Pflanzenportrait – die Felsenbirne

In den letzten Wochen habe ich ganz viele Fragen nach dieser Pflanze in den diversen Gruppen und Foren gesehen, so dass ich mich dazu entschlossen habe, nun einen Artikel darüber zu schreiben, denn die Felsenbirne MUSS man erlebt haben!

die Blüten und Blätter der Felsenbirne Quelle Wikipedia, common license
die Blätter und (noch nicht ganz reifen) Früchte der Felsenbrine

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Felsenbirne, Amelanchier spec., kommt sehr häufig im städtischen Bereich vor. In Parks auf Plätzen oder in Vorgärten kann man sie oft antreffen, denn sie wird von den Gemeinden gern zur Stadtbegrünung gepflanzt. Es gibt zahlreiche Arten, alle gehören zu den Kernobstgewächsen.

Die meisten Arten werden zwischen niedrigen Büschen bis zu mehreren Metern hohe Sträucher.
Die Blätter erinnern ein wenig an die des Apfels und können an den Rändern glatt oder gesägt sein. Manche Arten haben ein wenig rötliche Blätter, andere sind grau filzig behaart.

Ihr seht schon, die Unterschiede sind recht groß. Aber alle Pflanzen haben die schönen weißen Blüten gemeinsam, die in Trauben an den Ästen hängen. Ich habe es schon erlebt, dass der Baum so übervoll mit Blüten war, dass er fast weiß war. Dieser Anblick im Frühjahr ist wirklich beeindruckend 🙂
Aus den Blüten entwickeln sie dann die wundervollen Früchte. Sie werden nur ca. 1-2 cm groß und hängen zu mehreren an ca. 2cm langen, dünnen Stielen von den Ästen. An ihrem Ende sieht man noch sehr deutlich den Blütenrest.

die reifen Früchte

Man pflückt ausschließlich die vollreifen Früchte. Diese sind dunkellila, beinahe schwarz. Hellere Früchte sind noch nicht reif und geschmacklich wenig erbaulich.
Die reifen Früchte hingegen sind eine Sensation, die man einmal versucht haben muss.
Sehr süß und trotzdem eine ganz leichte Säure mit einem Hauch von Marzipan.

Mir persönlich schmecken die Früchte großartig und inzwischen habe ich auch viele Freunde und Teilnehmer meiner Kräuterwanderungen mit dieser Begeisterung angesteckt.

mein besonderer Tipp:
Am besten macht man daraus ein Gelee oder eine Marmelade, dann aber bitte die Kerne heraussieben, denn die sind keine wirkliche Freude auf dem Brot.

Roh können die Früchte auch gegessen werden, allerdings können bei großen Mengen Magen-Darmprobleme bei empfindlichen Personen vorkommen.

selbstgebackenes Brot mit leckerem Gelee der Felsenbirne – ein GEDICHT!

Die unteren Früchte kann man bedenkenlos ernten – die, die weiter oben am Strauch sitzen, bleiben für die Vögel. So ist genug für alle da.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß bei der Suche nach dieser tollen Pflanze und dem Genuss der Früchte!
Seid ihr euch unsicher? Dann kommt zu einer meiner spannenden Kräuterwanderungen.

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Autor: Claudia Winter

Expertin für essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen, Autorin der Bücherreihe Anwens Quickies; naturspiritueller Coach und Reikimeister.

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