Mit Sprossen fit durch den Winter

Oftmals fällt einem im Winter die gesunde Lebensweise besonders schwer. Da gibt es zu den Feiertagen ausgedehnte Essensgelage, man ist weniger draußen und das teils schlechte Wetter drückt aufs Gemüt.

Toll wären da doch frische Sachen, die bestenfalls auch noch selbst herzustellen sind.

Sprossen sind da die perfekte Lösung!

Als Sprossen bezeichnet man umgangssprachlich frisch gekeimte Samen. Dabei müsste es eigentlich korrekterweise Keimlinge heißen. Diese Samen können von vielen verschiedenen Pflanzen kommen und werden meist roh verzehrt, können aber auch gebraten, gekocht oder eingelegt werden.

Besonders gut eignen sich:

  • Kräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidesorten

Das Ziehen der Keimlinge ist ganz einfach und kann auf vielerlei Arten erfolgen.

Auf Küchenpapier:
Es werden 2-3 Lagen feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale gelegt. Auf dieses feuchte Papier werden dann die Samen gestreut und können keimen.
Das Papier immer gleichmäßig feucht halten und beizeiten ernten.

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr kleine Samen von Kräutern und Getreiden.

In einem Glas:
Hierbei werden die Samen in ein Glas mit wenig Feuchtigkeit gelegt und können dort keimen. Man kann das Glas mit Gase abdecken, aber bitte nicht mit einem Deckel verschließen.
Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Samen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich, die Samen jeden Tag mit frischem Wasser abzubrausen und überflüssige Feuchtigkeit abzugießen. Es gibt auch spezielle Keimgläser im Handel zu kaufen.

Weizenkörner in einem Keimglas

In einem Keimgerät:
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgeräte. Von ganz kleinen Schüsseln mit eingesetzten Sieben bis hin zu mehrstöckigen Apparaten ist alles verfügbar. Große Geräte eignen sich aber nur, wenn man regelmäßig eine große Menge Keimlinge benötigt.
Hier kann man sich an die mitgelieferte Bedienungsanleitung halten um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kresse, die gerade in einer Keimschale auskeimt

Grundsätzlich sollte man auf Hygiene achten und die Keimlinge regelmäßig auf Schimmelbildung untersuchen. Samen in Keimgläsern sollten mehrmals täglich abgebraust werden.
Samen von Hülsenfrüchten kann man vor dem eigentlichen Keimen gut eine Nacht in Wasser einweichen. Dies unterstützt das schnellere Gelingen.

Nicht benötigte Keimlinge können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Doch warum sind Sprossen nun so gesund und wertvoll?

Mungobohnensprossen Von Yosri at ms.wikipedia – Transferred from ms.wikipedia

Sprossen enthalten eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie tragen zur guten Versorgung des Körpers mit all diesen frischen Nährstoffen bei. Außerdem sind sie sehr umweltbewusst, weil sie direkt vor Ort in der heimischen Küche ohne großen Energieaufwand und rein biologisch produziert werden können.
Sie enthalten viele Vitamine und Proteine. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C, E und Niacin (wichtig für den Cholesterin-Stoffwechsel). So decken zum Beispiel 50g Weizenkeimlinge den täglichen Vitamin B1 Bedarf und die Hälfte des Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen (Quelle: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Pichler).

Hier noch einige Beispiele für tolle Sprossen:

  • Kräuter und Gemüse wie Knoblauchsrauke, Brennnessel, Kresse, Schnittlauch, Rukola, Brokkoli – es eignen sich grundsätzlich alle essbaren (Wild-)Kräuter und Gemüse
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, weiße Bohnen, Mungobohnen
  • Getreide wie Gerste, Alfalfa oder Weizen

Und nun viel Spaß beim ausprobieren und genießen.

zum Teilen und Liken:

Blütenzucker selbst machen

Das Verfahren, dass ich Euch gestern mit dem Salz vorgestellt habe, lässt sich auch 1 zu 1 auf duftende Blüten und Zucker übertragen.

