Kräuterportrait Ringelblume

Die Ringelblume ist eine der bekanntesten Heilpflanzen in unserer Region. Ich erinnere mich an den Garten meiner Oma, wo die wunderschönen orangenen Blüten die Wege säumten. Sie stellte daraus eine Salbe her, mit der sie die ganze Familie versorgte.
Ich führe diese Praxis fort und habe heute immer einen Tiegel mit selbst hergestellter Ringelblumensalbe zu Hause.

eine wunderschöne Blüte der Ringelblume

Die Ringelblume, Calendula officinalis, ist eine einjährige Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa und wird spätestens seit dem Mittelalter als Heilpflanze in unseren Gärten angebaut.
Sie wird ca. 40-60 cm hoch und verzweigt sich in den oberen Abschnitten. An den Enden der Stängel wachsen die schönen Blüten, die meist kräftig orange sind. Es gibt aber auch gefüllte, panaschierte oder gar gelbe Sorten.
Erntet man die oberste Blüte, bilden sich an den Seitentrieben neue Blüten, so dass eine einzige Pflanze viele Blüten hervorbringen kann. Die Blätter sind fein behaart und von einem kräftigen grün. Am unteren Ende der Pflanze sind sie eher rundlich und wenig spitz, am oberen Ende werden sie immer dünner, länglicher und spitzer.

Blätter und Blütenknospe

Ich lasse im Laufe eines Jahres immer ein paar Blüten heranreifen und habe so immer einen Vorrat an eigenen Samen.


Die wichtigste Inhaltsstoffe der Ringelblume sind Saponine, ätherisches Öl (vor allem ein hoher Anteil an Azulen, das für die Wundheilung zuständig ist), Schleimstoffe, Farbstoffe, Kieselsäure in den Blättern, viele Mineralstoffe und Salicylsäure.

Die Ringelblume ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen. Ihre Verwendung als Salbe ist am populärsten. Früher geschah das als Auszug in Ziegenbutter oder Schweineschmalz, heute werden eher Ölauszüge als Salbenbasis genommen.

Verschiedene Möglichkeiten, eine Ringlblumensalbe ganz einfach selbst herzustellen, findest du hier.


Anwendung
Die wohl populärste Anwendung der Ringelblume ist die der Wundheilung. So hilft sie bei schlecht heilenden Wunden, offenen Stellen, bakteriellen Entzündungen der Haut und Abszessen, zur Wundheilung bei Schnittverletzungen und Brandwunden. Bei offenen Wunden werden traditionell Waschungen mit Tee oder Tinktur durchgeführt oder in Tee getränkte Kompressen aufgelegt – hier bitte nie Salben aufbringen.

Die Ringelblume ist auch eine tolle Pflanze zu Unterstützung der Leber (Wickel) und hilft bei Augenentzündung (hier bitte unbedingt auf fertige Präparate aus der Apotheke zurückgreifen und nicht selbst experimentieren).
Sie baut das Gewebe nach Verletzungen wieder auf, so dass sie sehr gut bei fast allen Problemen im Mundraum angewendet werden kann. Eine Spülung kann bei Aphten, Herpes oder Entzündungen im Mundraum gut helfen.


Ringelblumen trocknen
Man erntet die Blütenköpfe der Ringelblume an einem trockenen Tag, am Besten um die Mittagszeit. Wichtig ist, dass die Blüten trocken sind.

Auf einem Trockengitter oder einem mit Küchenpapier ausgelegtem Tablett werden die Blüten ein paar Tage getrocknet. Dann zupft man die farbigen Blütenblätter vorsichtig aus und legt diese zum weiteren Trocknen auf ein Küchenpapier. Wenn die Blüten endgültig trocken sind (man hört es dann rascheln, wenn man mit den Fingern durchfährt), füllt man sie in ein Schraubdeckelglas und beschriftet es mit Pflanze und Datum. Getrocknete Blütenblätter sind maximal 1 Jahr lang haltbar.


mein besonderer Tipp:
Trocknet euch separat auch immer ein paar Blätter mit. Sie enthalten viele Mineralstoffe, vor allem Kieselsäure, und sind entweder als Tee oder jung auch frisch im Salat sehr gesund.

Viel Spaß nun beim Entdecken dieser großartigen und alten Heilpflanze.

