sich leicht rau an und laufen an den Enden spitz zu. Im oberen Teil des bis zu 1,5 m hohen und behaarten Stängels erscheinen verzweigt mehrere Blütenstände. Sie sind bis zu 20 cm lang und bestehen aus vielen einzelnen goldgelben Blüten. Goldrute zählt zu den Korbblütlern, ihre Blütezeit ist von etwa Juli bis in den September hinein.

Sie ist eine großartige Insektenweide. Im Sommer tummeln sich extrem viele Insekten, vor allem Bienen, Hummeln und Wildbienen jeglicher Art auf ihr. Daher finde ich persönlich die Goldrute eine gute Ergänzung der heimischen Flora. Im Moment muss man ja für alles, was blüht und unseren Insekten Nahrung gibt, dankbar sein.
Aber das darf jeder für sich entscheiden 😉


Inhaltsstoffe:
hauptsächlich Flavonoide, Glycoside und Saponine, aber auch ätherisches Öl, Gerbstoffe und Bitterstoffe


Verwendung in der Hausapotheke:
Die Goldrute hat harntreibende, entzündungshemmende und krampflindernde Eigenschaften. Diese sind perfekt zur Behandlung vor allem von Blasenentzündungen, aber auch Nierengrieß, Ödemen und rheumatischen Erkrankungen.
In der Phytotherapie wird die Goldrute bei Blasenentzündung gern zusammen mit Birkenblättern, Ackerschachtelhalm oder auch Hauhechel eingesetzt.

Ganz wichtig: tritt nach 2-3 Tagen keine Besserung auf, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, da bei Blasenentzündungen schwere Komplikationen auftreten können. Hier also bitte nicht eigenständig herumexperimentieren.

Zur Behandlung trinkt man mehrmals täglich eine Tasse Tee aus dem Kraut, also Stängel, Blätter und Blüten und achtet insgesamt auf eine hohe Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2l am Tag.


In der Küche spielt die Goldrute keine wirkliche Rolle. Ab und an trinke ich einen Tee aus ihr ganz gern, weil ich den leicht süßlichen, kräftigen Geschmack mag.

Detail der Blüten

Mein besonderer Tipp:
Goldrute lässt sich wunderbar für allerlei Geldrituale verräuchern. Dabei zieht sie, genau wie ihre Erscheinung sehr üppig ist, die Fülle in unser Leben.

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Kräuterportrait – der Frauenmantel

Um den Frauenmantel, Alchemilla vulgaris, ranken sich seit Jahrhunderten viele Mythen und Legenden.
So war er Alchemistenkraut und sollte dein Stein der Weisen hervorbringen. Schon bei den Germanen war er Frigg geweiht, der viele weibliche Attribute zugeschrieben wurden, in der heutigen Zeit wird er auch Mantel der Maria genannt.
Die Wassertröpfchen, die sich in den Blättern sammeln, wurden seit jeher mit verschiedenen Mythen belegt. So war es ein hervorragendes Wunschwasser oder wurde zur Augenheilkunde genutzt.

Frauenmantel kurz nach einem Regenschauer – Pic by Steffi Ziege

Den Frauenmantel kann man sehr gut an seinen sehr typisch aussehenden Blättern erkennen. Diese wachsen in einer Halbrosette und haben einen recht langen Stiel. Die Ränder sind typisch gewellt und vor allem in den Morgenstunden findet man darauf die vermeintlichen Tautropfen. Diese Tropfen sind allerdings meist kein Tau, sondern sogenannte Guttationströpfchen. Guttation ist die Ausscheidung von überschüssiger Flüssigkeit durch die Blätter zusammen mit verschiedenen Stoffwechselprodukten der Pflanze.
Die Blütenstände sind eher unscheinbar grünlich, manchmal leicht gelb und bestehen aus vielen einzelnen Blüten. Die Blütezeit des Frauenmantels ist den ganzen Sommer hindurch.


Auch das Kraut kann man den ganzen Sommer lang ernten.
Verwechseln kann man den Frauenmantel mit der Malve im frühen Stadium. Allerdings sind die Blätter der Malve stärker geadert, an den Rändern weniger gesägt und glänzend. Die Malve wächst im weiteren Verlauf hoch und bildet meist lila Blüten aus. Der Frauenmantel bleibt immer ein Bodendecker.


Als Inhaltsstoffe sind vor allem die Gerbstoffe, Flavonoide und Harze erwähnenswert, aber auch spezielle Pflanzenhormone, die dem weiblichen Hormon Progesteron ähneln.


Anwendung in der Hausapotheke
Der Frauenmantel ist die Pflanze der Frauenheilkunde. Die Signatur der Pflanze zeigt uns durch ihre Mantelform eine schützende, einhüllende und entspannende Wirkung an.

Und so wird er auch angewendet. Er kann bei vielerlei Problemen mit dem Uterus und den Ovarien helfen. Nach der Geburt kräftigt er alle Bänder im Bauch allgemein das Bindegewebe und regt den Milchfluss an.
Während der Menstruation kann er durch seine entkrampfende Wirkung und die enthaltenen Pflanzenhormone Linderung bei Schmerzen und unregelmäßigen Blutungen bringen und die Stärke der Mensblutung verringern. Auch kann er Wecheljahresbeschwerden mindern und PMS ein wenig ertäglicher machen.
Die wundheilende Eigenschaft kann man sich auch bei Augenentzündung und Magen-Darmproblemen zunutze machen.
Auf die Seele wirkt er schützend und stärkend.

Verwendet wird das getrockete Kraut (Blätter, Stiele und Blüten), vornehmlich als Tee.


Mein besonderer Tipp:
Der Frauenmantel, der oft in Parks oder Gärten zu finden ist, ist fast immer eine Zuchtform und für die medizinische Anwendung nicht sehr gut geeignet. Die Blätter sind größer und fühlen sich ein bisschen flauschiger an.
Frauenmantel wächst wild eher im südlichen Deutschland.

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