eine mediterrane Kräutermischung – so geht’s

Der Herbst naht mit großen Schritten. Zeit, die letzten Kräuter zu ernten, solange sie noch schön sind.

Heute habe ich mir eine italienische Mischung zusammengestellt für alle möglichen Nudelgerichte und sonstige mediterrane Küche.

Die Grundmischung besteht aus folgenden Kräutern:
Basilikum
Thymian
Oregano
Salbei
Rosmarin
Schnittknoblauch

ein ganzer Strauß voller frischer, duftender Kräuter

Diese Kräuter konnte ich noch ein letztes Mal in großen Mengen ernten und mich an ihrem großartigen Duft erfreuen. Schade, dass es noch keine Übertragungsmöglichkeiten dafür gibt.
Da ich so viel hatte, habe ich verschiedene Sachen hergestellt.

Einen großen Teil habe ich klein gehakt in Eiswürfelformen eingefroren. So kann ich pro Nudelsauce eine Portion entnehmen und habe immer frische Kräuter drin.

Einen Teil habe ich so gelassen und einige Flaschen Kräuteröl daraus gemacht.
Hier findest Du eine detaillierte Anleitung für die Herstellung eines Kräuteröls.

Aus dem Rest habe ich ein Kräutersalz gemacht. Das eignet sich super zum Verfeinern von Salaten, Tomate-Mozarella oder anderen italienischen Gerichten.
Lies hier nach, wie du ein Kräutersalz auf verschiedene Arten machen kannst.


Insgesamt 3 tolle Möglichkeiten, den Sommer zu bewahren und sich das Leben ein bisschen leichter zu machen.
Die Italiener unter Euch mögen mir vergeben, wenn die Mischung nicht 100 prozentig authentisch ist, aber meiner Familie und unserem Freundeskreis schmeckt es so hervorragend 😉


Mein besonderer Tipp:
Macht aus der Mischung auch gern eine Kräuterbutter! Der Geschmack ist großartig!

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Holunderbeeren-Rezepte

Die Holunderbeeren sind reif. Eine meiner liebsten Jahreszeiten, da mir der Holunder persönlich sehr am Herzen liegt.

Nun gibt es im Netz unzählige Rezepte zur Weiterverarbeitung. Über die Jahre habe ich viele davon ausprobiert und auch eigene entwickelt. Ein paar davon möchte ich heute mit euch teilen.

vollreife Holunderbeeren sind fast schwarz und schön glänzend

einfaches Holundergelee – Grundrezept
ca 1kg vollreife Holunderbeeren
etwas Wasser oder Apfelsaft
1 Packung Gelierzucker nach Vorliebe

Die Holunderbeeren werden ganz grob von den Stängeln getrennt. Wenn ein paar der kleineren Stängel dran bleiben, ist das kein Drama. Wichtig ist, dass die großen Doldenstängel ab kommen.

Die Beeren kommen nun in einen Topf, wo sie mit einem Schluck Wasser oder Apfelsaft 10- 20 Minuten weich kochen.

Die gekochten Beeren durch ein feines Sieb passieren und die Flüssigkeit in einem Gefäß auffangen. Die Beeren anschließend sehr gründlich durch das Sieb streichen, um auch das Fruchtfleisch zu bewahren. Die verbliebenen Kerne kommen in den Bio-Müll oder auf den Kompost.

Nun kommt das Ganze in einen Messbecher und wird bei Bedarf durch Zugabe von Wasser oder Apfelsaft an die auf der Gelierzuckerpackung angegebene Menge angepasst.

Nun das Gelee nach der Anleitung auf der Packung zubereiten und sofort in sterilisierte Gläser abfüllen.
Fertig 🙂


winterliches Holler-Gelee:
Zutaten s. oben, dazu kommen noch:
Zimt
Vanille
Nelken

Die Zubereitung ist die gleiche wie oben, allerdings solltest Du hier tatsächlich Apfelsaft als zusätzliche Flüssigkeit nehmen, da er den Geschmack hervorragend ergänzt.

Bei Zimt und den Nelken bitte vorsichtig sein, da der Geschmack der Gewürze sehr stark sein kann.