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Pflanzenportrait – Holunder

Vor ein paar Jahren gab es einen tollen Sommertrend. Der HUGO- überall gab es ihn zu trinken. Ein eisgekühlter Cocktail aus Sekt, frischer Minze und Holunderblütensirup.
So verhalf der HUGO dem Holunder zu deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Denn er ist super vielseitig und fast überall zu finden.

die ganz jungen Blätter im zeitigen Frühjahr

In früheren Zeiten war der Holunder, Sambucus nigra, von keinem Gehöft oder Haus wegzudenken. War er doch der Baum des Schutzes und Sitz der alten Göttin: Holle, Holda oder Percht war ihr Name. Sie stellte die Verbindung zur Unterwelt dar und man brachte ihr Opfergaben mit der Bitte um Schutz. Die Bauersfrauen berichteten der Göttin von ihren Sorgen. Frau Holle nahm sie mit in die Unterwelt und kümmerte sich darum.

die Blätter in voller Pracht

Der Holunder ist ein Baum der Gegensätze. Sind seine Blätter und das Holz bestenfalls unverträglich, so sind seine Blüten und Früchte ein wahrer Schatz an Aromen und Heilstoffen. Die schneeweißen Blüten stehen im absoluten Gegensatz zu den schwarzen Beeren.

die wundervoll zarten Blüten

Seine Rinde ist meist recht deutlich gefurcht, er wächst in der Regel als Strauch und kann mehrere Meter hoch werden. Seine Blätter sind unpaarig gefiedert. Wichtiges Erkennungszeichen sind die markgefüllten Äste, aus denen sehr wahrscheinlich schon zu prähistorischen Zeiten Flöten hergestellt wurden. Die Blütenstände sind meist recht groß und in Trugdolden angeordnet. Die Blüten sind weiß.

vollreife Holunderbeeren sind fast schwarz und schön glänzend

Man findet den Holunder meist in der Nähe von menschlichen Siedlungen, in Parks, Gärten oder an Straßenränder. Aber auch in lichten Wäldern ist er oft anzutreffen.

Im Frühling, bis in den Frühsommer hinein, ist die Zeit der Holunderblüten.
Achtet aber beim Sammeln bitte immer darauf, von jedem Baum immer nur ein paar wenige Blütendolden zu nehmen. Erstens benötigen die nektar- und pollensammelnden Insekten den Holunder sehr dringend, zweitens sind die Beeren wichtiges Futter für allerlei Wildtiere.


Es gibt so viele tolle Rezepte, die teilweise recht unterschiedlich, aber alle sehr lecker sind. Aus dem riesigen Schatz möchte ich euch hier ein paar Anregungen geben:

Hollerküchlein
Man sammelt die Blütendolden an einem trockenen und sonnigen Tag und legt sie zu Hause (am besten draußen) ein wenig auf ein Küchentuch, damit die Insekten abwandern können.
Währenddessen bereitet man einen Teig zu.
Es kann ein Bierteig sein oder auch ein etwas festerer Eierkuchenteig. Im Teig wälzt man die ganze Blüte und bäckt sie im heißen Fett goldbraun aus.


Holunderblütensirup
Die Blüten werden mit einer kleingeschnittenen Zitrone kurz aufgekocht, 1-12h stehen gelassen, dann filtert man alles Feste (am besten durch ein Tuch) ab, gibt je nach Menge Zucker hinzu und kocht das ganze ein wenig ein, bis sich eine sirupartige Konsistenz ergibt.

Hier gibt es eine genaue Anleitung für einen Holler-Auszug.


Holunderblüten-Räucherwerk
Die gesammelten Holunderblüten werden auf einem Küchentuch getrocknet und können wundervoll verräuchert werden.
Sie bringen Schutz, Wohlstand und man kann Holunderblüten wunderbar in Segensräucherungen geben.


Holunderblütentee
Der Holunderblütentee oder Fliedertee, wie er früher genannt wurde, wird seit Urzeiten angewendet. Vor allem bei Erkältungen kann man ihn zur Schwitzkur trinken.
Er unterstützt das Immunsystem und wirkt leicht stimmungsaufhellend.
Zudem schmeckt er sehr lecker und muss meist gar nicht zusätzlich gesüßt werden.


Eine ganze Reihe von Rezepten mit Holunderbeeren findest Du in diesem Blog.


Mein besonderer Tipp:
In der kalten Jahreszeit findet man auch oft die Judasohren auf dem Holz des Holunders.

 

all pics by Stefanie Ziege, Pic Holunderbeeren by Torsten Winter

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Kräuterportrait Beinwell

Beinwell, Symphytum officinale, ist eine großartige Heilpflanze und dazu auch noch eine wunderbare Hummelweide.
Schon seit Urzeiten wird Beinwell zur Behandlung von allen möglichen knöchernen Erkrankungen verwendet. Schon der Name Bein- (Knochen) well (gut) deutet auf diese Verwendung hin.


