Kräuterportrait Beinwell

Beinwell, Symphytum officinale, ist eine großartige Heilpflanze und dazu auch noch eine wunderbare Hummelweide.
Schon seit Urzeiten wird Beinwell zur Behandlung von allen möglichen knöchernen Erkrankungen verwendet. Schon der Name Bein- (Knochen) well (gut) deutet auf diese Verwendung hin.


Beschreibung:
Die Pflanze ist mehrjährig und wächst auf guten, eher feuchten Böden. Sie kommt gut mit vollsonnigen, aber auch mit schattigeren Plätzen zurecht. Man kann sie in Deutschland wild finden aber auch super im Kübel oder Garten anbauen. Die Blätter sind recht groß, spitz zulaufend, mit deutlicher Blattaderung und rau behaart. Aus der Wurzelbasis wachsen die Blütenstängel mit einigen Blättern daran hervor, die mit vielen lilafarbenen Blüten besetzt sind. Sie erinnern ein bisschen an Glockenblumen. Es ist eine wahre Freude, im Sommer den Hummeln zuzusehen, wie sie emsig den Nektar saugen und nur noch ihr kleiner Fellpopo raus schaut 😉
Die Wurzel des Beinwell ist außen dunkelbraun bis schwarz und innen hell, fast weiß. Zerbricht man ein Stück, merkt man sofort den klebrigen Schleim, der in ihnen enthalten ist.

an der Blattunterseite sind sehr deutlich die rauen Haare zu erkennen

 

der Blütenansatz
die Blattaderung ist sehr deutlich zu erkennen

Hauptinhaltsstoffe:
Allantion, Gerbstoffe, Schleimstoffe


Verwendung:
Die Blüten des Beinwell können zu Dekorationszwecken verwendet werden, auch die Blätter sind rein theoretisch in kleinen Mengen essbar. Dies ist aber aufgrund der rauen Haare nicht wirklich eine große Freude.

Die hauptsächliche Verwendung liegt beim Beinwell im medizinischen Bereich.
Die Blätter werden in der Volksheilkunde zu Breiumschlägen oder Blattauflagen bei Rückenschmerzen oder zur Linderung von so ziemlich allen knöchernen Beschwerden und Gelenkbeschwerden verwendet.

Aus den Wurzeln lässt sich eine großartige Tinktur herstellen, die so wie die frischen Blätter zu verwenden ist. Sie kann alle möglichen Knochen- und Gelenkbeschwerden wie Rückenschmerzen, Prellungen, Verstauchungen, Verspannungen, Muskelschmerzen, Zerrungen usw. lindern .

die frisch angesetzte Tinktur
Beinwellwurzeln

Mit einem Ölauszug aus Beinwell-Wurzeln lässt sich später eine großartig Heilsalbe herstellen. Sie wird genau wie Tinktur oder Frischsaft verwendet.

 

 

 

In der Schwangerschaft ist Beinwell bitte nur nach Absprache mit dem Arzt einzusetzen und dann auch nur äußerlich.

Haltet dieses Jahr bei euren Streifzügen in der Natur einmal Ausschau nach dem wundervollen Beinwell. Vielleicht entdeckt ihr ihn ja.
Viel Freude dabei.

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Salbenküche – eine kräftige Heilsalbe

Nachdem ich nun mein Pappelöl abgefiltert habe, hat mich die Muse geküsst und mir kam die Idee, daraus mit anderen Ölen eine Heilsalbe herzustellen.
Da ich 2 Kinder haben und selbst viel in der Natur unterwegs bin, könnt Ihr Euch meinen Bedarf an Heilsalbe sicher gut vorstellen.

Also habe ich meinen Medizinschrank aufgemacht und siehe da:
Es strahlten mich 2 Gläser mit Ölen an, die verarbeitet werden wollten.

Und so kam ich zu diesem Rezept:

130 ml Ringelblumenöl (so stellst Du einen Ölauszug her)
120 ml Pappelöl
50 ml Rötöl

alle Zutaten werden langsam im Wasserbad erwärmt, das Bienenwachs beginnt schon zu schmelzen

Das ganze habe ich mit einer kleinen Menge Kakaobutter und 20g Bienenwachs erwärmt bis das Wachs geschmolzen war. Gut durchgerührt und dann sofort in Salbendosen abgefüllt.

die fertige Heilsalbe: 2 große Dosen für zu Hause und eine kleine für Unterwegs

Das Ergebnis ist eine großeartige, sehr gut verreibbare Salbe, die einen tollen balsamischen Duft hat. Sie zieht erstaunlich schnell ein und hinterlässt ein sehr weiches Hautgefühl.