Holunder-Likör
500g Holunderbeeren
2 Flaschen weißer Rum
500g Zucker (kann bei Bedarf auf 1kg erhöht werden, es kommt auf den Geschmack der Beeren an)
½ Tl Vanille-Extrakt
1 Zimtstange (Bio-Lebensmittelqualität)

Die Holunderbeeren waschen und von den Stielen trennen. In einem Topf erst mit einem ganz kleinen Schluck Wasser ca. 20 Minuten gar kochen. Dann die Flüssigkeit abseihen und mit Zucker und der Zimtstange solange erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Nicht mehr kochen. Jetzt die Zimtstange entfernen, etwas abkühlen lassen und das Vanille-Aroma und den Schnaps hinzufügen.

Sofort in sterile Flaschen abfüllen.
Das Ganze hält rein theoretisch ewig, aber wer will das schon 😉


Übrigens sollte Holunder immer gekocht werden. Roh werden sie nur sehr selten vertragen, die meisten Menschen bekommen bisweilen sehr beschleunigte Verdauung davon.


Mein besonderer Tipp:
Beim Kochen von Gelees und Marmeladen vor dem Abfüllen immer eine Gelierprobe machen.
Dazu gibt man einen Teelöffel voll von der kochenden Flüssigkeit auf einen kalten Teller und pustet kurz bis es erkaltet ist.
Nun kann man wunderbar sehen, ob es geliert. In dem Fall kann die Flüssigkeit abgefüllt werden.

Sollte es noch nicht soweit sein, einfach noch 1, 2 Minuten weiterkochen oder ggf. mehr Geliermittel zugeben.

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Erdbeer-Holunder-Likör selbst ansetzen

Heute möchte ich eines meiner liebsten Rezepte mit euch teilen und es ist zur Abwechslung einmal etwas gänzlich ungesundes.
Aber in Maßen getrunken ist es ein wahrer Hochgenuss und genau deshalb möchte ich das Rezept an euch weitergeben.


Erdbeer-Holunder-Likör

Ihr braucht:
– eine große Flasche mit Korken
– 1kg Erdbeeren (frisch oder TK)
– 1 kg Zucker (weiß oder braun)
– 3 Flaschen Rum (weiß oder braun)
– 5-10 frische Dolden Holunder in voller Blüte

So geht ihr vor:
Füllt alle Zutaten in eine große Flasche. Habt ihr keine mit einem solch großen Fassungsvermögen, dann rechnet euch das ganze einfach runter. Wenn ihr zum Beispiel eine Flasche habt, in die nur 1,5l reinpassen, dann halbiert alle Angaben. So sollte es passen.
Es hilft, die Erdbeeren ein wenig kleinzuschneiden. Dann kann der Alkohol das Aroma besser aufnehmen. Sammelt sehr saubere Holunderblüten, die ihr nicht abwaschen müsst. So bleibt das meiste Aroma erhalten.

Habt ihr nun alles in der Flasche, heißt es schütteln. Schüttelt am Anfang mehrmals täglich, bis sich alles an Zucker aufgelöst hat. Dann reicht es, wenn ihr der Flasche alle paar Tage mal einen Schwung verleiht. So geht ihr sicher, dass sich alles gut durchmischt.

Wir füllen unseren Likör nach 4-6 Wochen ab und lassen ihn dann gern nochmal ein paar Wochen stehen. Der Geschmack wird so schön intensiv.

Die Kombination Erdbeer-Holunder ist einfach unschlagbar und der Likör immer ein Highlight, wenn wir ihn verschenken.


mein besonderer Tipp:
Verwendet braunen Rohrohrzucker und braunen Rum für ein besonders schönes und kräftiges Aroma.

 

Alkohol bitte nur in Maßen und dann GENIEßEN! ♥

 

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einen Holler-Auszug herstellen

Der Holunder steht in den meisten Regionen in voller Blüte. Zeit, sich ans Werk zu machen und einen wundervollen Holler-Auszug herzustellen.
Es gibt dazu so viele Rezepte wie Leute, die ihn herstellen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle klarstellen, dass dies die Methode ist, nach der ich seit vielen Jahren arbeite und die mir einfach am besten gefällt.