Beschreibung:
Die Pflanze ist mehrjährig und wächst auf guten, eher feuchten Böden. Sie kommt gut mit vollsonnigen, aber auch mit schattigeren Plätzen zurecht. Man kann sie in Deutschland wild finden aber auch super im Kübel oder Garten anbauen. Die Blätter sind recht groß, spitz zulaufend, mit deutlicher Blattaderung und rau behaart. Aus der Wurzelbasis wachsen die Blütenstängel mit einigen Blättern daran hervor, die mit vielen lilafarbenen Blüten besetzt sind. Sie erinnern ein bisschen an Glockenblumen. Es ist eine wahre Freude, im Sommer den Hummeln zuzusehen, wie sie emsig den Nektar saugen und nur noch ihr kleiner Fellpopo raus schaut 😉
Die Wurzel des Beinwell ist außen dunkelbraun bis schwarz und innen hell, fast weiß. Zerbricht man ein Stück, merkt man sofort den klebrigen Schleim, der in ihnen enthalten ist.

an der Blattunterseite sind sehr deutlich die rauen Haare zu erkennen

 

der Blütenansatz
die Blattaderung ist sehr deutlich zu erkennen

Hauptinhaltsstoffe:
Allantion, Gerbstoffe, Schleimstoffe


Verwendung:
Die Blüten des Beinwell können zu Dekorationszwecken verwendet werden, auch die Blätter sind rein theoretisch in kleinen Mengen essbar. Dies ist aber aufgrund der rauen Haare nicht wirklich eine große Freude.

Die hauptsächliche Verwendung liegt beim Beinwell im medizinischen Bereich.
Die Blätter werden in der Volksheilkunde zu Breiumschlägen oder Blattauflagen bei Rückenschmerzen oder zur Linderung von so ziemlich allen knöchernen Beschwerden und Gelenkbeschwerden verwendet.

Aus den Wurzeln lässt sich eine großartige Tinktur herstellen, die so wie die frischen Blätter zu verwenden ist. Sie kann alle möglichen Knochen- und Gelenkbeschwerden wie Rückenschmerzen, Prellungen, Verstauchungen, Verspannungen, Muskelschmerzen, Zerrungen usw. lindern .

die frisch angesetzte Tinktur
Beinwellwurzeln

Mit einem Ölauszug aus Beinwell-Wurzeln lässt sich später eine großartig Heilsalbe herstellen. Sie wird genau wie Tinktur oder Frischsaft verwendet.

 

 

 

In der Schwangerschaft ist Beinwell bitte nur nach Absprache mit dem Arzt einzusetzen und dann auch nur äußerlich.

Haltet dieses Jahr bei euren Streifzügen in der Natur einmal Ausschau nach dem wundervollen Beinwell. Vielleicht entdeckt ihr ihn ja.
Viel Freude dabei.

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Pflanzenportrait – Pappelknospen

Genau jetzt ist vielerorts die Zeit, um Pappelknospen zu sammeln. Die Pappeln, Populi sp., verlieren in den Frühjahrswinden sehr leicht dünne Äste, die dann auf dem Boden unter dem Pappeln zu finden sind. An einem sauberen Ort kann man diese Äste aufsammeln und die Knospen abpflücken. Am besten sind die Knospen ganz kurz bevor sie sich öffnen und die frischen kleinen Blättchen zu sehen sind.

da ich vergessen habe, ein Foto zu machen, bevor ich sie in Öl eingelegt habe, habe ich sie euch nochmal auf einem Teller drapiert

Schon beim Pflücken merkt man, dass die Knospen harzig klebrig sind und einen leicht säuerlichen, balsamischen Geruch verströmen.

Die geernteten Knospen kann man vielfältig verwenden.
Sie eignen sich, um daraus einen Tee zu brühen. Die enthaltenen ätherischen Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und ein salicysäureähnlicher Stoff (wirkt ähnlich dem Aspirin) helfen, innerlich angewendet, gegen entzündliche Vorgänge im Körper wie Gicht oder Blasenentzündung, aber auch bei Magen-/Darmbeschwerden.
Der Tee kann auch äußerlich für Auflagen verwendet werden und ist bei Entzündungen der Haut und trockener Haut, sowie Ekzemen hilfreich.


Die wohl bekannteste Anwendung ist aber die Pappel-Salbe.
Um diese herzustellen, muss zuerst ein Mazerat aus den Knospen gewonnen werden.

Hier findet ihr eine Anleitung, wie ihr solch einen Ölauszug herstellt.


Dieser Ölauszug wird dann mit Bienenwachs verfestigt.
Das Verhältnis sollte 50g Öl zu 3-4g Bienenwachs sein, je nachdem wie fest ihr eure Salbe haben möchtet.

Gebt das Öl in ein Glas und dieses dann in ein Wasserbad. In das Öl kommt nun das Bienenwachs. Erwärmt alles ganz sanft und vorsichtig, bis das Wachs geschmolzen ist. Rührt kurz durch und dann kann die fertige Salbe schon abgefüllt werden.
Beschriftet eure Salbentigel mit Art der Salbe und Datum. Die Salbe ist ca. 1 Jahr lang haltbar.