Falls Ihr den Beitrag nicht gelesen habt, könnt ihr hier nachlesen, wie man leckeres Kräutersalz selbst macht.

Nun aber zum Blütenzucker.

Ihr benötigt frische Blüten. Die meisten Blüten der Pflanzen um uns herum sind tatsächlich sehr gut essbar. In der Regel kann man die Blüten essen, wenn auch die Pflanze für uns Menschen genießbar ist. Bitte achtet darauf, dass die Blüten wirklich süß sind. Kapuzinerkresse zum Beispiel wäre eher weniger geeignet, da sie einen sehr scharfen und würzigen Geschmack hat.

Man nimmt also eine handvoll frische Blüten und mischt sie sehr vorsichtig mit möglichst feinem Zucker. Das Ganze kommt für ein paar Tage auf ein Backblech oder Tablett mit Backpapier und kann schonend trocknen. Dann in ein schönes Glas füllen und genießen.

leckerer Lavendelzucker

Toll eignen sich dafür:

  • Lavendelblüten
  • Rosenblüten
  • Kornblumen
  • Sonnenblumen
  • die Blüten aller Obstbäume und (Wild-)obststräucher
  •  allerlei Wildkäuterblüten

Eine ganz besondere Spezialität sind kandierte Blüten. Vor allem in Spanien sind kandierte Veilchenblüten eine Delikatesse.

Hier das Rezept für Euch: 

kandierte Veilchenblüten:
Veilchenblüten je nach Verfügbarkeit
250g Zucker
100ml Wasser

Die Veilchenblüten müssen trocken und ganz sauber sein (hier bitte unbedingt auf den Standort achten). Das Wasser mit dem Zucker aufkochen bis das Gemisch Blasen wirft. Dann auf Körpertemperatur abkühlen lassen.
Nun die Blüten einzeln vorsichtig in den Sirup tauchen und nachach auf Backpapier zum Trocken auslegen. Die Blüten dürfen nicht aneinander kleben.
Das Ganze muss nun gründlich durchtrocknen.
Zum Aufbewahren in eine große Dose oder ein hübsches Glas legen.

zum Teilen und Liken:

Kräutersalz selbst machen

Eine weitere tolle und schnell gemachte Geschenkidee habe ich hier für Euch aufgeschrieben: das Kräutersalz.

Ihr benötigt:

  • eine handvoll frische Kräuter
  • ca 100g grobes Meersalz
  • ein hübsches Glas

 

Frische Kräuter bekommt  Ihr heutzutage auch im Winter im Baumarkt, Gartencenter und in vielen Supermärkten. Achtet bitte unbedingt auf Bio-Qualität. Ansonsten könnt Ihr natürlich gern selbst angebaute Kräuter von der Fensterbank Terrasse, Garten oder Balkon benutzen.

Die frischen Kräuter könnt Ihr Euch ganz nach Vorliebe zusammenstellen. Ihr könnt auch würzige Blüten mit einarbeiten, wie zum Beispiel Kapuzinerkresse oder die Blüten bzw Samenstände vom Schnittlauch oder Bärlauch. Das gibt nochmal einen hübschen Farbtupfer.

Zum Beispiel:

  • Rosmarin, Oregano, Salbei und Basilikum für eine italienische Mischung
  • Schnittlauch, Dill, Liebstöckel und Petersilie für eine Rundum-Mischung
  • Oregano, Majoran und Salbei für eine Mischung, die gut zu Fleisch passt
  • Dill, Salbei und Thymian für eine Mischung, die gut zu Fisch passt
  • Rosmarin, eignet sich wunderbar zum würzen von Kartoffeln oder Pasta
  • Bärlauch, der Klassiker

Die Kräuter waschen und gut trocknen lassen, dann sehr fein hacken und mit dem Salz mischen. Das Ganze dann auf Backpapier langsam trocknen lassen. Das dauert nur wenige Tage, denn das Salz entzieht den Kräutern sehr schnell die Feuchtigkeit. Alternativ könnt Ihr die Mischung auch im Ofen auf niedrigster Temperatur für ein paar Stunden trocknen. Unbedingt die Ofentür einen Spaltbreit offen lassen.