Diese Salbe kann auf alle wunden Hautstellen aufgetragen werden. Bei Entzündungen, gerade geschlossenen Wunden, Abschürfungen, Ekzemen (bitte erst auf Verträglichkeit testen wegen der Ringelblumen), rauhen Hautstellen, Abszessen, Pickeln und leichten Verbrennungen. Sie sollte sehr heilkräftig sein und so ungefähr alles abdecken, was an Hautproblemen auftauchen kann.

Ich werde einmal selbst beobachten, was diese Salbe so kann und euch auf dem Laufenden halten.

Viel Spaß beim selbst ausprobieren.

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Pflanzenportrait – Pappelknospen

Genau jetzt ist vielerorts die Zeit, um Pappelknospen zu sammeln. Die Pappeln, Populi sp., verlieren in den Frühjahrswinden sehr leicht dünne Äste, die dann auf dem Boden unter dem Pappeln zu finden sind. An einem sauberen Ort kann man diese Äste aufsammeln und die Knospen abpflücken. Am besten sind die Knospen ganz kurz bevor sie sich öffnen und die frischen kleinen Blättchen zu sehen sind.

da ich vergessen habe, ein Foto zu machen, bevor ich sie in Öl eingelegt habe, habe ich sie euch nochmal auf einem Teller drapiert

Schon beim Pflücken merkt man, dass die Knospen harzig klebrig sind und einen leicht säuerlichen, balsamischen Geruch verströmen.

Die geernteten Knospen kann man vielfältig verwenden.
Sie eignen sich, um daraus einen Tee zu brühen. Die enthaltenen ätherischen Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und ein salicysäureähnlicher Stoff (wirkt ähnlich dem Aspirin) helfen, innerlich angewendet, gegen entzündliche Vorgänge im Körper wie Gicht oder Blasenentzündung, aber auch bei Magen-/Darmbeschwerden.
Der Tee kann auch äußerlich für Auflagen verwendet werden und ist bei Entzündungen der Haut und trockener Haut, sowie Ekzemen hilfreich.


Die wohl bekannteste Anwendung ist aber die Pappel-Salbe.
Um diese herzustellen, muss zuerst ein Mazerat aus den Knospen gewonnen werden.

Hier findet ihr eine Anleitung, wie ihr solch einen Ölauszug herstellt.


Dieser Ölauszug wird dann mit Bienenwachs verfestigt.
Das Verhältnis sollte 50g Öl zu 3-4g Bienenwachs sein, je nachdem wie fest ihr eure Salbe haben möchtet.

Gebt das Öl in ein Glas und dieses dann in ein Wasserbad. In das Öl kommt nun das Bienenwachs. Erwärmt alles ganz sanft und vorsichtig, bis das Wachs geschmolzen ist. Rührt kurz durch und dann kann die fertige Salbe schon abgefüllt werden.
Beschriftet eure Salbentigel mit Art der Salbe und Datum. Die Salbe ist ca. 1 Jahr lang haltbar.

Sie dient der Körperpflege, hilft gegen raue Haut, Ekzeme, Entzündungen und kann als Wundheilsalbe verwendet werden.

Für Fortgeschrittene kann das Pappelöl auch zu Cremes verarbeitet werden oder es kann mit anderen Ölen gemischt werden, um noch mehr Pflegeeigenschaften zu erhalten.

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Kräuterportrait – das Johanniskraut

Der Lichtbringer, nicht nur in der kalten Jahreszeit. Gepriesenes Kraut gegen Depressionen, Angst und nervöse Verstimmungen. Helfer bei Narben und allerlei Hautleiden.
Um das Johanniskraut ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Lasst uns zusammen mal etwas genauer hinschauen:

Vorkommen
Das echte Johanniskraut, Hypericum perforatum, wächst in unseren Breiten fast überall wild. Man kann es also wunderbar wild sammeln oder auch im eigenen Garten anbauen. Achtung: es verbreitet sich sehr stark. Da es aber eine großartige Bienenweide ist, tut man sogar unseren kleinen Freunden etwas Gutes. Man findet das Johanniskraut auf Wiesen, an Wegrändern oder auch an Waldrändern. Es mag gern sonnige Standorte, die nicht zu feucht sind.


