Lippenbalsam selbst gemacht – so geht’s

Gerade im Winter sind unsere Lippen oft trocken und im schlimmsten Fall eingerissen. Sie benötigen bei kaltem Wind und Regen zusätzliche Pflege.
Viele Lippenpflegestifte, die im Handel zu bekommen sind, sind allerdings voll mit zweifelhaften Inhaltsstoffen, die bisweilen nicht förderlich für die Gesundheit sein können.

Deswegen gebe ich euch heute ein tolles Rezept, wie ihr euch einen pflegenden Lippenbalsam selbst machen könnt.

ein toller selbstgemachter Lippenbalsam

Das Grundrezept ist folgendes:

20g Kakaobutter

20g Bienenwachs

45g Mandelöl

1TL Vitamin E

Dieses Grundrezept kann mit allen möglichen Zutaten zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden.

So wird daraus durch Zugabe von ätherischem Öl und Lanolin ein pflegender Lippenbalsam, der raue und gereizte Lippen beruhigt:

10 Tropfen Pfefferminz

2 Tropfen Rosmarin

5g Lanolin

Durch Zugabe von Pigmenten und etwas Sheabutter wird ein samtweicher Lippenstift daraus.

Gern könnt ihr auch andere ätherische Öle verwenden. Vanille eignet sich zum Beispiel bestens.

Herstellung:

  • alle festen und öligen Bestandteile vorsichtig im Wasserbad erwärmen bis alles gut flüssig ist, dann kurz abkühlen lassen
  • die ätherischen Öle und Pigmente dazugeben
  • kurz durchrühren und in Lippenstifthülsen oder kleine Döschen abfüllen
  • verschließen und beschriften

Der Balsam hält ca. 6 Monate.

Mein besonderer Tipp:

Achtet beim Einkauf euer Produkte vor allem auf Bio-Standard. Ihr benutzt das Produkt auf euren Lippen und es ist nicht zu verhindern, dass ihr Teile davon direkt in euren Körper bekommt. Also achtet auf eine hohe Qualität der Produkte.

 Viel Spaß beim Ausprobieren.

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einen Likör selbst ansetzen

Selbst gemachte Liköre mit Kräutern oder Früchten jeglicher Art sind der absolute Knaller und eine ganz tolle Geschenkidee!
Sie schmecken fantastisch und ihr wisst ganz genau, was drin ist. So könnt ihr euch eure Lieblingskombinationen selbst zusammenstellen.
Und das tolle daran? Es geht recht schnell und ist gar nicht teuer.

ein leckerer Erdbeer-Holler-Likör, den ich im Frühsommer gemacht habe

Heute möchte ich mein Rezept mit euch teilen:
– 1 Flasche weißen Rum
– 500g- 1kg frische oder tiefgefrorene Früchte, in diesem Fall nehme ich einen gefrorenen Beeren-Mix
– 1 kg weißen Zucker

Alles zusammen kommt in eine große, verschließbare Flasche. Wir haben das Glück, alte Weinballons vom Großvater meines Mannes geerbt zu haben, ihr könnt aber auch andere große Flaschen oder Einmachgläser verwenden. Nehmt dann einfach mehrere.

Wichtig ist am Anfang, dass ihr mehrmals täglich schüttelt, bis sich der Zucker gut aufgelöst hat.

Dann lassen wir die Mischung 3-6 Wochen an einem nicht zu hellen und mäßig warmen Ort ziehen.
Der fertige Likör wird dann durch ein Mulltuch abgeseiht und in schöne Flaschen abgefüllt und beschriftet.

Ihr könnt natürlich eurer Fantasie freien Lauf lassen. Verschiedene Sorten Alkohol ergeben verschiedene Geschmäcker und auch die Verwendung von braunem Zucker statt weißem verändert den Geschmack.

Gut eignen sich Früchte mit einem kräftigen Eigengeschmack und möglichst wenig Wasser wie Holunderbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen etc…
Da ja jeder so seine eigenen Vorlieben hat, kann ich hier nur zum Experimentieren raten. Es lohnt sich ganz bestimmt!
Ihr könnt auch Kräuter, essbare Blüten und Gewürze dazugeben.


In diesem Blog habe ich euch ein tolles Rezept für einen Erdbeer-Holunder Likör aufgeschrieben, den ich im Frühsommer gemacht habe. Inzwischen ist er gut gereift und schmeckt einfach unglaublich lecker.