Ich bevorzuge die langsame Variante, weil hierbei der Geschmack am besten erhalten bleibt.
Solltet Ihr das Ganze feiner haben wollen, könnt Ihr die Mischung auch ein bisschen im Mörser zerreiben.

 Wenn alles getrocknet ist, füllt Ihr es in ein hübsches Glas und beschriftet und verziert es nach Eurem Geschmack.

Mehr über Kräuter und was man daraus machen kann, erfahrt Ihr in meinen Seminaren.

Ein Geschenktipp zu Weihnachten gefällig? Dann ist Anwens Kräuter Quickie genau das Richtige. DAS Buch für Einsteiger ins Thema Wildkräuter und Heilpflanzen.

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren und Verschenken.

zum Teilen und Liken:

Kräuteröl selbst machen

Eine schöne und schnelle Geschenkidee ist auch ein Kräuteröl. Man benötigt gar nicht viel und frische Kräuter gibt es heutzutage in jedem Supermarkt oder Gartencenter. Natürlich kann man auch schon im Sommer oder Herbst Kräuteröle ansetzen. Dann gern mit eigenen Kräutern aus dem Garten oder vom Balkon oder gar selbst gesammelte wilde Kräuter.

leckeres Kräuteröl

Man braucht:

  • ein paar frische Kräuter (zur Not gehen auch getrocknete, der Geschmack ist dann aber nicht mehr so intensiv)
  • gutes Öl, ich nehme am liebsten Olivenöl oder Sonnenblumenöl
  • eine hübsche Flasche

Die gewaschenen Kräuter werden einen Tag lang angetrocknet und dann in die Flasche gegeben. Mit dem Öl auffüllen und fertig ist das leckere Kräuteröl. Lasst es bestenfalls ein paar Wochen ziehen.

Das Antrocknen der Kräuter dient dazu, ein wenig der enthaltenen Feuchtigkeit herauszuziehen. So wird das Öl nicht so schnell schlecht.

Hier einige Idee für leckere selbstgemachte Kräuteröle:

  • Knoblauch & Chili
  • Basilikum, Rosmarin, Oregano, Knoblauch (ergibt ein tolles Öl für die italienische Küche oder für Salate)
  • Bärlauch (hier natürlich der frisch gesammelte im Frühjahr)

Probiert doch einmal selbst aus, was Euch am besten schmeckt und lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Viel Spaß beim genießen!


Möchtet ihr noch mehr über die weite Welt der Kräuter erfahren? Dann sind meine Seminare in Berlin genau das Richtige.

Idee für ein liebes Weihnachtsgeschenk: Anwens Kräuter Quickie. DAS Buch für Einsteiger der Wildkräuterkunde.

zum Teilen und Liken:

Weihnachtsgewürze – lecker und gesund

Nun ist sie wieder da, die Zeit der duftenden Lebkuchen, Ingwerplätzchen und Zimtsterne. Die Weihnachtszeit versetzt viele von uns in die Kindheit zurück, die Düfte der Weihnachtsbäckerei lösen größtes Wohlbehagen aus.

Doch warum ist das so und was können die unterschiedlichen Gewürze, die wir besonders zur Weihnachtszeit verwenden, eigentlich so alles?

Lasst uns mal sehen:

weihnachtliche Gewürze in einem Gesteck

Zimt

Zimtrinde

Zimt stammt vom Zimtbaum, Cinnamomum, wobei es verschiedene Sorten dieser Pflanze im gesamten asiatischen Raum gibt. Er ist als Zimtstange (das ist die getrocknete Rinde) gemahlenes Pulver oder Zimtblüte zu finden. Verantwortlich für den klassischen Duft ist das enthaltene Zimtöl.

Schon seit vielen tausend Jahren wird Zimt verwendet. Früher als Räucherstoff und Medizin, heute hauptsächlich als Gewürz. In Europa ja hauptsächlich zur Weihnachtszeit, in vielen asiatischen Regionen aber ganzjährig.