Zutaten:
5-10 Blütendolden vom Holunder
2l Wasser
2 Bio-Zitronen

Holunderblüten

Die Blütendolden (rein botanisch gesehen handelt es sich um Trugdolden) sollten an einem warmen und trockenen Tag zur Mittagszeit gepflückt werden. Achtet bitte um einen respektvollen Umgang mit der Natur beim Sammeln, Holunderbeeren sind ein wertvolles Futter für viele Wildtiere.
Legt danach die Dolden auf ein Tablett oder einige Stücke Küchenpapier aus. Auf den Blüten sitzen fast immer kleine Tierchen, die so die Möglichkeit zum Abwandern haben.

Dann kommen die Blüten in einen großen Topf und werden mit 2l Wasser übergossen. Ich lasse die kleinen dünnen Stängel dran, entferne aber den großen Stiel. Dazu kommt die in Scheiben geschnittene Zitrone.

Das Ganze wird nun aufgekocht und darf einige Minuten lang leise köcheln. Nach ca. 10 Minuten mache ich den Herd aus.
Nun lasse ich den Topf mit Deckel drauf einige Stunden lang stehen. Selten sind es mehr als 3 oder 4 Stunden. Ein ziehen lassen über Nacht oder gar mehrere Tage lang mache ich nicht, dafür bin ich zu ungeduldig 😉

Jetzt filtert man die Flüssigkeit durch ein Tuch oder sehr feines Sieb ab und fängt alles in einem neuen Topf auf.

Aus diesem Auszug lassen sich nun alle möglichen Dinge zubereiten.
Man kann daraus den beliebten Hollersirup kochen. Dazu einfach auf die 2l Flüssigkeit 1-2 kg Zucker dazugeben, aufkochen lassen und in sehr saubere Flaschen füllen. Gegebenenfalls könnt ihr den Geschmack durch die erneute Zugabe von Zitronensaft oder Zitronensäure noch ein wenig anpassen.

Es lassen sich auch wundervolle Gelees kochen. Entweder pur oder mit Obstsäften zusammen. Haltet euch hier einfach an die Anweisungen des entsprechenden Herstellers des Geliermittels.

Tipp:
Meine Kinder lieben es, wenn ich eine Erdbeermarmelade koche und dazu etwas von dem Holler-Auszug dazugebe.

Experimentiert einfach ein bisschen herum und lasst euch von der Fülle der Aromen inspirieren.

Viel Spaß dabei.

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Pflanzenportrait – Holunder

Vor ein paar Jahren gab es einen tollen Sommertrend. Der HUGO- überall gab es ihn zu trinken. Ein eisgekühlter Cocktail aus Sekt, frischer Minze und Holunderblütensirup.
So verhalf der HUGO dem Holunder zu deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Denn er ist super vielseitig und fast überall zu finden.

die ganz jungen Blätter im zeitigen Frühjahr

In früheren Zeiten war der Holunder, Sambucus nigra, von keinem Gehöft oder Haus wegzudenken. War er doch der Baum des Schutzes und Sitz der alten Göttin: Holle, Holda oder Percht war ihr Name. Sie stellte die Verbindung zur Unterwelt dar und man brachte ihr Opfergaben mit der Bitte um Schutz. Die Bauersfrauen berichteten der Göttin von ihren Sorgen. Frau Holle nahm sie mit in die Unterwelt und kümmerte sich darum.

die Blätter in voller Pracht

Der Holunder ist ein Baum der Gegensätze. Sind seine Blätter und das Holz bestenfalls unverträglich, so sind seine Blüten und Früchte ein wahrer Schatz an Aromen und Heilstoffen. Die schneeweißen Blüten stehen im absoluten Gegensatz zu den schwarzen Beeren.

die wundervoll zarten Blüten

Seine Rinde ist meist recht deutlich gefurcht, er wächst in der Regel als Strauch und kann mehrere Meter hoch werden. Seine Blätter sind unpaarig gefiedert. Wichtiges Erkennungszeichen sind die markgefüllten Äste, aus denen sehr wahrscheinlich schon zu prähistorischen Zeiten Flöten hergestellt wurden. Die Blütenstände sind meist recht groß und in Trugdolden angeordnet. Die Blüten sind weiß.

vollreife Holunderbeeren sind fast schwarz und schön glänzend

Man findet den Holunder meist in der Nähe von menschlichen Siedlungen, in Parks, Gärten oder an Straßenränder. Aber auch in lichten Wäldern ist er oft anzutreffen.