Es gibt auch noch eine zweite Variante, in der man Kandis mit den Zutaten fein säuberlich schichtet und dann wartet, bis sich das Ganze aufgelöst hat. Wer mich aber kennt, der weiß, dass ich eher ungeduldig und pragmatisch bin. Das obrige Rezept hat sich als sehr gut bewährt und unsere Liköre finden im Freundeskreis viele Fans.


Mein besonderer Tipp:
Gebt ihr starke Gewürze wie Zimt hinzu, macht das erst kurz vor Ende und lasst das Ganze dann nur noch wenige Tage ziehen. Der Geschmack der restlichen Zutaten wird sonst überlagert und es ist nicht mehr wirklich lecker.

Und nun viel Freude beim Experimentieren und Genießen der Resultate.
Denkt daran: Alkohol nur für Erwachsene und nicht in Massen! 😉

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Herrliche Badebomben selbst herstellen

Sprudelnde und duftende Badebomben sind eine herrliche Sache. Ein Bad mit ihnen ist ein Erlebnis für die Sinne und entspannt und pflegt zugleich.

Im Handel sind sie allerdings oft sehr teuer und haben meist auch noch zweifelhafte Inhaltsstoffe.
Also verrate ich euch heute, wie ihr tolle Badebomben selbst herstellen könnt.


Grundrezept
1 Teil Zitronensäure
2 Teile Natron
ganz wenig Wasser

Dies ist das absolute Grundrezept. Damit bekommt ihr ein sprudelndes Etwas hin. Da das allerdings total langweilig ist, hier ein paar Ideen für euch, wie ihr das Ganze so richtig toll aufpeppt:

ein tolles Herz mit Lavendelblüten und ätherischem Lavendelöl – auf meinem letzten Seminar entsanden

Rosentraum
Grundrezept +
– einige Tropfen Rosenholzöl oder ätherisches Rosenöl (Achtung, ihr braucht wirklich nur 2 oder 3 Tropfen, da es sehr intensiv ist)
– ein paar Blütenblätter einer unbehandelten Rose
– etwas Mandelöl
– eine Herzform


Lavendel-Stern
Grundrezept+
– einige Tropfen ätherisches Lavendelöl
– getrocknete Lavendelblüten (nur die blauen Blütenköpfe)
– etwas Mandelöl
– wenige Tropfen blaue Lebensmittelfarbe, nach belieben kosmetischer Glitzer in silber
– eine Stern-Form


fresh Summer
Grundrezept +
– ein paar Tropfen ätherisches Öl Zitrone und Ylang Ylang
– ein wenig geriebene Zitronenschale (bio)
– etwas Jojobaöl


Das Wichtige bei der Herstellung ist, dass ihr alle trockenen Zutaten gut miteinander vermischt. Gebt auch eventuelle Farbe und Glitzer schon mit hinein und achtet darauf, nicht zu viele Blüten zu nehmen, bzw. große Blütenblätter ein wenig zu zerkleinern.
Dann kommt der Trick mit dem Wasser.
Besorgt euch am Besten einen ganz feinen Zerstäuber für Parfum.

Damit gebt ihr ganz wenig Wasser auf die Mischung und rührt gut um (das geht am besten mit euren Händen, bitte vorher gründlich waschen und desinfizieren).

Dann wieder ein wenig Wasser, wieder rühren und so weiter, bis die Mischung von selbst zusammenbappt.
Dann gebt ihr sie in eure Form – hier ist eurer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Bälle, Sterne, Herzen, freihändige Figuren. All das geht wunderbar. Ich nutze entweder Silikonformen oder feste Formen aus dem Bastelladen.

Drückt die Mischung nun gut fest, wartet einen Moment und stülpt das Ganze dann auf eine feste Unterlage.
Die Badebombe muss nun noch ein wenig trocknen und kann dann verpackt werden. Sie hält sich i.d.R. mindestens ein Jahr lang.

Viel Spaß beim ausprobieren und kreativ sein mit Formen, Farben, Düften und Blüten.


