Löwenzahnhonig selbst gemacht

Der Löwenzahn steht in voller Blüte und viele von euch wollen sich die Löwenkraft für das Jahr konservieren. Das geht am besten mit Löwenzahnhonig. Leute erzählen mir immer wieder, dass sie schon so viel darüber gehört haben, sich aber nicht ran trauen, ihn selbst mal zu machen. Deswegen gibt es heute von mir ein detaillierte Anleitung dazu.

Vorab noch ein kleiner Hinweis: Löwenzahn ist eine großartige Bienenweide. Nehmt also bitte immer nur wenige Blüten von einem Standort.

Sammelt die Blüten an einem trockenen Tag und nur die, die vollständig aufgeblüht sind. Und bitte sucht euch unbelastete Standorte. Direkt neben Straßen oder auf Feldern wo eine Pflanze neben der nächsten steht, solltet ihr nicht sammeln.

die gesammelten Blütenköpfe

Rezept:
500g Blütenköpfe
2kg Zucker
1l Wasser
2 große Bio-Zitronen

die abgetrennten Blütenblätter – nur diese werden verwendet

Als erstes kommt eine furchtbare Arbeit, die sich aber sehr lohnt. Ich kann es nur empfehlen. Trennt die gelben Blütenblätter von Blütenboden ab. In den Topf kommen ausschließlich die gelben Blätter, alles andere ist Abfall. Dies verhindert, dass der fertige Honig bitter schmeckt.

Die so gezupften Blütenblätter kommen in einen Topf mit 1l Wasser und der in Scheiben geschnittenen Zitrone.

die Blütenblätter werden nun gekocht

Kocht das Ganze wallend auf und lasst es dann ca. eine halbe Stunde leise köcheln. Abkühlen lassen und durch ein Tuch geben. Ihr könnt ein Käsetuch oder ein Windeltuch nehmen oder ein sehr feines Sieb.

die abgefilterten Blütenblätter
der Sud muss nun kochen

Filtert das Ganze in einen großen Topf und gebt den Zucker hinzu. Das muss nun auf kleiner Flamme so lange kochen, bis eine Flüssigkeit entsteht, die sehr zähflüssig ist. Probiert immer wieder mit einem kleinen Klecks auf einem Teller. Dann seht ihr, wann das Ganze die richtige Konsistenz erreicht hat. Bleibt immer beim Topf, es kann passieren, dass die Flüssigkeit hochkocht und überschäumt. Die Sauerei wollt ihr nicht putzen, glaubt mir 😉

Wenn der Honig fertig ist, füllt ihn kochend heiß in entsprechende Gläser.

Er hält sich mindestens 1 Jahr lang, fängt aber bei mir irgendwann an, auszukristallisieren.

Fertig ist der leckere Brotaufstrich für die ganze Familie.

Als Alternative kann man aus der abgefilterten Flüssigkeit auch Gelee machen. Diese dann einfach nach Packungsangabe mit dem entsprechenden Geliermittel einkochen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Mehr Infos über meine Kräuterwanderungen auf meiner Homepage.

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Autor: Claudia Winter

Expertin für essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen, Autorin der Bücherreihe Anwens Quickies; naturspiritueller Coach und Reikimeister.

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