Im Frühling, bis in den Frühsommer hinein, ist die Zeit der Holunderblüten.
Achtet aber beim Sammeln bitte immer darauf, von jedem Baum immer nur ein paar wenige Blütendolden zu nehmen. Erstens benötigen die nektar- und pollensammelnden Insekten den Holunder sehr dringend, zweitens sind die Beeren wichtiges Futter für allerlei Wildtiere.


Es gibt so viele tolle Rezepte, die teilweise recht unterschiedlich, aber alle sehr lecker sind. Aus dem riesigen Schatz möchte ich euch hier ein paar Anregungen geben:

Hollerküchlein
Man sammelt die Blütendolden an einem trockenen und sonnigen Tag und legt sie zu Hause (am besten draußen) ein wenig auf ein Küchentuch, damit die Insekten abwandern können.
Währenddessen bereitet man einen Teig zu.
Es kann ein Bierteig sein oder auch ein etwas festerer Eierkuchenteig. Im Teig wälzt man die ganze Blüte und bäckt sie im heißen Fett goldbraun aus.


Holunderblütensirup
Die Blüten werden mit einer kleingeschnittenen Zitrone kurz aufgekocht, 1-12h stehen gelassen, dann filtert man alles Feste (am besten durch ein Tuch) ab, gibt je nach Menge Zucker hinzu und kocht das ganze ein wenig ein, bis sich eine sirupartige Konsistenz ergibt.

Hier gibt es eine genaue Anleitung für einen Holler-Auszug.


Holunderblüten-Räucherwerk
Die gesammelten Holunderblüten werden auf einem Küchentuch getrocknet und können wundervoll verräuchert werden.
Sie bringen Schutz, Wohlstand und man kann Holunderblüten wunderbar in Segensräucherungen geben.


Holunderblütentee
Der Holunderblütentee oder Fliedertee, wie er früher genannt wurde, wird seit Urzeiten angewendet. Vor allem bei Erkältungen kann man ihn zur Schwitzkur trinken.
Er unterstützt das Immunsystem und wirkt leicht stimmungsaufhellend.
Zudem schmeckt er sehr lecker und muss meist gar nicht zusätzlich gesüßt werden.


Eine ganze Reihe von Rezepten mit Holunderbeeren findest Du in diesem Blog.


Mein besonderer Tipp:
In der kalten Jahreszeit findet man auch oft die Judasohren auf dem Holz des Holunders.

 

all pics by Stefanie Ziege, Pic Holunderbeeren by Torsten Winter

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Mit Sprossen fit durch den Winter

Oftmals fällt einem im Winter die gesunde Lebensweise besonders schwer. Da gibt es zu den Feiertagen ausgedehnte Essensgelage, man ist weniger draußen und das teils schlechte Wetter drückt aufs Gemüt.

Toll wären da doch frische Sachen, die bestenfalls auch noch selbst herzustellen sind.

Sprossen sind da die perfekte Lösung!

Als Sprossen bezeichnet man umgangssprachlich frisch gekeimte Samen. Dabei müsste es eigentlich korrekterweise Keimlinge heißen. Diese Samen können von vielen verschiedenen Pflanzen kommen und werden meist roh verzehrt, können aber auch gebraten, gekocht oder eingelegt werden.

Besonders gut eignen sich:

  • Kräuter und Wildkräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidesorten
  • Gemüse

Das Ziehen der Keimlinge ist ganz einfach und kann auf vielerlei Arten erfolgen.

Auf Küchenpapier:
Es werden 2-3 Lagen feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale gelegt. Auf dieses feuchte Papier werden dann die Samen gestreut und können keimen.
Das Papier immer gleichmäßig feucht halten und beizeiten ernten.

