pagane Feiertage – Imbolc

Imbolc ist ein Fest, dass auf der ganzen Welt und seit mehr als 2000 Jahren gefeiert wird. Es hat überall natürlich andere Namen.

Im Christentum ist es Lichtmess, bei den alten Römern wurden Kerzen zu Ehren der Göttin Februa durch die Straßen getragen (fällt euch was auf?). Bei den alten Griechen feierte man die Wiederkehr Persephones aus der Unterwelt und in den keltischen Gebieten, vor allem im Irland, feierte man Imbolc. Aber auch im asiatischen und amerikanischen Raum wurde dieser Tag besonders gefeiert. So ist das chinesische Neujahrsfest immer um diese Zeit und auch die Mexikaner feiern den Dia de la Candelaria (den Tag der Kerzen) am 2. Februar.


Imbolc (sprich: Imolk) ist das Fest des Lichts. Lämmer werden anscheinend mitten im harschen Winter geboren, die ersten Blumen erscheinen im Form von Schneeglöckchen. Die Tage sind inzwischen schon merklich länger. Das Versprechen nach Licht und Leben von Midwinter ist eingelöst worden.

Also der perfekte Zeitpunkt, um zu feiern.

Nun haben die unterschiedlichen Kulturen gegebenermaßen verschiedene Traditionen. Aber alle haben mit Kerzen und Licht zu tun.

Ich möchte mich aber hier auf das Imbolc-Fest der Inselkelten und Druiden beschränken und einige Anregungen geben.

Die Druiden feiern es am 1. und 2. Februar bzw. in der Nacht zwischen beiden Tagen. Die Farben dieses Festes sind vornehmlich weiß und gold oder gelb. Sie repräsentieren das Licht und die Milch der Schafmütter für ihre Lämmer.

weiße Blumen schmücken das Haus

Geweiht ist dieses Fest der großen Göttin Brighid. Sie ist die Göttin des Wassers und des Feuers, der Brunnen und Flammen, Göttin der Poeten und Schmiedekunst und Göttin der Heilung.
Dieses Fest ist gedacht um Samen zu pflanzen. So eignen sich die Tage um Imbolc besonders gut, um tatsächlich die ersten Samen in die Erde zu bringen und Pflanzen wachsen zu lassen. Aber auch gedankliche Samen können jetzt gesät werden. Was möchten wir dieses Jahr erreichen? Was sind unsere Hoffnungen und Träume im bevorstehenden Jahr? Was ist aus unseren Vorsätzen zu Neujahr geworden? Halten sie noch oder möchten sie durch einige andere Ideen ersetzt werden? All das kann am Imbolc-Fest Thema sein.
Das Haus schmücke ich mit vielen hellen Blumen und weißen Kerzen. Oft steht auf dem zentralen Tisch eine Schale mit weißen Blüten und schwimmenden Kerzen darin.

ein typisches St. Brighids Cross

Den Tag nutze ich, um das Haus sehr gründlich zu putzen. Der ganze Staub und Tand des Winters darf einem neuen und frischen Gefühl weichen. Vielleicht hast Du ja sogar Zeit, eine längst fällige Renovierung vorzunehmen? Abends wird dann zum Abschluss eine Reinigungsräucherung von mir durchgeführt. Ich räuchere das ganze Haus, bis in die hinterste Ecke und alle Bewohner. So lassen wir auch energetisch den Winter endgültig hinter uns.

Zum Imbolc-Fest gehört auch jedes Jahr das Binden eines Brighids Cross (eine Bauanleitung gibt es hier). Es ehrt die Göttin und bittet um ihren Schutz und Segen für Haus und Hof.
Außerdem weihe ich eine Kerze, die mir beim Durchhalten zum Erreichen meiner Ziele dient. Wann immer ich einen Durchhänger habe, zünde ich diese Kerze an und besinne mich auf meine Stärken.


Zur Meditation über die Wünsche und Ziele für das kommende Jahr räuchere ich natürlich auch.
Das ist meine Mischung für dieses Jahr:

Birkenblätter (Neuanfang)
Copal (Segnung und Schutz)
Holunderblüten (Heilung, Farbe weiß, Verbindung zur großen Göttin)
Weihrauch (Segnung)
Johanniskraut (Licht, Sonne)
Lemongras (hellt Stimmung auf, bringt Optimismus)
Eisenkraut (Erfolg, Klarheit)

Nun wünsche ich Euch ein tolles Fest und den Segen der Göttin.
Blessed Be! )O(

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Autor: Claudia Winter

Expertin für essbare Wildpflanzen und Heilpflanzen, Autorin der Bücherreihe Anwens Quickies; naturspiritueller Coach und Reikimeister.

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