Sie dient der Körperpflege, hilft gegen raue Haut, Ekzeme, Entzündungen und kann als Wundheilsalbe verwendet werden.

Für Fortgeschrittene kann das Pappelöl auch zu Cremes verarbeitet werden oder es kann mit anderen Ölen gemischt werden, um noch mehr Pflegeeigenschaften zu erhalten.

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Kräuterportrait – das Johanniskraut

Der Lichtbringer, nicht nur in der kalten Jahreszeit. Gepriesenes Kraut gegen Depressionen, Angst und nervöse Verstimmungen. Helfer bei Narben und allerlei Hautleiden.
Um das Johanniskraut ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Lasst uns zusammen mal etwas genauer hinschauen:

Vorkommen
Das echte Johanniskraut, Hypericum perforatum, wächst in unseren Breiten fast überall wild. Man kann es also wunderbar wild sammeln oder auch im eigenen Garten anbauen. Achtung: es verbreitet sich sehr stark. Da es aber eine großartige Bienenweide ist, tut man sogar unseren kleinen Freunden etwas Gutes. Man findet das Johanniskraut auf Wiesen, an Wegrändern oder auch an Waldrändern. Es mag gern sonnige Standorte, die nicht zu feucht sind.


Johanniskraut

Beschreibung
Das Johanniskraut wird ca. 30-70 cm hoch, ist mehrjährig und wächst bisweilen stark verzweigt. Man kann es vor allem an sonnigen Standorten finden, vom Waldrand bis zu sandigen Wegrändern habe ich das Johanniskraut schon überall angetroffen. Die gegenständigen Blätter sind länglich, etwas eiförmig und hellgrün mit einem ganz kleinen Hauch von grau. Charakteristisch sind die dunklen Punkte auf den Blättern die auch auf den Blütenblättern zu finden sind. Es handelt sich hier um Öldrüsen der Pflanze.
Die strahlend gelben Blüten wachsen in einer Trugdolde an den Enden der Stängel. Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, so tritt ein dunkelroter bis lilafarbener Saft aus. Daran kann man das Johanniskraut zweifelsfrei erkennen.


die wichtigstens Inhaltsstoffe
Hypericin, Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Pektin


Verwendung
Das Johanniskraut ist das Kraut der Sonne, der Wärme und des Wohlergehens. Seine leuchtend gelben Blütenblätter allein heben schon die Stimmung und verbreiten Sommer pur. So wird es in der Volksmedizin gegen depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angstzustände bis hin zu schweren Depressionen eingesetzt. Da mit solchen Krankheitsbildern aber nicht zu scherzen ist, hier der ganz klare Hinweis von mir, in solchen Fällen bitte immer einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Denn das Johanniskraut wird vor allem in der Pflanzenheilkunde sehr gern von Fachleuten empfohlen.

Traditionell wird es aber auch bei einer Vielzahl von anderen Erkrankungen angewendet. Bei Nervenschmerzen, bei entzündlichen Wunden und zur Blutstillung (auch nach der Geburt). Es reguliert den Hormonhaushalt der Frau in der fertilen Zeit genau so wie in den Wechseljahren und hilft auch bei Schlafstörungen und allgemeiner Schwäche.
Auch eine positive Wirkung auf Blase und Darm wird heilkundlich überliefert. So kann es bei Reizdarm und chronischen Darmerkrankungen genauso hilfreich sein wie bei Blasensteinen und Inkontinenz.

Das Johanniskraut wird als Tee, Tinktur oder als Mazerat, das bekannte Rotöl, eingesetzt. Hier findest du eine Anleitung zum Herstellen des Rotöls.


In der Räucherkunde wird das Johanniskraut zur Mittsommernacht geräuchert. Mit dem verbrennen des Krauts übergibt man Unglück und Krankheit dem Feuer.
Auch wurde zum Segnen und Schützen vor Dämonen und schlechten Einflüssen geräuchert.

die Blüte im Detail

In der Küche findet das Johanniskraut keine Verwendung, es ist rein medizinisch einzusetzen.


Bitte beachtet unbedingt, dass das Johanniskraut in allen Anwendungsformen die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Im Winter sehr förderlich, da der Körper das wenige Licht besser ausnutzen kann, wenn man sich unter freiem Himmel befindet, im Sommer allerdings kommt es u.U. eher zum Sonnenbrand.

Und nun wünsche ich Euch viel Freude bei der Annäherung an dieses wundervolle Heilkraut.

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diese ätherischen Öle helfen Dir gegen den Winterdown

Der Winter war dieses Jahr zwar in den meisten Regionen sehr mild, dennoch sehnen sich viele nach Frühling. Wärmere Temperaturen, Sonnenschein und das Gefühl von Aufbruch ins kommende Jahr können wir kaum noch erwarten.