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr kleine Samen von Kräutern und Getreiden.

In einem Glas:
Hierbei werden die Samen in ein Glas mit wenig Feuchtigkeit gelegt und können dort keimen. Man kann das Glas mit Gase abdecken, aber bitte nicht mit einem Deckel verschließen.
Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Samen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich, die Samen jeden Tag mit frischem Wasser abzubrausen und überflüssige Feuchtigkeit abzugießen. Es gibt auch spezielle Keimgläser im Handel zu kaufen.

Weizenkörner in einem Keimglas

In einem Keimgerät:
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgeräte. Von ganz kleinen Schüsseln mit eingesetzten Sieben bis hin zu mehrstöckigen Apparaten ist alles verfügbar. Große Geräte eignen sich aber nur, wenn man regelmäßig eine große Menge Keimlinge benötigt.
Hier kann man sich an die mitgelieferte Bedienungsanleitung halten um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kresse, die gerade in einer Keimschale auskeimt

Grundsätzlich sollte man auf Hygiene achten und die Keimlinge regelmäßig auf Schimmelbildung untersuchen. Samen in Keimgläsern sollten mehrmals täglich abgebraust werden.
Samen von Hülsenfrüchten kann man vor dem eigentlichen Keimen gut eine Nacht in Wasser einweichen. Dies unterstützt das schnellere Gelingen.

Nicht benötigte Keimlinge können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Doch warum sind Sprossen nun so gesund und wertvoll?

Mungobohnensprossen Von Yosri at ms.wikipedia – Transferred from ms.wikipedia

 

Sprossen enthalten eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie tragen zur guten Versorgung des Körpers mit all diesen frischen Nährstoffen bei. Außerdem sind sie sehr umweltbewusst, weil sie direkt vor Ort in der heimischen Küche ohne großen Energieaufwand und rein biologisch produziert werden können.
Sie enthalten viele Vitamine und Proteine. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C, E und Niacin (wichtig für den Cholesterin-Stoffwechsel). So decken zum Beispiel 50g Weizenkeimlinge den täglichen Vitamin B1 Bedarf und die Hälfte des Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen (Quelle: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Pichler).

Hier noch einige Beispiele für tolle Sprossen:

  • Kräuter und Gemüse wie Knoblauchsrauke, Brennnessel, Kresse, Schnittlauch, Rukola, Brokkoli – es eignen sich grundsätzlich alle essbaren (Wild-)Kräuter und Gemüse
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, weiße Bohnen, Mungobohnen
  • Getreide wie Gerste, Alfalfa oder Weizen

Und nun viel Spaß beim ausprobieren und genießen.

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Blütenzucker selbst machen

Das Verfahren, dass ich Euch gestern mit dem Salz vorgestellt habe, lässt sich auch 1 zu 1 auf duftende Blüten und Zucker übertragen.

Falls Ihr den Beitrag nicht gelesen habt, könnt ihr hier nachlesen, wie man leckeres Kräutersalz selbst macht.

Nun aber zum Blütenzucker.

Ihr benötigt frische Blüten. Die meisten Blüten der Pflanzen um uns herum sind tatsächlich sehr gut essbar. In der Regel kann man die Blüten essen, wenn auch die Pflanze für uns Menschen genießbar ist. Bitte achtet darauf, dass die Blüten wirklich süß sind. Kapuzinerkresse zum Beispiel wäre eher weniger geeignet, da sie einen sehr scharfen und würzigen Geschmack hat.

Man nimmt also eine handvoll frische Blüten und mischt sie sehr vorsichtig mit möglichst feinem Zucker. Das Ganze kommt für ein paar Tage auf ein Backblech oder Tablett mit Backpapier und kann schonend trocknen. Dann in ein schönes Glas füllen und genießen.

leckerer Lavendelzucker

Toll eignen sich dafür:

  • Lavendelblüten
  • Rosenblüten
  • Kornblumen
  • Sonnenblumen
  • die Blüten aller Obstbäume und (Wild-)obststräucher
  •  allerlei Wildkäuterblüten

Eine ganz besondere Spezialität sind kandierte Blüten. Vor allem in Spanien sind kandierte Veilchenblüten eine Delikatesse.