Mein besonderer Tipp:
Mit weihnachtlichen Düften wie Zimt und Anis versehen, sind Badebomben auch eine großartige Geschenkidee zu Weihnachten.
Als Dekoration eignen sich wunderbar ganz kleine Zweige von Nadelbäumen. Das duftet extra gut!
Gern könnt ihr auch besondere Seelenschmeichler für den Winter mit einarbeiten. Mehr zu ätherischen Ölen für die Winterzeit findest du in diesem Blog.

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eine mediterrane Kräutermischung – so geht’s

Der Herbst naht mit großen Schritten. Zeit, die letzten Kräuter zu ernten, solange sie noch schön sind.

Heute habe ich mir eine italienische Mischung zusammengestellt für alle möglichen Nudelgerichte und sonstige mediterrane Küche.

Die Grundmischung besteht aus folgenden Kräutern:
Basilikum
Thymian
Oregano
Salbei
Rosmarin
Schnittknoblauch

ein ganzer Strauß voller frischer, duftender Kräuter

Diese Kräuter konnte ich noch ein letztes Mal in großen Mengen ernten und mich an ihrem großartigen Duft erfreuen. Schade, dass es noch keine Übertragungsmöglichkeiten dafür gibt.
Da ich so viel hatte, habe ich verschiedene Sachen hergestellt.

Einen großen Teil habe ich klein gehakt in Eiswürfelformen eingefroren. So kann ich pro Nudelsauce eine Portion entnehmen und habe immer frische Kräuter drin.

Einen Teil habe ich so gelassen und einige Flaschen Kräuteröl daraus gemacht.
Hier findest Du eine detaillierte Anleitung für die Herstellung eines Kräuteröls.

Aus dem Rest habe ich ein Kräutersalz gemacht. Das eignet sich super zum Verfeinern von Salaten, Tomate-Mozarella oder anderen italienischen Gerichten.
Lies hier nach, wie du ein Kräutersalz auf verschiedene Arten machen kannst.


Insgesamt 3 tolle Möglichkeiten, den Sommer zu bewahren und sich das Leben ein bisschen leichter zu machen.
Die Italiener unter Euch mögen mir vergeben, wenn die Mischung nicht 100 prozentig authentisch ist, aber meiner Familie und unserem Freundeskreis schmeckt es so hervorragend 😉


Mein besonderer Tipp:
Macht aus der Mischung auch gern eine Kräuterbutter! Der Geschmack ist großartig!

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ökologisch Wäsche waschen mit Kastanien – so geht’s

Wir alle versuchen mehr oder weniger ökologisch zu leben. Und ein wichtiger Punkt ist das Wäsche waschen. In den letzten Jahren waren die indischen Waschnüsse total im Trend.
Die haben allerdings einige Nachteile: sie werden um die halbe Welt gekarrt und stehen den Einheimischen nicht mehr zur Verfügung, weil sie durch die große Nachfrage viel zu teuer geworden sind. Dadurch müssen die Menschen vor Ort auf synthetische Waschmittel zurückgreifen und das belastet die Umwelt sehr stark, da keine oder wenig Kläranlagen zur Verfügung stehen.

Was können wir nun tun, um ökologisch zu waschen? Gibt es Alternativen mit regionalen Produkten?
Ja na klar!

Eine der besten und mit Abstand günstigsten sind die Kastanien!


Das Verfahren ist folgendes:
Du kannst frische oder getrocknete Kastanien nehmen. Das ist egal.
Du schneidest die frischen Kastanien klein oder zerkleinerst die getrockneten – ein guter Mixer oder nen Hammer (Kastanien in dem Fall bitte in einen alten Kopfkissenbezug ö.A. geben) tun den Job wunderbar. Ich nehme immer eine gute Handvoll für eine Ladung Wäsche von ca. 4-5kg.
Die zerkleinerten Kastanienstücke kommen entweder in ein Wäschenetz und dann direkt in die Trommel, oder (und die Variante bevorzuge ich) in ein Schraubdeckelglas. Das wird dann mit der doppelten Menge Wasser aufgefüllt. Die Mischung muss jetzt bis zu einigen Stunden stehen, damit sich die Saponine, das sind die waschaktiven Substanzen, lösen. Besonders bei getrockneten Früchten ist das wichtig.
Dann kommt die abgesiebte Flüssigkeit in das Fach für flüssiges Waschmittel und du wäschst die Wäsche ganz normal bei 30 – 60 °C.
Die Flüssigkeit hebt sich nicht wirklich auf, also immer frisch verwenden, die benutzten Kastanien kommen auf den Kompost oder in die Biotonne.