Zimt hat diesen warmen, balsamischen Duft und wirkt heilsam bei Husten und Schnupfen, ist aber auch für den Magen gut und wirkt leicht abführend.

Ein klassisches Weihnachtsgebäck sind Zimtsterne, er aromatisiert aber auch vorzüglich den Glühwein und Zimtschnecken zusammen mit Kardamon.


Gewürznelken

Gewürznelken sind die Blütenknospen des Nelkenbaums Syzygium aromaticum. Er ist, wie viele andere Gewürzpflanzen auch, in Asien beheimatet.

Sie werden meist im Ganzen verwendet, können aber auch zu Pulver gemahlen werden. Auch in den Nelken ist sehr viel ätherisches Öl enthalten, dass den typischen Duft ausmacht. Gewürznelken wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend und sind hilfreich bei Blähungen. Sie helfen unter anderem bei Zahnschmerzen oder dem zahnenden Kind. Auch Mundwasser und Zahnpasta werden mit Nelkenöl versetzt.

In der Weihnachstzeit kommen die Nelken aber hauptsächlich zur Aromatisierung von Gewürzweinen und Likören zum Einsatz.

Eine wunderbar duftende Dekoration ist es, eine Orange mit Gewürznelken zu spicken und diese im Raum auszulegen.


Vanille

Vanilleschoten

Die Vanille ist die (fermentierte) Fruchtkapsel der Vanillepflanze, Vanilla planifolia, einer Orchideenart. Sie ist in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Vanille ist der Klassiker in der Küche wenn es um Süßspeisen und Gebäck geht, heute ist in fast allen industriellen Produkten (künstliches) Vanille-Aroma enthalten.
Ihr balsamischer, warmer Duft stammt von ätherischen Öl. Vanille wirkt stimmungsaufhellend, stoffwechselfördernd und regt die Verdauung an.

Sie wird meist direkt in Speisen gegeben. Hierzu wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten und das Mark, dass aus vielen kleinen schwarzen Samen besteht, herausgekratzt.
Die verbliebene Schote kann noch zur Herstellung von Vanillezucker oder Vanille-Extrakt verwendet werden.

Vanille ist in vielen Süßspeisen, Kuchen und Gebäck, sowie Getränken und Teezubereitungen enthalten.
Mein liebstes Weihnachtsrezept sind Vanillekipferl. 


Sternanis

Sternanis sind die Samen des echten Sternanis, Illicium verum. Sie haben eine unverwechselbare Form und ein ganz vorzügliches Anisaroma mit leichter Lakritznote. Sternanis und Anis sind aber 2 verschiedene Pflanzen, der Sternanis ist im asiatischen Raum beheimatet.

Er wird immer in ganzen Samen verkauft. Der Duft kommt vom Anisöl, desweiteren sind Saponine enthalten.

Er wirkt antibakteriell und antiviral, wirkt gegen Magenkrämpfe und Blähungen, regt die Verdauung an und die Saponine helfen bei Bronchialerkrankungen.

Sternanis aromatisiert hervorragend Gewürzweine, Liköre und Plätzchen, er kann auch wunderbar zusammen mit Zimt und getrockneten Orangen als Dekoration verwendet werden. Durch seine sternförmige Erscheinung passt er ja bestens zur Mythologie der Weihnachtszeit.

Sternanis

Ingwer

Beim Ingwer handelt es sich um das Rhizom des Ingwer Zingiber officinale. Auch er stammt aus Asien, ist heute aber fast auf der ganzen Welt zu finden. Ingwer ist heute in vielen Supermärkten ganzjährig zu bekommen und dient vielen als Gewürz und Zutat für allerlei Speisen und Smoothies. Und zurecht. So sind in ihm eine Vielzahl von ätherischen Ölen enthalten, sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ingwer wirkt anregend auf den gesamten Organismus, ist antibakteriell und antiviral, hilft bei allerlei Verdauungsbeschwerden und fördert die Durchblutung.
Er wird meist frisch verwendet, als kandierter Ingwer oder auch getrocknet und gemahlen als Pulver. Ingwer hat einen sehr aromatischen und scharfen Geschmack.