Aber gerade wenn es uns nicht so gut geht, können wir einiges tun, um uns ein wenig besser zu fühlen.
Es gibt im Handel spezielle Tageslichtlampen. Diese simulieren einen sonnigen Tag und können eine Menge bringen. Spaziergänge an der frischen Luft und gemeinsame Zeit mit lieben Menschen können ebenso wohltuend sein.
Aber auch die Pflanzenwelt hält einiges bereit.

verschiedene ätherische Öle

Heute möchte ich Euch in die Welt der Aromatherapie entführen und Euch eine kleine Auswahl an ätherische Öle vorstellen, die gegen die typische Winterdepression helfen können.


Orange

– wird aus den Fruchtschalen gewonnen
– schafft ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlbefindens
– wird auch oft mit Gesundheit assoziiert
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet (bitte ein bisschen        vorsichtig sein, da es bei empfindliche Hauttypen durchaus zu Hautreizungen kommen kann)
– erhöht die Photosensibilität der Haut


Weihrauch

– wird aus dem Harz gewonnen
– der warme und süße Duft schmeichelt der Seele
– das Öl hilft bei Depression, Erschöpfung und Angst
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet


Bergamotte

– wird aus den Fruchtschalen gewonnen
– der frische, leicht zitronige Duft versprüht Frische und Klarheit
– das Öl hilft bei Depressionen, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Reizbarkeit
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet (bitte ein bisschen vorsichtig sein, da es bei empfindliche Hauttypen durchaus zu Hautreizungen kommen kann)
– erhöht die Photosensibilität der Haut


Rosmarin

– wird aus dem Kraut gewonnen
– der Duft ist frisch, würzig und wirkt klärend und anregend
– das Öl hilft bei Depressionen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Antriebslosigkeit
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet, zum Beispiel für Massagen
– bitte nicht in der Schwangerschaft, bei Epilepsie, Babys und Kleinkindern und empfindlicher Haut anwenden


Lavendel

– wird aus den Blüten gewonnen
– der würzige, blumige und warme Duft löst Entspannung und Wohlbehagen aus
– das Öl hilft bei Depression, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Kopfschmerzen
– kann universell angewendet werden in Duftlampen, Sprays, Parfüm, als Massageöl, in Bädern usw.


Jasmin

– wird aus den Blüten gewonnen
– der Duft ist weich, warm und blumig
– das Öl hilft bei Depression, Ängsten und Besorgnis und geringem Selbstwertgefühl
– es wird in Cremes, Parfüm und Massageölen eingesetzt
– es handelt sich um ein sehr exquisites, teures Öl – hier bitte unbedingt auf Qualität achten

Das sind nur ein paar Beispiele für ätherische Öle, die Euch im Winter gegen schlechte Laune, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen helfen können.

Viel Erfolg beim Ausprobieren.

Solltet Ihr das Gefühl haben, dass sich Euer Zustand trotz verschiedener Maßnahmen nicht bessert, sucht bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf.

 

 

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Mit Sprossen fit durch den Winter

Oftmals fällt einem im Winter die gesunde Lebensweise besonders schwer. Da gibt es zu den Feiertagen ausgedehnte Essensgelage, man ist weniger draußen und das teils schlechte Wetter drückt aufs Gemüt.

Toll wären da doch frische Sachen, die bestenfalls auch noch selbst herzustellen sind.

Sprossen sind da die perfekte Lösung!

Als Sprossen bezeichnet man umgangssprachlich frisch gekeimte Samen. Dabei müsste es eigentlich korrekterweise Keimlinge heißen. Diese Samen können von vielen verschiedenen Pflanzen kommen und werden meist roh verzehrt, können aber auch gebraten, gekocht oder eingelegt werden.

Besonders gut eignen sich:

  • Kräuter und Wildkräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidesorten
  • Gemüse

Das Ziehen der Keimlinge ist ganz einfach und kann auf vielerlei Arten erfolgen.

Auf Küchenpapier:
Es werden 2-3 Lagen feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale gelegt. Auf dieses feuchte Papier werden dann die Samen gestreut und können keimen.
Das Papier immer gleichmäßig feucht halten und beizeiten ernten.

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr kleine Samen von Kräutern und Getreiden.

In einem Glas:
Hierbei werden die Samen in ein Glas mit wenig Feuchtigkeit gelegt und können dort keimen. Man kann das Glas mit Gase abdecken, aber bitte nicht mit einem Deckel verschließen.
Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Samen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich, die Samen jeden Tag mit frischem Wasser abzubrausen und überflüssige Feuchtigkeit abzugießen. Es gibt auch spezielle Keimgläser im Handel zu kaufen.