Hier das Rezept für Euch: 

kandierte Veilchenblüten:
Veilchenblüten je nach Verfügbarkeit
250g Zucker
100ml Wasser

Die Veilchenblüten müssen trocken und ganz sauber sein (hier bitte unbedingt auf den Standort achten). Das Wasser mit dem Zucker aufkochen bis das Gemisch Blasen wirft. Dann auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
Nun die Blüten einzeln vorsichtig in den Sirup tauchen und nachach auf Backpapier zum Trocken auslegen. Die Blüten dürfen nicht aneinander kleben.
Das Ganze muss nun gründlich durchtrocknen.
Zum Aufbewahren in eine große Dose oder ein hübsches Glas legen.

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Kräutersalz selbst machen

Eine tolle und schnell gemachte Möglichkeit, die Kräuterkraft und den wunderbaren Geschmack zu konservieren, ist das Kräutersalz. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Du kannst einzelne Kräuter nehmen oder kombinierst sie miteinander.
Auch essbare Blüten sind dafür wunderbar geeignet.

 

Du benötigst:

  • eine handvoll frische Kräuter oder essbare Blüten
  • ca 100g grobes Meersalz
  • ein hübsches Glas

Frische Kräuter bekommst Du heutzutage selbst im Winter im Baumarkt, Gartencenter und in vielen Supermärkten. Achte bitte unbedingt auf Bio-Qualität. Am besten bieten sich natürlich selbst angebaute Kräuter von  der Fensterbank, Terrasse, Garten oder Balkon an.

Die frischen Kräuter kannst Du Dir ganz nach Vorliebe zusammenstellen. Wie schon eingangs beschrieben, kannst Du auch wunderbar würzige Blüten mit einarbeiten, wie zum Beispiel Kapuzinerkresse oder die Blüten bzw Samenstände vom Schnittlauch oder Bärlauch. Das gibt nochmal einen hübschen Farbtupfer.

Zum Beispiel:

  • Rosmarin, Oregano, Salbei und Basilikum für eine italienische Mischung
  • Schnittlauch, Dill, Liebstöckel und Petersilie für eine Rundum-Mischung
  • Oregano, Majoran und Salbei für eine Mischung, die gut zu Fleisch passt
  • Dill, Salbei und Thymian für eine Mischung, die gut zu Fisch passt
  • Rosmarin, eignet sich wunderbar zum würzen von Kartoffeln oder Pasta
  • Bärlauch, der Klassiker

Zur Verarbeitung gibt es 2 Varianten, die Du je nach Geschmack auch miteinander kombinieren kannst.

Variante 1:
Die Kräuter waschen und gut trocknen lassen, dann sehr fein hacken und mit dem Salz mischen.

Variante 2:
Die gewaschenen und trockenen Kräuter zusammen mit grobem Meersalz entweder im Mörser solange reiben, bis die Kräuter komplett zerrieben sind oder im elektrischen Mixer in Intervallen solange mixen, bis die Kräuter mit dem Salz eine einheitliche Masse und vor allem Farbe erreicht haben.

Das Ganze dann jeweils auf Backpapier langsam trocknen lassen. Das dauert nur wenige Tage, denn das Salz entzieht den Kräutern sehr schnell die Feuchtigkeit. Alternativ könnt Ihr die Mischung auch im Ofen auf niedrigster Temperatur für ein paar Stunden trocknen. Unbedingt die Ofentür einen Spaltbreit offen lassen.

Ich bevorzuge die langsame Variante, weil hierbei der Geschmack am besten erhalten bleibt.

Wenn alles getrocknet ist, füllt Ihr es in ein hübsches Glas und beschriftet und verziert es nach Eurem Geschmack.


Mein besonderer Tipp:
Schichte verschiedenfarbige Salze übereinander, das gibt ein tolles optisches Erlebnis und man hat nacheinander verschiedene spannende Geschmäcker.


Mehr über Kräuter und was man daraus machen kann, erfahrt Ihr in meinen Seminaren.

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren und Verschenken.