Als Gewürz passt er hervorragend in die asiatische und indische Küche, zu Geflügel und Lamm. Er ist aber auch als Tee oder Ginger Ale sehr lecker.

Zur Weihnachtszeit wird Ingwer im Lebkuchengewürz verwendet und als Gingerbread aus dem englischsprachigen Raum.


Es gibt natürlich noch viel mehr Gewürze zur Weihnachtszeit. Vielleicht schreibe ich noch einen zweiten Blog über Kardamon, Piment, Koriander und Co. Jetzt wünsche ich euch erstmal eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit.

Wenn ihr noch mehr über verschiedene Pflanzen wissen möchtet, empfehle ich euch mein Buch Anwens Kräuter Quickie.

zum Teilen und Liken:

Vanille-Extrakt ganz einfach selbst herstellen

Leidenschaftliche Bäcker werden das Problem kennen: in vielen Rezepten wird nach Vanille verlangt. Gerade in amerikanischen und britischen Rezepten steht hier oft Vanille-Extrakt. Dann geht man in den Supermarkt und wundert sich, warum das Zeug so exorbitant teuer ist. Kaufen tut man es dann meist trotzdem. Das Rezept soll ja gelingen.

Dabei muss das gar nicht sein, denn Vanille-Extrakt kann man ganz einfach zu Hause machen. Und es kostet nur wenige Cent!

alle benötigten Zutaten

Was man benötigt:

  • ausgekratzte Vanilleschote
  • simplen Kornschnaps
  • ein Schraubdeckelglas
  • ein hübsches Glas zum Aufbewahren
  • optional: etwas Zucker

Das Ganze ist letztendlich nichts anderes als eine Vanille-Tinktur.

 

Man nimmt die ausgekratzte Vanilleschote, die sonst bei den meisten im Müll landet (wie schade drum!) und schneidet sie grob in Stücke. Diese kommen in ein Schraubdeckelglas und werden großzügig mit Kornschnaps bedeckt.

das frisch angesetzte Extrakt

Das Glas wird an einem hellen, warmen Ort gestellt und hin und wieder geschüttelt. Bitte auch immer auf Schimmelbildung kontrollieren.

Nach 2-4 Wochen kann das Exrakt durch ein sehr feines Sieb oder Kaffeefilter in ein hübsches Glas gefiltert werden. Wenn man mag, kann man noch etwas Zucker hinzugeben, das wäre aber nicht unbedingt notwendig.

das fertige Vanille-Extrakt

Fertig ist das selbst hergestellte und vollkommen natürliche Vanille-Extrakt. Ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe.

Das Extrakt hält sich locker ein Jahr lang und ist sehr ergiebig. Für einen großen Rührkuchen benötigt man nur ca. ½ Teelöffel voll.

 

 

Nun viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen!

zum Teilen und Liken:

Anwens Kräuter Quickie

Heute möchte ich einmal Werbung in eigener Sache machen.

Während meiner Kräuterwanderungen mit vielen interessierten Neulingen und auch Kindern höre ich immer wieder die Frage nach geeigneter Literatur. Nun gibt es hunderte Kräuterbücher in allen möglichen Ausführungen.
Aber es gibt nur sehr wenige, wenn überhaupt welche, für absolute Anfänger.

Also habe ich mich hingesetzt und all die Wünsche genommen und daraus ein Buch gemacht.

Anwens Kräuter Quickie

Diese Buch beinhaltet genau 10 Pflanzen. Nicht mehr und nicht weniger. So verzettelt man sich nicht in den schier endlos wirkenden Weiten der Vielfalt wie in anderen Büchern. Diese 10 Pflanzen sind allerdings so gut beschrieben, dass es auch einem absoluten Anfänger sehr leicht möglich ist, sie genau und sicher zu bestimmen.

Auf zahlreichen schönen Wanderungen zusammen mit meiner Fotografin sind tolle Bilder entstanden. Sie zeigen euch viele Details, die zur Bestimmung einer Pflanze wichtig sind.