Johanniskraut

Beschreibung
Das Johanniskraut wird ca. 30-70 cm hoch, ist mehrjährig und wächst bisweilen stark verzweigt. Die gegenständigen Blätter sind länglich, etwas eiförmig und hellgrün mit einem ganz kleinen Hauch von grau. Charakteristisch sind die dunklen Punkte auf den Blättern die auch auf den Blütenblättern zu finden sind. Es handelt sich hier um Drüsen der Pflanze.
Die strahlend gelben Blüten wachsen zu mehreren an den Enden der Stängel. Zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, so tritt ein dunkelroter, bisweilen lilafarbener Farbstoff aus. Daran kann man das Johanniskraut zweifelsfrei erkennen.


Inhaltsstoffe
Hypericin, Flyvonoglykoside, Biflavone, Gerbstoffe, ätherisches Öl


Verwendung
Das Johanniskraut ist das Kraut der Sonne, der Wärme und des Wohlergehens. Seine leuchtend gelben Blütenblätter allein heben schon die Stimmung und verbreiten Sommer pur. So wird es in der Volksmedizin gegen depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angstzustände bis hin zu schweren Depressionen eingesetzt. Da mit solchen Krankheitsbildern aber nicht zu scherzen ist, hier der ganz klare Hinweis von mir, in solchen Fällen bitte immer einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Denn das Johanniskraut wird vor allem in der Pflanzenheilkunde sehr gern von Fachleuten empfohlen.

In der Räucherkunde wird das Johanniskraut zur Mittsommernacht geräuchert. Mit dem verbrennen des Krauts übergibt man Unglück und Krankheit dem Feuer.
Auch wurde zum Segnen und Schützen vor Dämonen und schlechten Einflüssen geräuchert.

die Blüte im Detail

Und auch das Rotöl sollte in keiner Hausapotheke fehlen:

Rötöl
Rotöl heißt der Ölauszug aus dem Johanniskraut, da er sich im Laufe der Ziehzeit rot verfärbt. Es kommt immer ein bisschen auf den Standort und die regionalen Gegebenheiten an. So wird es manchmal nur leicht rot, ich habe aber schon tiefrote, bisweilen fast bräunliche Rotöle gesehen.

Herstellung:
Man sammelt das voll erblühte Kraut zur Mittagszeit an einem sonnigen, trockenen Tag.
Traditionell wird es am oder um den Johannistag (24.6.) gesammelt. Dort sollen seine Heilkräfte besonders groß sein. Ob der Johannistag nun seinen Namen vom Johanniskraut hat oder umgekehrt lässt sich wohl kaum noch zweifelsfrei belegen.

Nun nimmt man die voll aufgeblühten Blüten, noch geschlossene Blüten und gern auch schon ein paar Fruchtstände und lässt sie ein bis zwei Tage antrocknen. Das Johanniskraut neigt sehr schnell dazu, im Öl zu schimmeln und durch das Antrocknen geht ein Teil der Feuchtigkeit schon einmal aus der Pflanze.
Dann legt man die Pflanzenteile vorsichtig in ein großes Glas und bedeckt das Ganze sehr großzügig mit gutem Olivenöl. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile oben raus schauen. Es empfiehlt sich, das Glas nicht fest zu verschrauben, sondern ein durchlässiges Tuch darauf zu befestigen. So kann die Feuchtigkeit besser entweichen.
Tagsüber stellt man das Glas nun in die volle Sonne, nachts ist es ins Haus zu holen.

Nach ca. 4 Wochen ist das Öl rot geworden und kann abgefiltert werden. Das fertige Rotöl kommt in dunkle Flaschen oder Gläser und wird beschriftet.
Es eignet sich hervorragend zur Hautpflege von trockener Haut, Narbenbehandlung und zur Massage bei Verspannungen, Muskelbeschwerden und oben genannten psychischen Problemen.


In der Küche findet das Johanniskraut keine Verwendung, es ist rein medizinisch einzusetzen.