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Kräuteröl selbst machen

Eine schöne und schnelle Geschenkidee ist auch ein Kräuteröl. Man benötigt gar nicht viel und frische Kräuter gibt es entweder unter der Saison in Hülle und Fülle aus Garten oder vom Balkon, oder in der Nebensaison heutzutage in jedem Supermarkt oder Gartencenter. Wichtig ist, dass es sich um Bio-Qualität handelt, denn eventuelle Spritzmittel möchte wohl niemand in seinem Öl haben.

leckeres Kräuteröl

Du brauchst:

  • ein paar frische Kräuter (zur Not gehen auch getrocknete, der Geschmack ist dann aber nicht mehr so intensiv)
  • gutes Öl, ich nehme am liebsten Olivenöl oder Sonnenblumenöl
  • eine hübsche Flasche

Die gewaschenen Kräuter werden ein bis zwei Stunden lang angetrocknet und dann in die Flasche gegeben. Mit dem Öl auffüllen und fertig ist das leckere Kräuteröl. Lasst es bestenfalls ein paar Wochen ziehen.

Das Antrocknen der Kräuter dient dazu, ein wenig der enthaltenen Feuchtigkeit herauszuziehen. So wird das Öl nicht so schnell schlecht.

Hier einige Idee für leckere selbstgemachte Kräuteröle:

  • Knoblauch & Chili
  • Basilikum, Rosmarin, Oregano, Knoblauch (ergibt ein tolles Öl für die italienische Küche oder für Salate)
  • Bärlauch (hier natürlich der frisch gesammelte im Frühjahr)
  • Liebstöckel, Petersilie, Dill und Knoblauch (Liebstöckel bitte vorsichtig dosieren – ergibt ein großartiges Würzöl für den Alltag)

Bei frischem Knoblauch in größeren Mengen bitte Vorsicht walten lassen, das fängt sehr schnell an zu gären.
Probiere doch einmal selbst aus, was Dir am besten schmeckt und lass Deiner Kreativität freien Lauf.

Viel Spaß beim genießen!


Möchtest Du noch mehr über die weite Welt der Kräuter erfahren? Dann sind meine Seminare genau das Richtige für Dich.
Schau mal auf meiner Homepage Anwen.

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Weihnachtsgewürze – lecker und gesund

Nun ist sie wieder da, die Zeit der duftenden Lebkuchen, Ingwerplätzchen und Zimtsterne. Die Weihnachtszeit versetzt viele von uns in die Kindheit zurück, die Düfte der Weihnachtsbäckerei lösen größtes Wohlbehagen aus.

Doch warum ist das so und was können die unterschiedlichen Gewürze, die wir besonders zur Weihnachtszeit verwenden, eigentlich so alles?

Lasst uns mal sehen:

weihnachtliche Gewürze in einem Gesteck

Zimt

Zimtrinde

Zimt stammt vom Zimtbaum, Cinnamomum, wobei es verschiedene Sorten dieser Pflanze im gesamten asiatischen Raum gibt. Er ist als Zimtstange (das ist die getrocknete Rinde) gemahlenes Pulver oder Zimtblüte zu finden. Verantwortlich für den klassischen Duft ist das enthaltene Zimtöl.

Schon seit vielen tausend Jahren wird Zimt verwendet. Früher als Räucherstoff und Medizin, heute hauptsächlich als Gewürz. In Europa ja hauptsächlich zur Weihnachtszeit, in vielen asiatischen Regionen aber ganzjährig.

Zimt hat diesen warmen, balsamischen Duft und wirkt heilsam bei Husten und Schnupfen, ist aber auch für den Magen gut und wirkt leicht abführend.

Ein klassisches Weihnachtsgebäck sind Zimtsterne, er aromatisiert aber auch vorzüglich den Glühwein und Zimtschnecken zusammen mit Kardamon.


Gewürznelken

Gewürznelken sind die Blütenknospen des Nelkenbaums Syzygium aromaticum. Er ist, wie viele andere Gewürzpflanzen auch, in Asien beheimatet.