Weizenkörner in einem Keimglas

In einem Keimgerät:
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgeräte. Von ganz kleinen Schüsseln mit eingesetzten Sieben bis hin zu mehrstöckigen Apparaten ist alles verfügbar. Große Geräte eignen sich aber nur, wenn man regelmäßig eine große Menge Keimlinge benötigt.
Hier kann man sich an die mitgelieferte Bedienungsanleitung halten um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kresse, die gerade in einer Keimschale auskeimt

Grundsätzlich sollte man auf Hygiene achten und die Keimlinge regelmäßig auf Schimmelbildung untersuchen. Samen in Keimgläsern sollten mehrmals täglich abgebraust werden.
Samen von Hülsenfrüchten kann man vor dem eigentlichen Keimen gut eine Nacht in Wasser einweichen. Dies unterstützt das schnellere Gelingen.

Nicht benötigte Keimlinge können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Doch warum sind Sprossen nun so gesund und wertvoll?

Mungobohnensprossen Von Yosri at ms.wikipedia – Transferred from ms.wikipedia

 

Sprossen enthalten eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie tragen zur guten Versorgung des Körpers mit all diesen frischen Nährstoffen bei. Außerdem sind sie sehr umweltbewusst, weil sie direkt vor Ort in der heimischen Küche ohne großen Energieaufwand und rein biologisch produziert werden können.
Sie enthalten viele Vitamine und Proteine. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C, E und Niacin (wichtig für den Cholesterin-Stoffwechsel). So decken zum Beispiel 50g Weizenkeimlinge den täglichen Vitamin B1 Bedarf und die Hälfte des Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen (Quelle: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Pichler).

Hier noch einige Beispiele für tolle Sprossen:

  • Kräuter und Gemüse wie Knoblauchsrauke, Brennnessel, Kresse, Schnittlauch, Rukola, Brokkoli – es eignen sich grundsätzlich alle essbaren (Wild-)Kräuter und Gemüse
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, weiße Bohnen, Mungobohnen
  • Getreide wie Gerste, Alfalfa oder Weizen

Und nun viel Spaß beim ausprobieren und genießen.

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Weihnachtsgewürze – lecker und gesund

Nun ist sie wieder da, die Zeit der duftenden Lebkuchen, Ingwerplätzchen und Zimtsterne. Die Weihnachtszeit versetzt viele von uns in die Kindheit zurück, die Düfte der Weihnachtsbäckerei lösen größtes Wohlbehagen aus.

Doch warum ist das so und was können die unterschiedlichen Gewürze, die wir besonders zur Weihnachtszeit verwenden, eigentlich so alles?

Lasst uns mal sehen:

weihnachtliche Gewürze in einem Gesteck

Zimt

Zimtrinde

Zimt stammt vom Zimtbaum, Cinnamomum, wobei es verschiedene Sorten dieser Pflanze im gesamten asiatischen Raum gibt. Er ist als Zimtstange (das ist die getrocknete Rinde) gemahlenes Pulver oder Zimtblüte zu finden. Verantwortlich für den klassischen Duft ist das enthaltene Zimtöl.

Schon seit vielen tausend Jahren wird Zimt verwendet. Früher als Räucherstoff und Medizin, heute hauptsächlich als Gewürz. In Europa ja hauptsächlich zur Weihnachtszeit, in vielen asiatischen Regionen aber ganzjährig.

Zimt hat diesen warmen, balsamischen Duft und wirkt heilsam bei Husten und Schnupfen, ist aber auch für den Magen gut und wirkt leicht abführend.

Ein klassisches Weihnachtsgebäck sind Zimtsterne, er aromatisiert aber auch vorzüglich den Glühwein und Zimtschnecken zusammen mit Kardamon.


Gewürznelken

Gewürznelken sind die Blütenknospen des Nelkenbaums Syzygium aromaticum. Er ist, wie viele andere Gewürzpflanzen auch, in Asien beheimatet.

Sie werden meist im Ganzen verwendet, können aber auch zu Pulver gemahlen werden. Auch in den Nelken ist sehr viel ätherisches Öl enthalten, dass den typischen Duft ausmacht. Gewürznelken wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend und sind hilfreich bei Blähungen. Sie helfen unter anderem bei Zahnschmerzen oder dem zahnenden Kind. Auch Mundwasser und Zahnpasta werden mit Nelkenöl versetzt.

In der Weihnachstzeit kommen die Nelken aber hauptsächlich zur Aromatisierung von Gewürzweinen und Likören zum Einsatz.

Eine wunderbar duftende Dekoration ist es, eine Orange mit Gewürznelken zu spicken und diese im Raum auszulegen.