Bitte beachtet unbedingt, dass das Johanniskraut in allen Anwendungsformen die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Im Winter sehr förderlich, da der Körper das wenige Licht besser ausnutzen kann, wenn man sich unter freiem Himmel befindet, im Sommer allerdings kommt es u.U. eher zum Sonnenbrand.

Und nun wünsche ich Euch viel Freude bei der Annäherung an dieses wundervolle Heilkraut.

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diese ätherischen Öle helfen Dir gegen den Winterdown

Der Winter war dieses Jahr zwar in den meisten Regionen sehr mild, dennoch sehnen sich viele nach Frühling. Wärmere Temperaturen, Sonnenschein und das Gefühl von Aufbruch ins kommende Jahr können wir kaum noch erwarten.

Aber gerade wenn es uns nicht so gut geht, können wir einiges tun, um uns ein wenig besser zu fühlen.
Es gibt im Handel spezielle Tageslichtlampen. Diese simulieren einen sonnigen Tag und können eine Menge bringen. Spaziergänge an der frischen Luft und gemeinsame Zeit mit lieben Menschen können ebenso wohltuend sein.
Aber auch die Pflanzenwelt hält einiges bereit.

verschiedene ätherische Öle

Heute möchte ich Euch in die Welt der Aromatherapie entführen und Euch eine kleine Auswahl an ätherische Öle vorstellen, die gegen die typische Winterdepression helfen können.


Orange

– wird aus den Fruchtschalen gewonnen
– schafft ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlbefindens
– wird auch oft mit Gesundheit assoziiert
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet (bitte ein bisschen        vorsichtig sein, da es bei empfindliche Hauttypen durchaus zu Hautreizungen kommen kann)
– erhöht die Photosensibilität der Haut


Weihrauch

– wird aus dem Harz gewonnen
– der warme und süße Duft schmeichelt der Seele
– das Öl hilft bei Depression, Erschöpfung und Angst
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet


Bergamotte

– wird aus den Fruchtschalen gewonnen
– der frische, leicht zitronige Duft versprüht Frische und Klarheit
– das Öl hilft bei Depressionen, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Reizbarkeit
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet (bitte ein bisschen vorsichtig sein, da es bei empfindliche Hauttypen durchaus zu Hautreizungen kommen kann)
– erhöht die Photosensibilität der Haut


Rosmarin

– wird aus dem Kraut gewonnen
– der Duft ist frisch, würzig und wirkt klärend und anregend
– das Öl hilft bei Depressionen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Antriebslosigkeit
– kann in Bädern, in der Duftlampe und in Sprühflaschen verwendet werden
– auch direkt zum auf die Haut auftragen geeignet, zum Beispiel für Massagen
– bitte nicht in der Schwangerschaft, bei Epilepsie, Babys und Kleinkindern und empfindlicher Haut anwenden


Lavendel

– wird aus den Blüten gewonnen
– der würzige, blumige und warme Duft löst Entspannung und Wohlbehagen aus
– das Öl hilft bei Depression, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Kopfschmerzen
– kann universell angewendet werden in Duftlampen, Sprays, Parfüm, als Massageöl, in Bädern usw.


Jasmin

– wird aus den Blüten gewonnen
– der Duft ist weich, warm und blumig
– das Öl hilft bei Depression, Ängsten und Besorgnis und geringem Selbstwertgefühl
– es wird in Cremes, Parfüm und Massageölen eingesetzt
– es handelt sich um ein sehr exquisites, teures Öl – hier bitte unbedingt auf Qualität achten

Das sind nur ein paar Beispiele für ätherische Öle, die Euch im Winter gegen schlechte Laune, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen helfen können.

Viel Erfolg beim Ausprobieren.

Solltet Ihr das Gefühl haben, dass sich Euer Zustand trotz verschiedener Maßnahmen nicht bessert, sucht bitte einen Arzt oder Heilpraktiker auf.

 

 

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Tinkturen für die Hausapotheke – Teil 2

Da der erste Beitrag über Tinkturen für die Hausapotheke vor einiger Zeit so viel positive Resonanz hervorgerufen hat, habe ich Euch noch ein paar Tinkturen mit möglichen Anwendungsgebieten aufgeschrieben.