Ein eigener Abschnitt handelt jeweils von Verwechslungspartner und woran ihr diese erkennt.

Dann habe ich euch noch einige Anwendungsbeispiele für Küche und Hausapotheke aufgeschrieben. Sie sollen aber nur als Anregung dienen und sind keinesfalls vollständig. Aber sie verschaffen dem Leser einen Eindruck, was alles möglich ist.

Wer sofort zur Tat schreiten will und die sicher bestimmten Pflanzen verarbeiten möchte, findet auch immer ein einfaches Rezept mit dabei. Der große Vorteil meines Buches ist, dass Ihr es einfach mitnehmen könnt. Es ist so klein und leicht, dass es in jede Tasche passt.

Zu bestellen ist das Buch über meine Homepage oder auf Amazon.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
Eure Claudia Winter

zum Teilen und Liken:

Brennnessel-Rezepte

Die Brennnessel ist eines der wertvollsten Wildgemüse unserer Breiten. Sie enthält große Mengen an Magnesium, Kalium und vor allem Eisen – letzteres deutlich mehr als handelsüblicher Spinat. Dazu viel Kieselsäure, Eiweiß, verschiedene Vitamine, Fett und Kohlenhydrate.

In den Samen finden sich große Mengen an fetten Ölen, besonders die Linolsäure ist ein ganz wichtiger Baustein in unserer Ernährung. Auch Vitamin E, Schleimstoffe und Carotinoide sind erwähnenswert.

Hier findet Ihr ein vollständiges Pflanzenportrait der Brennnessel.

die große Brennnessel

Wenn ihr das erste Mal Brennnessel zubereitet, dann tastet euch langsam heran. Die große Anzahl an Nährstoffen verträgt nicht jedes Magen-Darmsystem. Also beginnt mit kleinen Mengen und erhöht das dann, bis ihr bei der gewünschten Portionsgröße angekommen seid.


Brennnessel-Spinat

Zutaten:
ca. 500g frische Brennnessel (man nimmt die jungen Spitzen)
1 kleine Zwiebel
Butter oder Margarine
Gewürze nach Belieben

 Zubereitung:

Die Blätter vorsichtig von den Stängeln zupfen, bei sehr zarten Triebspitzen alles kurz und sehr grob hacken (hier können die Stängel mitgegessen werden, da sie noch sehr weich und wenig faserig sind).

Das Fett im Topf zerlassen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Die Brennnessel dazugeben. Kurz mitdünsten. Mit Pfeffer und Salz nach Belieben würzen. Wenn du magst, gib noch ein bisschen Sahne dazu.

Fertig ist der super gesunde und schnelle Brennnessel-Spinat.

Dazu schmecken besonders gut ganz klassisch Kartoffeln und Ei, man kann mit dieser Zubereitung aber auch Teigwaren füllen oder es einfach als Gemüse zu jeden Gericht reichen.


Brennnessel-Gemüse-Suppe

Zutaten:
250g frische Brennnessel (junge Spitzen)
250g verschiedenes Gemüse, je nach Vorliebe und Saison
Suppengrün oder Zwiebel
Gemüsefond, alternativ Wasser
Gewürze und frische Kräuter

Zubereitung:
Das Gemüse putzen und gleichmäßig klein schneiden.
Das Wurzelgemüse und die Zwiebel mit ein klein wenig Fett kurz andünsten, dann mit Wasser oder Fond aufgießen und das restliche Gemüse dazugeben.
Auf kleiner Flamme gar kochen lassen und erst ganz kurz vor Ende der Garzeit die gehackte Brennnessel dazugeben.

Mit Gewürzen und frischen Kräutern nach Belieben und Verfügbarkeit abschmecken. Wer mag, kann das Ganze pürieren.
Warm servieren, als Dekoration eignen sich frische essbare Blüten und Kräuter.