Die Wäsche wird sehr gut sauber, aber riecht nach nix. Du kannst gern noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben, wenn du einen Duft haben möchtest, als Weichspüler kannst du einen kleinen Schluck Essig ins entsprechende Fach der Waschmaschine geben.

Weiße Wäsche wird mit der Zeit grau, da keine optischen Aufheller enthalten sind und sich der Kalk in den Fasern ablagert.
Für gemischte Buntwäsche finde ich die Version allerdings absolut optimal und ich bin jedes Mal mit der Waschleistung total zufrieden.


Schlimme Verunreinigungen können mit Kernseife oder (nicht ganz so ökologisch korrekt) einem Vorwaschspray vorher behandelt werden.


Mein besonderer Tipp:
Das Ganze funktioniert auch mit Efeu oder der Wurzel des Seifenkrauts.

 


Eine Webinar, in dem ich dir alle Möglichkeiten genau vorstelle, gibt es am 19.9. abends auf Edudip. Hier findest du alle Infos und die Möglichkeit der Buchung.

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Kräuter richtig trocknen

Nun ist die Zeit der Fülle da und wir können viele tolle Kräuter ernten. Doch was dann?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie weiter zu verarbeiten.
Man kann sie zum Beispiel klein hacken und einfrieren. Dies bietet sich vor allem bei Küchenkräutern wie Basilikum oder Petersilie an.
Aber alles, was in die Weiterverarbeitung geht wie Tees, Tinkturen und Mazerate erfordert in der Regel getrocknete Kräuter. Und auch nur so lassen sich Kräuter in größeren Mengen gut aufbewahren.

Deshalb möchte ich Dir verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie Du das richtig und effektiv machst.

Das Trocknen an sich ist sehr einfach und es gibt nur wenig zu beachten.

verschiedene Getrocknete Kräuter und Hagebuttenschalen

Achte auf einen geeigneten Untergrund.
Dies kann Küchenkrepp sein oder auch Fliegengitter, dass auf einen Holzrahmen gespannt ist.
Gut ist es, wenn sich das Ganze bewegen lässt. So nehme ich sehr gern ein großes Holzbrett oder Tablett, lege es mit Küchenpapier aus und gebe dann darauf meine Kräuter.
Bitte benutze keine Zeitung. Die Druckerschwärze ist auch heutzutage noch nicht wirklich gesund 😉


Achte auf das richtige Licht.
Bitte Kräuter niemals in der direkten Sonne trocknen. Die UV-Strahlung und die Hitze lassen wichtige Stoffe wie ätherische Öle leicht verfliegen und Vitamine und Eiweiße gehen kaputt.

Trockne Deine Kräuter grundsätzlich im Schatten und an einem gut belüfteten Ort.


Trockne vollständig durch.
Die Kräuter müssen vollkommen trocken sein, bevor Du sie in Gläser, Tüten oder sonstige Gefäße verpackst.
Du erkennst dass sie trocken sind daran, dass Blätter zwischen den Fingern zerbröseln und kleine Stängel mit einem Knacks durchbrechen.

Nicht vollständig trockene Kräuter werden über kurz oder lang anfangen zu schimmeln. Und dann müsstest du das ganze Gefäß wegschmeißen.


Nimm die richtige Art zu trocknen.
Pflanzen, bei denen man das ganze Kraut erntet oder die große Blütenstände haben, wie zum Beispiel Beifuß, Lavendel oder Brennnessel, bindet man am unteren Stängelende zusammen und trocknet sie kopfüber hängend. Hier bietet es sich an, ein Tuch drunter zu legen, da die Blütenstände oft ein wenig krümeln beim Trocknen. So gewinnt man sogar noch diese und hat keine Sauerei auf dem Fußboden.
Alle anderen Kräuter liegen entweder auf Papier oder eben auf bespannten Rahmen. Eine sehr kreative Idee sind auch diese Röhren, in denen man zum Beispiel Stofftiere aufbewahren kann und die aus verschiedenen Etagen und Netzstoff bestehen.

Eine Trocknung im Ofen oder Dörrapparat sollte nur in ganz seltenen Ausnahmefällen gemacht werden, wenn es wirklich gerade nicht anders geht. Ansonsten sind mir persönlich die Temperaturen dort zu hoch.