Beinwelltinktur:

  • aus der Wurzel
  • nur äußerlich anzuwenden
  • bitte in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit Arzt oder Hebamme
  • bei Knochenbrüchen zur unterstützenden Heilung
  • bei Nervenschmerzen
  • zur Unterstützung der Wund- und Narbenheilung
  • bei Gicht und Rheuma

Ringelblumentinktur:

  • aus den Blütenblättern
  • äußerlich bei vielen Hautleiden zur besseren Heilung
  • bei Wunden, Pusteln und Pickeln, sowie Abszessen
  • bei Blutschwamm und Pigmentflecken der Haut
  • zusammen mit Ringelblumenöl zur Herstellung einer Creme oder Salbe

Bärlauchtinktur:

  • aus den frischen Blättern
  • innerlich zur Stärkung des Immunsystems
  • wirkt gegen Bakterien
  • Achtung: der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig

Baldriantinktur:

  • aus der Wurzel
  • innerlich zur Beruhigung bei Nervosität
  • vor dem Schlafengehen bei Ein- und Durchschlafschwierigkeiten

Weißdorntinktur:

  • aus den frischen Blüten oder Beeren
  • innerlich zur Anregung des Kreislaufs und der Herztätigkeit

Kamillentinktur:

  • aus den Blüten
  • innerlich bei Problemen mit dem Magen und der Verdauung
  • zur Spülung im Mundraum bei Entzündungen des Zahnfleischs

Anwendung und Dosierung von Tinkturen:

Möchte man eine Tinktur äußerlich anwenden, empfiehlt sich das direkte Betupfen der betroffenen Hautstelle. Auch kann ein Wattebausch mit der Tinktur beträufelt und aufgelegt werden. So kann sie länger einziehen. Ich habe das auch schon mit einem Pflaster gemacht, indem ich den Zellstoff des Pflasters mit der Tinktur befeuchtet habe.

Bei der innerlichen Anwendung kommt es bei der Dosierung auf die jeweilige Tinktur und ihr Einsatzgebiet an. Als grobe Orientierung empfiehlt es sich, 3x täglich ca. 10-20 Tropfen in einem Glas Wasser zu sich zu nehmen.

Bei akuten Zuständen kann man eine Tinktur auch entweder direkt oder auf einem Stück Würfelzucker schlucken.

Bitte beachtet hierbei unbedingt, dass Ihr Euch nur selbst behandeln solltest, wenn Ihr sehr genau wisst, was Ihr tut und was Ihr da behandelt.

Bei ernstzunehmenden Beschwerden ist immer ein Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

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Tinkturen für die Hausapotheke

Tinkturen können bei den kleinen Zipperlein des Alltags eine wirkliche Hilfe sein. Ihre Einsatzgebiete sind sehr vielfältig und sie sind für viele Dinge hilfreich.

Hier lest Ihr, wie man eine Tinktur herstellt.

Im Folgenden möchte ich Euch einige Tinkturen und ihre Einsatzgebiete vorstellen.

 Spitzwegerichtinktur:

 

  • aus den Blättern
  • äußerlich bei Insektenstichen aller Art
  • innerlich bei Husten (fördert den Auswurf)

Gänseblümchentinktur:

  • aus den Blüten
  • äußerlich bei Akne und unreiner Haut
  • äußerlich bei Quetschungen und Verrenkungen (wenn kein Arnika zur Hand ist)

Arnikatinktur:

  • aus den Blüten
  • nur äußerlich anzuwenden
  • bei allen Problemen mit den weichen Teilen des Bewegungsapparats
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Verstauchungen, Verrenkungen, Quetschungen, Hämatome
  • Achtung: eine selbst angesetzte Arnikatinktur muss mind. 1:3 mit Wasser verdünnt werden, bevor man sie auf die Haut auftragen kann!


Wasserdosttinktur:

  • aus dem Kraut und den Blüten
  • innerlich zur allgemeinen Stärkung und Kräftigung bei Erkältungskrankheiten
  • Stärkung des Immunsystems

Schwedenkräuter nach Maria Treben:

  • eine Mischung verschiedener Kräuter, kann fertig gekauft werden
  • es sind traditionell über 40 verschiedene Anwendungen überliefert
  • kann innerlich und äußerlich angewendet werden

ein paar der wichtigsten Anwendungen sind:

  • zur Narbenheilung und Heilung von Fisteln und Abszessen, sowie Wunden und allerlei Hautleiden
  • Linderung von Zahnschmerzen und Bläschen auf der Zunge
  • bei Magenkrämpfen, Blähungen und Verstopfung, sowie Appetitlosigkeit
  • Ohrenschmerzen
  • Halsentzündung
  • Hühneraugen

Anwendung und Dosierung von Tinkturen:

Möchte man eine Tinktur äußerlich anwenden, empfiehlt sich das direkte Betupfen der betroffenen Hautstelle. Auch kann ein Wattebausch mit der Tinktur beträufelt und aufgelegt werden. So kann sie länger einziehen. Ich habe das auch schon mit einem Pflaster gemacht, indem ich den Zellstoff des Pflasters mit der Tinktur befeuchtet habe.