Geröstete Brennnesselsamen

Zutaten:
eine beliebige Menge an Brennnesselsamen

Zubereitung:
Die frischen Brennnesselsamen in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett auf sehr kleiner Flamme vorsichtig rösten. Es ist ganz wichtig, ständig zu rühren und immer bei der Pfanne zu bleiben, da die kleinen Samen sehr schnell anbrennen.
Man muss die Samen vorher nicht umständlich von den Samenständen lösen, das geschieht beim Rösten von ganz allein. Sollten sich nach dem Rösten nicht alle Samen auslösen lassen, können die Samenstände auch noch einmal zurück in die Pfanne wandern und erneut erhitzt werden.

Die gerösteten Samen am besten gleich verzehren. Sie passen super zu allen Arten von Salat, in Joghurt oder Müsli oder einfach auf einem Butterbrot.

Der Geschmack ist ein wenig nussig, aromatisch und lohnt auf jeden Fall mal, ausprobiert zu werden.

Diese Rezepte sind meine Lieblingsrezepte. Sie sind aber keinesfalls in Stein gemeißelt und sollen euch nur als Anregung dienen.

Viel Spaß beim Nachkochen und Ausprobieren.

zum Teilen und Liken:

Löwenzahnhonig selbst gemacht

Der Löwenzahn steht in voller Blüte und viele von euch wollen sich die Löwenkraft für das Jahr konservieren. Das geht am besten mit Löwenzahnhonig. Leute erzählen mir immer wieder, dass sie schon so viel darüber gehört haben, sich aber nicht ran trauen, ihn selbst mal zu machen. Deswegen gibt es heute von mir ein detaillierte Anleitung dazu.

Vorab noch ein kleiner Hinweis: Löwenzahn ist eine großartige Bienenweide. Nehmt also bitte immer nur wenige Blüten von einem Standort.

Sammelt die Blüten an einem trockenen Tag und nur die, die vollständig aufgeblüht sind. Und bitte sucht euch unbelastete Standorte. Direkt neben Straßen oder auf Feldern wo eine Pflanze neben der nächsten steht, solltet ihr nicht sammeln.

die gesammelten Blütenköpfe

Rezept:
500g Blütenköpfe
2kg Zucker
1l Wasser
2 große Bio-Zitronen

die abgetrennten Blütenblätter – nur diese werden verwendet

Als erstes kommt eine furchtbare Arbeit, die sich aber sehr lohnt. Ich kann es nur empfehlen. Trennt die gelben Blütenblätter von Blütenboden ab. In den Topf kommen ausschließlich die gelben Blätter, alles andere ist Abfall. Dies verhindert, dass der fertige Honig bitter schmeckt.

Die so gezupften Blütenblätter kommen in einen Topf mit 1l Wasser und der in Scheiben geschnittenen Zitrone.

die Blütenblätter werden nun gekocht

Kocht das Ganze wallend auf und lasst es dann ca. eine halbe Stunde leise köcheln. Abkühlen lassen und durch ein Tuch geben. Ihr könnt ein Käsetuch oder ein Windeltuch nehmen oder ein sehr feines Sieb.

die abgefilterten Blütenblätter
der Sud muss nun kochen

Filtert das Ganze in einen großen Topf und gebt den Zucker hinzu. Das muss nun auf kleiner Flamme so lange kochen, bis eine Flüssigkeit entsteht, die sehr zähflüssig ist. Probiert immer wieder mit einem kleinen Klecks auf einem Teller. Dann seht ihr, wann das Ganze die richtige Konsistenz erreicht hat. Bleibt immer beim Topf, es kann passieren, dass die Flüssigkeit hochkocht und überschäumt. Die Sauerei wollt ihr nicht putzen, glaubt mir 😉

Wenn der Honig fertig ist, füllt ihn kochend heiß in entsprechende Gläser.

Er hält sich mindestens 1 Jahr lang, fängt aber bei mir irgendwann an, auszukristallisieren.

Fertig ist der leckere Brotaufstrich für die ganze Familie.

Als Alternative kann man aus der abgefilterten Flüssigkeit auch Gelee machen. Diese dann einfach nach Packungsangabe mit dem entsprechenden Geliermittel einkochen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Mehr Infos über meine Kräuterwanderungen auf meiner Homepage.

zum Teilen und Liken: