Mit Sprossen fit durch den Winter

Oftmals fällt einem im Winter die gesunde Lebensweise besonders schwer. Da gibt es zu den Feiertagen ausgedehnte Essensgelage, man ist weniger draußen und das teils schlechte Wetter drückt aufs Gemüt.

Toll wären da doch frische Sachen, die bestenfalls auch noch selbst herzustellen sind.

Sprossen sind da die perfekte Lösung!

Als Sprossen bezeichnet man umgangssprachlich frisch gekeimte Samen. Dabei müsste es eigentlich korrekterweise Keimlinge heißen. Diese Samen können von vielen verschiedenen Pflanzen kommen und werden meist roh verzehrt, können aber auch gebraten, gekocht oder eingelegt werden.

Besonders gut eignen sich:

  • Kräuter und Wildkräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidesorten
  • Gemüse

Das Ziehen der Keimlinge ist ganz einfach und kann auf vielerlei Arten erfolgen.

Auf Küchenpapier:
Es werden 2-3 Lagen feuchtes Küchenpapier in eine flache Schale gelegt. Auf dieses feuchte Papier werden dann die Samen gestreut und können keimen.
Das Papier immer gleichmäßig feucht halten und beizeiten ernten.

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr kleine Samen von Kräutern und Getreiden.

In einem Glas:
Hierbei werden die Samen in ein Glas mit wenig Feuchtigkeit gelegt und können dort keimen. Man kann das Glas mit Gase abdecken, aber bitte nicht mit einem Deckel verschließen.
Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Samen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich, die Samen jeden Tag mit frischem Wasser abzubrausen und überflüssige Feuchtigkeit abzugießen. Es gibt auch spezielle Keimgläser im Handel zu kaufen.

Weizenkörner in einem Keimglas

In einem Keimgerät:
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Keimgeräte. Von ganz kleinen Schüsseln mit eingesetzten Sieben bis hin zu mehrstöckigen Apparaten ist alles verfügbar. Große Geräte eignen sich aber nur, wenn man regelmäßig eine große Menge Keimlinge benötigt.
Hier kann man sich an die mitgelieferte Bedienungsanleitung halten um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Kresse, die gerade in einer Keimschale auskeimt

Grundsätzlich sollte man auf Hygiene achten und die Keimlinge regelmäßig auf Schimmelbildung untersuchen. Samen in Keimgläsern sollten mehrmals täglich abgebraust werden.
Samen von Hülsenfrüchten kann man vor dem eigentlichen Keimen gut eine Nacht in Wasser einweichen. Dies unterstützt das schnellere Gelingen.

Nicht benötigte Keimlinge können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Doch warum sind Sprossen nun so gesund und wertvoll?

Mungobohnensprossen Von Yosri at ms.wikipedia – Transferred from ms.wikipedia

 

Sprossen enthalten eine Vielzahl an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie tragen zur guten Versorgung des Körpers mit all diesen frischen Nährstoffen bei. Außerdem sind sie sehr umweltbewusst, weil sie direkt vor Ort in der heimischen Küche ohne großen Energieaufwand und rein biologisch produziert werden können.
Sie enthalten viele Vitamine und Proteine. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C, E und Niacin (wichtig für den Cholesterin-Stoffwechsel). So decken zum Beispiel 50g Weizenkeimlinge den täglichen Vitamin B1 Bedarf und die Hälfte des Vitamin C Bedarfs eines Erwachsenen (Quelle: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Pichler).

Hier noch einige Beispiele für tolle Sprossen:

  • Kräuter und Gemüse wie Knoblauchsrauke, Brennnessel, Kresse, Schnittlauch, Rukola, Brokkoli – es eignen sich grundsätzlich alle essbaren (Wild-)Kräuter und Gemüse
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, weiße Bohnen, Mungobohnen
  • Getreide wie Gerste, Alfalfa oder Weizen

Und nun viel Spaß beim ausprobieren und genießen.

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Autor: Claudia Winter

Expertin für essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen, Autorin der Bücherreihe Anwens Quickies; naturspiritueller Coach und Reikimeister.

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