Bei der innerlichen Anwendung kommt es bei der Dosierung auf die jeweilige Tinktur und ihr Einsatzgebiet an. Als grobe Orientierung empfiehlt es sich, 3x täglich ca. 10-20 Tropfen in einem Glas Wasser zu sich zu nehmen.

Bei akuten Zuständen kann man eine Tinktur auch entweder direkt oder auf einem Stück Würfelzucker schlucken.

Bitte beachtet hierbei unbedingt, dass Ihr Euch nur selbst behandeln solltest, wenn Ihr sehr genau wisst, was Ihr tut und was Ihr da behandelt.

Bei ernstzunehmenden Beschwerden ist immer eine Arzt oder Apotheker aufzusuchen.

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Salbenküche – einen Ölauszug herstellen

Genau genommen handelt es sich bei der Methode, Pflanzenteile in Öl einzulegen um einen Ölauszug. Viele Wirkstoffe in Pflanzen sind fettlöslich und gehen beim Einlegen in Öl in selbiges über.

Zum Herstellen eines solchen Ölauszugs benötigt man frische oder getrocknete Blüten, Blütenblätter oder Pflanzenteile.

Wichtig ist, dass alles sauber und unbedingt trocken ist. Verwendet man frische Pflanzenteile, muss man sie unbedingt gut abtrocknen, sollte man sie gewaschen haben. Gut ist es auch, sie einige Stunden antrocken zu lassen, um einen Teil der enthaltenen Feuchtigkeit verdunsten zu lassen.
Letztendlich ist es in der Regel egal, ob man frische oder getrocknete Pflanzenteile benutzt.

fertiges Ringelblumenöl

Die Pflanzenteile werden in ein sauberes und trockenes Schraubdeckelglas gegeben und mit einem neutralen Öl, ich nehme gern Mandelöl, großzügig bedeckt. Es sollte immer mehr Öl als Pflanzenteile im Glas sein. Das Ganze versieht man mit Namen und Datum und stellt es schön hell, gern sonnig. Das Glas am besten täglich schütteln und auf mögliche Schimmelbildung kontrollieren.

 

Nach ca. 4 Wochen filtert man das Öl durch ein sehr feines Tuch oder Filterpapier. Das gewonnene Öl füllt man dann in ein neues Glas, man schreibt wieder Name und Datum drauf und stellt es ab dann dunkel und eher kühl.

Der Ölauszug ist 6-12 Monate haltbar.


Ein paar Beispiele für Pflanzen, die sich gut für einen Ölauszug eignen:

  • Ringelblumen (besonders gut geeignet zur Herstellung von Ringelblumensalbe)
  • Lavendel (zum Beispiel als Massageöl)
  • Arnika (zum Beispiel als Massageöl)
  • Johanniskraut (das Rotöl eignet sich wunderbar zur Behandlung von Wunden und Hautproblemen)
  • Kümmel
  • Fenchel
  • Anis (alle 3 zusammen als Bauchweh-weg-Öl für kleine Kinder)
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Salbenküche – eine Tinktur herstellen

Heute möchte ich euch einen Einblick geben, wie man selbst gesammelte oder angebaute Heilpflanzen weiterverarbeiten kann und ihre Inhaltsstoffe verfügbar und haltbar machen kann.

Eine Möglichkeit ist es, eine Tinktur herzustellen.

Tinkturen können grundsätzlich aus frischen wie auch aus getrockneten Pflanzen hergestellt werden. Man kann alle Teile einer Pflanze verwenden. Wurzeln, Blätter, Stängel und auch Blüten, selbst Harze sind möglich. Je nach Tinktur nimmt man meist nur einen bestimmten Pflanzenteil. So wird Beinwelltinktur aus der Wurzel gemacht, Gänseblümchentinktur dagegen aus den Blütenköpfen.