Vanille

Vanilleschoten

Die Vanille ist die (fermentierte) Fruchtkapsel der Vanillepflanze, Vanilla planifolia, einer Orchideenart. Sie ist in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Vanille ist der Klassiker in der Küche wenn es um Süßspeisen und Gebäck geht, heute ist in fast allen industriellen Produkten (künstliches) Vanille-Aroma enthalten.
Ihr balsamischer, warmer Duft stammt von ätherischen Öl. Vanille wirkt stimmungsaufhellend, stoffwechselfördernd und regt die Verdauung an.

Sie wird meist direkt in Speisen gegeben. Hierzu wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten und das Mark, dass aus vielen kleinen schwarzen Samen besteht, herausgekratzt.
Die verbliebene Schote kann noch zur Herstellung von Vanillezucker oder Vanille-Extrakt verwendet werden.

Vanille ist in vielen Süßspeisen, Kuchen und Gebäck, sowie Getränken und Teezubereitungen enthalten.
Mein liebstes Weihnachtsrezept sind Vanillekipferl. 


Sternanis

Sternanis sind die Samen des echten Sternanis, Illicium verum. Sie haben eine unverwechselbare Form und ein ganz vorzügliches Anisaroma mit leichter Lakritznote. Sternanis und Anis sind aber 2 verschiedene Pflanzen, der Sternanis ist im asiatischen Raum beheimatet.

Er wird immer in ganzen Samen verkauft. Der Duft kommt vom Anisöl, desweiteren sind Saponine enthalten.

Er wirkt antibakteriell und antiviral, wirkt gegen Magenkrämpfe und Blähungen, regt die Verdauung an und die Saponine helfen bei Bronchialerkrankungen.

Sternanis aromatisiert hervorragend Gewürzweine, Liköre und Plätzchen, er kann auch wunderbar zusammen mit Zimt und getrockneten Orangen als Dekoration verwendet werden. Durch seine sternförmige Erscheinung passt er ja bestens zur Mythologie der Weihnachtszeit.

Sternanis

Ingwer

Beim Ingwer handelt es sich um das Rhizom des Ingwer Zingiber officinale. Auch er stammt aus Asien, ist heute aber fast auf der ganzen Welt zu finden. Ingwer ist heute in vielen Supermärkten ganzjährig zu bekommen und dient vielen als Gewürz und Zutat für allerlei Speisen und Smoothies. Und zurecht. So sind in ihm eine Vielzahl von ätherischen Ölen enthalten, sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ingwer wirkt anregend auf den gesamten Organismus, ist antibakteriell und antiviral, hilft bei allerlei Verdauungsbeschwerden und fördert die Durchblutung.
Er wird meist frisch verwendet, als kandierter Ingwer oder auch getrocknet und gemahlen als Pulver. Ingwer hat einen sehr aromatischen und scharfen Geschmack.

Als Gewürz passt er hervorragend in die asiatische und indische Küche, zu Geflügel und Lamm. Er ist aber auch als Tee oder Ginger Ale sehr lecker.

Zur Weihnachtszeit wird Ingwer im Lebkuchengewürz verwendet und als Gingerbread aus dem englischsprachigen Raum.


Es gibt natürlich noch viel mehr Gewürze zur Weihnachtszeit. Vielleicht schreibe ich noch einen zweiten Blog über Kardamon, Piment, Koriander und Co. Jetzt wünsche ich euch erstmal eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Wenn ihr noch mehr über verschiedene Pflanzen wissen möchtet, empfehle ich euch mein Buch Anwens Kräuter Quickie.

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Anwens Kräuter Quickie

Heute möchte ich einmal Werbung in eigener Sache machen.

Während meiner Kräuterwanderungen mit vielen interessierten Neulingen und auch Kindern höre ich immer wieder die Frage nach geeigneter Literatur. Nun gibt es hunderte Kräuterbücher in allen möglichen Ausführungen.
Aber es gibt nur sehr wenige, wenn überhaupt welche, für absolute Anfänger.

Also habe ich mich hingesetzt und all die Wünsche genommen und daraus ein Buch gemacht.

Anwens Kräuter Quickie

Diese Buch beinhaltet genau 10 Pflanzen. Nicht mehr und nicht weniger. So verzettelt man sich nicht in den schier endlos wirkenden Weiten der Vielfalt wie in anderen Büchern. Diese 10 Pflanzen sind allerdings so gut beschrieben, dass es auch einem absoluten Anfänger sehr leicht möglich ist, sie genau und sicher zu bestimmen.

Auf zahlreichen schönen Wanderungen zusammen mit meiner Fotografin sind tolle Bilder entstanden. Sie zeigen euch viele Details, die zur Bestimmung einer Pflanze wichtig sind.

Ein eigener Abschnitt handelt jeweils von Verwechslungspartner und woran ihr diese erkennt.