Trockne Sortenrein.
Trockne die einzelnen Kräuter getrennt voneinander. Mischen kannst Du sie dann immer noch, wenn Du sie weiterverarbeiten möchtest.
So gehst Du sicher, dass Du dann genau das hast, was Du benötigst.


Bewahre deine getrockneten Schätze richtig auf.
Die Aufbewahrung der fertig getrockneten Kräuter sollte kühl und vor allem dunkel und trocken erfolgen. Du kannst Schraubdeckelgläser, andere Gläser mit Deckel, Papiertüten oder verschiedene Container benutzen.
Beschrifte alle Gefäße immer mit dem Namen des Inhalts und dem Monat und Jahr, in dem Du es abgefüllt hast. So behältst Du auch im wachsenden Vorrat den Überblick 😉


Mein besonderer Tipp:
Getrocknete Kräuter bewahre ich maximal 1-2 Jahre auf. Danach verwende ich sie aber noch noch. Tolle Ideen sind Badezusätze oder das Räuchern, manchmal gehen auch Duftkissen noch.
Sammle und trockne also nur soviel, wie Du benötigst. Taste Dich dazu einfach über ein paar jahre hinweg ran. Du weißt zum Schluss ganz gut, wie viel Du benötigst.

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einen Holler-Auszug herstellen

Der Holunder steht in den meisten Regionen in voller Blüte. Zeit, sich ans Werk zu machen und einen wundervollen Holler-Auszug herzustellen.
Es gibt dazu so viele Rezepte wie Leute, die ihn herstellen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle klarstellen, dass dies die Methode ist, nach der ich seit vielen Jahren arbeite und die mir einfach am besten gefällt.


Zutaten:
5-10 Blütendolden vom Holunder
2l Wasser
2 Bio-Zitronen

Holunderblüten

Die Blütendolden (rein botanisch gesehen handelt es sich um Trugdolden) sollten an einem warmen und trockenen Tag zur Mittagszeit gepflückt werden. Achtet bitte um einen respektvollen Umgang mit der Natur beim Sammeln, Holunderbeeren sind ein wertvolles Futter für viele Wildtiere.
Legt danach die Dolden auf ein Tablett oder einige Stücke Küchenpapier aus. Auf den Blüten sitzen fast immer kleine Tierchen, die so die Möglichkeit zum Abwandern haben.

Dann kommen die Blüten in einen großen Topf und werden mit 2l Wasser übergossen. Ich lasse die kleinen dünnen Stängel dran, entferne aber den großen Stiel. Dazu kommt die in Scheiben geschnittene Zitrone.

Das Ganze wird nun aufgekocht und darf einige Minuten lang leise köcheln. Nach ca. 10 Minuten mache ich den Herd aus.
Nun lasse ich den Topf mit Deckel drauf einige Stunden lang stehen. Selten sind es mehr als 3 oder 4 Stunden. Ein ziehen lassen über Nacht oder gar mehrere Tage lang mache ich nicht, dafür bin ich zu ungeduldig 😉

Jetzt filtert man die Flüssigkeit durch ein Tuch oder sehr feines Sieb ab und fängt alles in einem neuen Topf auf.

Aus diesem Auszug lassen sich nun alle möglichen Dinge zubereiten.
Man kann daraus den beliebten Hollersirup kochen. Dazu einfach auf die 2l Flüssigkeit 1-2 kg Zucker dazugeben, aufkochen lassen und in sehr saubere Flaschen füllen. Gegebenenfalls könnt ihr den Geschmack durch die erneute Zugabe von Zitronensaft oder Zitronensäure noch ein wenig anpassen.

Es lassen sich auch wundervolle Gelees kochen. Entweder pur oder mit Obstsäften zusammen. Haltet euch hier einfach an die Anweisungen des entsprechenden Herstellers des Geliermittels.

Tipp:
Meine Kinder lieben es, wenn ich eine Erdbeermarmelade koche und dazu etwas von dem Holler-Auszug dazugebe.

Experimentiert einfach ein bisschen herum und lasst euch von der Fülle der Aromen inspirieren.

Viel Spaß dabei.