Was ihr benötigt:

Pflanzenmaterial
ein weißes Schraubdeckelglas
Alkohol
Braunglasflaschen zum Abfüllen
Filterpapier oder ein sehr feines Tuch

 

Zuerst säubert man die Pflanzenteile. Wurzeln müssen gut abgespült werden, Blütenköpfe können meist sofort verarbeitet werden. Dann schneidet man die Pflanzen entsprechend klein. Auch hier gilt wieder: Wurzeln oder große Blätter werden kleingeschnitten, zarte Blütenköpfe können ganz bleiben. Ein Trocknen ist nicht erforderlich. Achtet aber darauf, dass das Material nicht zu nass vom Abwaschen ist. Nun gibt man alles in ein Schraubdeckelglas. Man füllt es ca. bis zur Hälfte mit Material. Bei zarten Blüten bitte nicht quetschen.
Dann gießt man das Glas bis zum Rand mit Alkohol auf. Alle Pflanzenteile müssen vollständig von Alkohol bedeckt sein.
Hat man weniger Pflanzen oder benötigt nicht so viel Tinktur auf einmal, nimmt man entsprechend weniger.

die Pflanzenteile kommen in ein sauberes Glas…
… und werden mit Alkohol aufgegossen
Beschriftung nicht vergessen

Das Ganze kommt dann an einen hellen, möglichst sonnigen Platz. Täglich schütteln, dabei darauf achten, dass sich kein Schimmel gebildet hat (ist mir noch nie passiert, kann aber mal vorkommen).

der Ansatz muss nun stehen
die Blätter des Bärlauchs haben fast vollständig ihre Farbe verloren

Nach 3-4 Wochen sieht man, dass sich der
Inhalt verändert hat. Die Flüssigkeit nimmt meist eine Farbe an und das Pflanzenmaterial wird (gerade bei Blüten und Blättern durchscheinend).

Dann ist die Tinktur fertig.
Sie wird dann nur noch durch ein sehr feines Tuch oder einen Kaffeefilter abgefiltert.

 

die Tinktur wird nun gefiltert

Die fertige Tinktur kommt sodann in ein dunkles Glas/Flasche und sollte zukünftig dunkel stehen.

die fertige Tinktur

Tinkturen sind grob 1 Jahr haltbar.

Bitte beachtet, dass man einige Tinkturen noch verdünnen muss, bevor man sie verwenden kann.

Meistens benötigt man nicht sehr viel, es ist also oft nicht nötig, mehrere Gläser anzusetzen. Macht lieber weniger und schaut, wie viel ihr in einem Jahr verbraucht.


Welcher Alkohol ist geeignet?

Das kommt immer ein bisschen darauf an, welche Tinktur man machen möchte. Um Harze zu lösen, braucht es hochprozentigen Alkohol von min. 70%.

Aber für gängige Blätter und Blüten, sowie die meisten Wurzeln, sind ~ 35% alc. sehr gut geeignet und ausreichend.

Wunderbar kann man einfachen Kornschnaps aus dem Supermarkt benutzen. Es ist für den Hausgebrauch nicht nötig, teuren Alkohol in der Apotheke zu kaufen und diesen dann ggf. noch selbst zu verdünnen.


Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren.

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Heilpflanzen bei Erkältung

Nun ist es wieder soweit.
Die kalte Jahreszeit hat begonnen. Noch ist das Wetter zwar recht mild, aber Regen, Wind und kalte Luft läuten schon bald wieder die Erkältungszeit ein. Doch wie so oft, ist auch gegen eine Erkältung durchaus das ein oder andere Kraut gewachsen.

Im Folgenden möchte ich euch die wichtigsten kurz vorstellen und am Ende gibt es noch ein kleines Rezept für einen schönen Wintertee von mir.

Spitzwegerich, Holunderblüten und Hagebutten

Kamillenblüten

Die Kamille ist wohl vielen gut bekannt. Sie wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Deshalb wird Kamillentee gern bei derartigen Problemen getrunken.
Aber auch ihre entzündungshemmende Wirkung können wir uns zu Nutze machen. So kann die Kamille bei Halsentzündung und Kratzen im Hals durchaus hilfreich sein. Zudem wirkt sie auch auf den gesamten Organismus beruhigend, so dass sich Kamillenblüten gut als Abendtee eignen.