Sie werden meist im Ganzen verwendet, können aber auch zu Pulver gemahlen werden. Auch in den Nelken ist sehr viel ätherisches Öl enthalten, dass den typischen Duft ausmacht. Gewürznelken wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend und sind hilfreich bei Blähungen. Sie helfen unter anderem bei Zahnschmerzen oder dem zahnenden Kind. Auch Mundwasser und Zahnpasta werden mit Nelkenöl versetzt.

In der Weihnachstzeit kommen die Nelken aber hauptsächlich zur Aromatisierung von Gewürzweinen und Likören zum Einsatz.

Eine wunderbar duftende Dekoration ist es, eine Orange mit Gewürznelken zu spicken und diese im Raum auszulegen.


Vanille

Vanilleschoten

Die Vanille ist die (fermentierte) Fruchtkapsel der Vanillepflanze, Vanilla planifolia, einer Orchideenart. Sie ist in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Vanille ist der Klassiker in der Küche wenn es um Süßspeisen und Gebäck geht, heute ist in fast allen industriellen Produkten (künstliches) Vanille-Aroma enthalten.
Ihr balsamischer, warmer Duft stammt von ätherischen Öl. Vanille wirkt stimmungsaufhellend, stoffwechselfördernd und regt die Verdauung an.

Sie wird meist direkt in Speisen gegeben. Hierzu wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten und das Mark, dass aus vielen kleinen schwarzen Samen besteht, herausgekratzt.
Die verbliebene Schote kann noch zur Herstellung von Vanillezucker oder Vanille-Extrakt verwendet werden.

Vanille ist in vielen Süßspeisen, Kuchen und Gebäck, sowie Getränken und Teezubereitungen enthalten.
Mein liebstes Weihnachtsrezept sind Vanillekipferl. 


Sternanis

Sternanis sind die Samen des echten Sternanis, Illicium verum. Sie haben eine unverwechselbare Form und ein ganz vorzügliches Anisaroma mit leichter Lakritznote. Sternanis und Anis sind aber 2 verschiedene Pflanzen, der Sternanis ist im asiatischen Raum beheimatet.

Er wird immer in ganzen Samen verkauft. Der Duft kommt vom Anisöl, desweiteren sind Saponine enthalten.

Er wirkt antibakteriell und antiviral, wirkt gegen Magenkrämpfe und Blähungen, regt die Verdauung an und die Saponine helfen bei Bronchialerkrankungen.

Sternanis aromatisiert hervorragend Gewürzweine, Liköre und Plätzchen, er kann auch wunderbar zusammen mit Zimt und getrockneten Orangen als Dekoration verwendet werden. Durch seine sternförmige Erscheinung passt er ja bestens zur Mythologie der Weihnachtszeit.

Sternanis

Ingwer

Beim Ingwer handelt es sich um das Rhizom des Ingwer Zingiber officinale. Auch er stammt aus Asien, ist heute aber fast auf der ganzen Welt zu finden. Ingwer ist heute in vielen Supermärkten ganzjährig zu bekommen und dient vielen als Gewürz und Zutat für allerlei Speisen und Smoothies. Und zurecht. So sind in ihm eine Vielzahl von ätherischen Ölen enthalten, sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ingwer wirkt anregend auf den gesamten Organismus, ist antibakteriell und antiviral, hilft bei allerlei Verdauungsbeschwerden und fördert die Durchblutung.
Er wird meist frisch verwendet, als kandierter Ingwer oder auch getrocknet und gemahlen als Pulver. Ingwer hat einen sehr aromatischen und scharfen Geschmack.

Als Gewürz passt er hervorragend in die asiatische und indische Küche, zu Geflügel und Lamm. Er ist aber auch als Tee oder Ginger Ale sehr lecker.

Zur Weihnachtszeit wird Ingwer im Lebkuchengewürz verwendet und als Gingerbread aus dem englischsprachigen Raum.


Es gibt natürlich noch viel mehr Gewürze zur Weihnachtszeit. Vielleicht schreibe ich noch einen zweiten Blog über Kardamon, Piment, Koriander und Co. Jetzt wünsche ich euch erstmal eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Wenn ihr noch mehr über verschiedene Pflanzen wissen möchtet, empfehle ich euch mein Buch Anwens Kräuter Quickie.

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