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Salbenküche – eine kräftige Heilsalbe

Nachdem ich nun mein Pappelöl abgefiltert habe, hat mich die Muse geküsst und mir kam die Idee, daraus mit anderen Ölen eine Heilsalbe herzustellen.
Da ich 2 Kinder haben und selbst viel in der Natur unterwegs bin, könnt Ihr Euch meinen Bedarf an Heilsalbe sicher gut vorstellen.


Also habe ich meinen Medizinschrank aufgemacht und siehe da:
Es strahlten mich 2 Gläser mit Ölen an, die verarbeitet werden wollten.

Und so kam ich zu diesem Rezept:

130 ml Ringelblumenöl (so stellst Du einen Ölauszug her)
120 ml Pappelöl
50 ml Rötöl

alle Zutaten werden langsam im Wasserbad erwärmt, das Bienenwachs beginnt schon zu schmelzen

Das ganze habe ich mit einer kleinen Menge Kakaobutter und 25g Bienenwachs erwärmt bis das Wachs geschmolzen war. Gut durchgerührt und dann sofort in Salbendosen abgefüllt.

die fertige Heilsalbe: 2 große Dosen für zu Hause und eine kleine für Unterwegs

Das Ergebnis ist eine großartige, sehr gut verreibbare Salbe, die einen tollen balsamischen Duft hat. Sie zieht erstaunlich schnell ein und hinterlässt ein sehr weiches Hautgefühl.

Diese Salbe kann auf alle wunden Hautstellen aufgetragen werden. Bei Entzündungen, gerade geschlossenen Wunden, Abschürfungen, Ekzemen (bitte erst auf Verträglichkeit testen wegen der Ringelblumen), rauhen Hautstellen, Abszessen, Pickeln und leichten Verbrennungen. Sie sollte sehr heilkräftig sein und so ungefähr alles abdecken, was an Hautproblemen auftauchen kann.


Ich werde einmal selbst beobachten, was diese Salbe so kann und euch auf dem Laufenden halten.
UPDATE: Ich habe damit einen entzündeten, eingewachsenen Zehennagel bei meinen Sohn behandelt. 2 Nächte lang einen Salbenverband und es war danach komplett weg (und ja, ich bin vom Fach, ich weiß, was ich tue 😉 )

Viel Spaß beim selbst ausprobieren.

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DIY – Bastelanleitung für Brighids Cross

Brighids Cross war und ist auf den Britischen Inseln und besonders in Irland ein wichtiger Bestandteil der Bräuche um Imbolc.
Es wurde entweder selbst hergestellt oder man bekam es von Nachbarn oder Freunden geschenkt.

Es wurde im Haus und Hof aufgehangen, um die heilige Brighid um ihren Schutz zu bitten.

Die Form des Kreuzes erinnert sehr an uralte Sonnensymbole und lässt so die Verbindung zur keltischen Gottheit Brighid erkennen. Die Göttin des Feuers, der Flammen und der Schmiedekunst.


Nun möchte ich euch zeigen, wie ihr ein solches Kreuz ganz leicht selbst herstellen könnt.

Ihr benötigt dazu lediglich einige Halme Stroh oder Binsen. Es sollten mehrere Stück sein, je nachdem wie groß ihr Euer Kreuz haben möchtet. Dazu noch 4 kurze Stücke Bindfaden.

Zuerst nehmt ihr einen Halm, den ihr in der kompletten Länge lasst. Alle anderen Halme werden in der Mitte geknickt.

so fängt man an

Den ersten geknickten Halm legt ihr genau in der Mitte des gerade um ihn herum, so dass ein T entsteht.

ein geknickter Halm wird über einen geraden gelegt

Nun dreht ihr das Ganze um 45° und legt wieder einen Halm über die Mitte.

der 2. Halm kommt dazu

Wieder drehen und den nächsten Halm über die Mitte legen.

nun ist schon ein Kreuz entstanden

Das Ganze wiederholt ihr so lange, bis das Kreuz eine Größe erreicht hat, die euch gefällt. Es sollte aber nicht zu groß werden, die Mitte darf nicht zu mächtig werden. Vertraut da einfach auf euer ästhetisches Empfinden und euer Bauchgefühl.

das war mir noch zu dünn

Die losen Enden des letzten Halms legt ihr nicht frei an, sondern steckt sie in die gegenüberliegende Schlaufe (s. roter Kreis). So entsteht ein geschlossener Kreislauf.

das letzte Ende wird in eine Schlaufe gesteckt

Bindet die losen Enden mit einem Stück Schnur zusammen und fertig ist euer Brighids Cross. Ein Talisman um Haus und Hof zu schützen. Wenn ihr ihn am Imbolc aufhängt, bittet Brighid in einem kleinen Gebet um Schutz.

das fertige Brighids Cross

Gutes Gelingen und viel Freude beim Nachbasteln.