Dann habe ich euch noch einige Anwendungsbeispiele für Küche und Hausapotheke aufgeschrieben. Sie sollen aber nur als Anregung dienen und sind keinesfalls vollständig. Aber sie verschaffen dem Leser einen Eindruck, was alles möglich ist.

Wer sofort zur Tat schreiten will und die sicher bestimmten Pflanzen verarbeiten möchte, findet auch immer ein einfaches Rezept mit dabei. Der große Vorteil meines Buches ist, dass Ihr es einfach mitnehmen könnt. Es ist so klein und leicht, dass es in jede Tasche passt.

Zu bestellen ist das Buch über meine Homepage oder auf Amazon.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Eure Claudia Winter

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Kräuterportrait – der Spitzwegerich

eine typische Spitzwegerichpflanze

In unseren Breiten unterscheiden wir den Spitzwegerich, Plantago lanceolata, den Breitwegerich, Plantago major, den mittleren Wegerich, Plantago media, und zahlreichen Mischformen. Alle Formen des Wegerich sind sich in ihren Inhaltsstoffen und der Wirkungsweise sehr ähnlich und können demnach auch gleich eingesetzt werden.

Der Spitzwegerich ist sehr robust, wächst das gesamte Jahr hinweg immer wieder nach und ist fast überall zu finden. Das macht ihn zu einer wertvollen Wildpflanze für viele Belange.

Beschreibung

Spitzwegerich wächst auf Wiesen, in Wäldern, aber auch auf Schotterhalden, auf Wegen zwischen Steinen und in Parks. Die langen dünnen Blätter haben parallel verlaufende, sehr gut sichtbaren Blattadern und wachsen in einer bodennahen Rosette. Die kleine, unscheinbar braune Blüte wächst im Sommer an einem dünnen Stängel empor. Der Spitzwegerich ist mehrjährig und kann das ganze Jahr über gesammelt werden.

Seine Hauptinhaltsstoffe sind Schleimstoffe, aber auch Kieselsäure, Gerb- und Bitterstoffe, sowie Glycoside und Flavonoide.

die Blätter des Spitzwegerichs
hier sieht man die unscheinbaren Blüten sehr gut

Verwendung in der Küche
Die recht aromatischen Blätter können kleingeschnitten in Salate oder Eintöpfe gegeben werden. Sie eignen sich auch als Gemüse für Aufläufe und Eierspeisen.
Die Blütenstände können zu einem leckeren Snack verarbeitet werden, indem man sie in Teig ausbäckt.


Verwendung als Heilpflanze
Der hohe Gehalt an Schleimstoffen macht den Spitzwegerich zu einer wertvollen Heilpflanze für alle Erkrankungen im Hals und Rachenbereich. Als Kaltauszug zubereitet kann er vor allem bei Erkältungskrankheiten gut eingesetzt werden. Spitzwegerichsirup hilft hervorragend bei Hustenreiz.
Der frische Saft der Blätter oder eine Tinktur lindert Juckreiz, zum Beispiel nach Insektenstichen. Der Frischsaft wirkt außerdem blutstillend und entzündungshemmend.


Rezept
Spitzwegerichsirup
frischer Spitzwegerich
Zucker
ein Schraubdeckelglas

Der Spitzwegerich wird gewaschen und muss anschließend vollkommen trocken sein. Dann wird er kleingeschnitten. Nun schichtet man abwechselnd Zucker und Spitzwegerich in einem sauberen Glas und presst alles gut an. Es dürfen keine Hohlräume oder Luftblasen in dem Glas sein. Ist das Glas bis zum Rand gefüllt, verschließt man es gut und lässt es mindestens 6, meist eher 10-12 Wochen an einem dunklen Ort mit gleichmäßiger Temperatur stehen oder gräbt es gar (gut verpackt) in den Boden ein. Ist die Masse gut durchgezogen und hat sich braun verfärbt, gibt man das Ganze in einen Topf und kocht es kurz auf. Dann die restlichen Pflanzenteile aussieben und den so entstandenen Sirup in kleine Braunglasflaschen abfüllen. Zur Sicherheit können die fertigen Flaschen noch einmal im Wasserbad sterilisiert werden. Den Sirup sollte man im Kühlschrank aufbewahren.Der Sirup wird bei Hustenreiz und Halsentzündung eingesetzt und ist vor allem für die Behandlung von Kindern sehr gut geeignet.

zum Vergleich: der Breitwegerich
das Blatt des Breitwegerichs im Detail

Tipps
Brennt man sich an einer Brennnessel, so lindert der frische Saft des Spitzwegerichs den Schmerz. Fast immer wachsen neben Brennnesselpflanzen auch Spitzwegerich oder Breitwegerich.


Mehr über den Spitzwegerich und weitere essbare Wildpflanzen gibt es in meinem Buch Anwens Kräuter Quickie.

Copyright Bilder: Stefanie Ziege

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