Auch eine Dampfinhalation mit Kamille kann bei Schnupfen und Halsweh Linderung bringen.

Salbei

Unterstützen lässt sich die Wirkung der Kamille noch durch die des Salbeis. Er wirkt stark antibakteriell und rückt so den Bakterien bei Schnupfen und entzündetem Hals zuleibe. Zugleich helfen die enthaltenen Gerbstoffe, die Mundschleimhaut zu stärken.

Bitte beachtet, dass ihr keinen Salbeitee trinken solltet, wenn ihr eine Schwitzkur vorhabt. Denn Salbei wirkt schweißhemmend.

Lindenblüten

Die Schwitzkur kann man zum Beispiel mit Lindenblütentee super einleiten. Lindenblütentee kann, Abends getrunken, die Produktion von Schweiß deutlich steigern. Dazu sagt die Volksheilkunde den Lindenblüten schlaffördernde Eigenschaften nach. Da sie zudem auf Grund der enthaltenen Schleimstoffe auch gegen Halsweh und Reizhusten wirkt, ist sie der ideale Tee für die Abendstunden.

Holunderblüten

Auch die Holunderblüten wirken schweißtreibend und können die Wirkung der Lindenblüten noch unterstützen.

Thymian, Kamillenblüten und Lindenblüten

Mädesüßblüten
Mädesüßblüten enthalten eine Stoff, der vom Körper in Saliclysäure umgewandelt wird. Der Wirksoff des klassischen Aspirins.
So wirken dann auch die Mädesüßblüten: entzündungshemmend und schmerzlindernd und Fiebersenkend. Sie sollten allerdings nicht vorsorglich eingenommen werden, sondern nur zur Behandlung wirklicher Symptome eingesetzt werden.

Thymian

Thymian ist das Mittel der ersten Wahl bei Husten, Bronchitis und Katarr der oberen Luftwege. Er ist auswurffördernd und krampfstillend, wodurch er das Abhusten erleichtert.
Auch Entzündungen im Mund kann der Thymian mit bessern.

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich kann bei Katarren der Atemwege und fiebrigen Lungen- und Bronchialleiden eingesetzt werden. Seine Schleimstoffe lindern Reizhusten und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Es ist aber unbedingt darauf zu achten, dass der Spitzwegerich als Kaltauszug zubereitet wird, da die antibiotische Wirkung beim Aufbrühen verloren geht.

Hagebutten

Hagebutten enthalten sehr viel Vitamin C. Da eine Erkältung oft mit zu wenig Vitamin C einher geht, bietet es sich an, einen Erkältungstee mit den tollen roten Früchte zu bereichern.

Generell empfiehlt es sich, bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt Vitamin C-haltige Obst- und Gemüseorten zu sich zu nehmen.
Hierzu zählen Zitrusfrüchte, Sanddorn, Holunderbeeren, Kiwi, Paprika.

Neben Tees sollte auch die Wirkung von Einreibungen und Inhalationen nicht unterschätzt werden.

Die Palette an fertigen Präparaten ist riesig. Aber man kann bei harmlosen Infekten durchaus einmal schauen, ob sich mit Eukalyptus-, Fichtennadel-, Thymian-, Kampher- oder Lavendelöl nicht eine Besserung erzielen lässt.

Die antibakteriellen Eigenschaften der Kressearten (Brunnenkresse, Kapuzienerkresse) von Rettich, Ingwer, Knoblauch und Bärlauch können ebenfalls unterstützend wirken bei der Bekämpfung von allerlei Infekten.
Tee für die kalte Jahreszeit

zu gleichen Teilen:
Kamillenblüten
Thymian
Salbei
Hagebutten
Spitzwegerich

1 gut gehäuften Teelöffel davon auf eine große Tasse, 10 min. abgedeckt ziehen lassen und dann alsbald trinken. Kann nach Belieben gesüßt werden.

Eine Schwitzkur bei Fieber

zu gleichen Teilen:
Holunderblüten
Lindenblüten

1 Teelöffel auf eine Tasse, 10 min abgedeckt ziehen lassen und so warm wie möglich trinken. Muss eigentlich nicht gesüßt werden, da die Blüten viel eigene Süße mitbringen.

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