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Mit Sprossen fit durch den Winter

Oftmals fällt einem im Winter die gesunde Lebensweise besonders schwer. Da gibt es zu den Feiertagen ausgedehnte Essensgelage, man ist weniger draußen und das teils schlechte Wetter drückt aufs Gemüt.

Toll wären da doch frische Sachen, die bestenfalls auch noch selbst herzustellen sind.

Sprossen sind da die perfekte Lösung!

Als Sprossen bezeichnet man umgangssprachlich frisch gekeimte Samen. Dabei müsste es eigentlich korrekterweise Keimlinge heißen. Diese Samen können von vielen verschiedenen Pflanzen kommen und werden meist roh verzehrt, können aber auch gebraten, gekocht oder eingelegt werden.

Besonders gut eignen sich:

  • Kräuter und Wildkräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidesorten
  • Gemüse

Das Ziehen der Keimlinge ist ganz einfach und kann auf vielerlei Arten erfolgen.

Auf Küchenpapier:
Es werden 2-3 Lagen feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale gelegt. Auf dieses feuchte Papier werden dann die Samen gestreut und können keimen.
Das Papier immer gleichmäßig feucht halten und beizeiten ernten. Bitte achtet penibel auf Schimmelbildung. Die feinen Wurzelhäärchen aber nicht mit Schimmel verwechseln.

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr kleine Samen von Kräutern und Getreiden.

In einem Glas:
Hierbei werden die Samen in ein Glas mit wenig Feuchtigkeit gelegt und können dort keimen. Man kann das Glas mit Gaze abdecken, aber bitte nicht mit einem Deckel verschließen.
Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Samen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich, die Samen jeden Tag mehrmals mit frischem Wasser abzubrausen und überflüssige Feuchtigkeit abzugießen, damit sich kein Schimmel bildet. Es gibt auch spezielle Keimgläser im Handel zu kaufen.

Weizenkörner in einem Keimglas

In einem Keimgerät:
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgeräte. Von ganz kleinen Schüsseln mit eingesetzten Sieben bis hin zu mehrstöckigen Apparaten ist alles verfügbar. Große Geräte eignen sich aber nur, wenn man regelmäßig eine große Menge Keimlinge benötigt.
Hier kann man sich an die mitgelieferte Bedienungsanleitung halten um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kresse, die gerade in einer Keimschale auskeimt

Grundsätzlich sollte man auf Hygiene achten und die Keimlinge regelmäßig auf Schimmelbildung untersuchen. Samen in Keimgläsern sollten mehrmals täglich abgebraust werden.
Samen von Hülsenfrüchten kann man vor dem eigentlichen Keimen gut eine Nacht in Wasser einweichen. Dies unterstützt das schnellere Gelingen.

Nicht benötigte Keimlinge können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Doch warum sind Sprossen nun so gesund und wertvoll?

Mungobohnensprossen Von Yosri at ms.wikipedia – Transferred from ms.wikipedia

Sprossen enthalten eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie tragen zur guten Versorgung des Körpers mit all diesen frischen Nährstoffen bei. Außerdem sind sie sehr umweltbewusst, weil sie direkt vor Ort in der heimischen Küche ohne großen Energieaufwand und rein biologisch produziert werden können.
Sie enthalten viele Vitamine und Proteine. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C, E und Niacin (wichtig für den Cholesterin-Stoffwechsel). So decken zum Beispiel 50g Weizenkeimlinge den täglichen Vitamin B1 Bedarf und die Hälfte des Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen (Quelle: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Pichler).

Hier noch einige Beispiele für tolle Sprossen:

  • Kräuter und Gemüse wie Knoblauchsrauke, Brennnessel, Kresse, Schnittlauch, Rukola, Brokkoli – es eignen sich grundsätzlich alle essbaren (Wild-)Kräuter und Gemüse
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, weiße Bohnen, Mungobohnen
  • Getreide wie Gerste, Alfalfa oder Weizen

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen.

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