Kräuterportrait – das Scharbockskraut

Das Scharbockskraut ist eines meiner liebsten Frühlingskräuter. Es enthält große Mengen an Vitamin C und diente deshalb in früheren Zeiten der Behandlung von Skorbut und Frühjahrsmüdigkeit.

Es eignet sich ganz wunderbar als ein Kraut in der Frühjahrskur.

die Blüten
die Blätter

Ungeübte Sammler könnten das Scharbockskraut mit Gundermann oder der Knoblauchsrauke verwechseln. Die Blätter dieser Pflanzen sind aber nicht glänzend sondern eher weich. Zudem haben beide einen sehr charakteristischen Geruch, welches das Scharbockskraut nicht besitzt. Da aber auch diese beiden Kräuter sehr gut essbar sind, wäre eine Verwechslung nicht schlimm.Auch die Sumpfdotterblume sieht dem Scharbockskraut auf den ersten Blick sehr ähnlich. Allerdings ist sie höher im Wuchs, man sieht mehr Stängel, die Blätter sind an den Rändern leicht gezähnt und die Blütenblätter sind deutlich runder und meist nur 5 an der Zahl. Das Scharbockskraut hat mindestens 8 Blütenblätter. Achtung: die Sumpfdotterblume ist giftig!

Zum Vergleich: die Blüte der Sumpfdotterblume. Die Blütenblätter sind sehr viel größer und nur 5 Stück.
Zum Vergleich: die Blätter der Sumpfdotterblume. Die Ränder sind leicht gezähnt.

Das Scharbockskraut sollte während und nach der Blüte nicht mehr gegessen werden. Die Pflanze steigert dann ihren Gehalt eines schleimhautreizenden Stoffes (Protoanemonin) und der enthaltenen Alkaloide. Auch sonst bitte vorsichtig herantasten, nicht jeder verträgt die Pflanze gleich gut. Bei mäßigem Genuss ist das Scharbockskraut aber eine sehr wertvolle Wildpflanze. Es enthält wie schon erwähnt eine große Menge an Vitamin C, dazu noch Gerbstoffe und Sapoine.


Man kann die Blätter im Salat, in Aufläufen, Quark und Butter verwenden. Auch die Wurzeln und die daran befindlichen kleinen runden Brutknospen schmecken sehr lecker, roh ein wenig nussig. Sie können eingelegt oder roh gegessen werden.


Das Scharbockskraut wirkt immunstärkend, belebend, blutreinigend und wird naturheilkundlich traditionell bei Hautunreinheiten und Hämorriden angewendet.


Mein besonderer Tipp: Kombiniere das Scharbockskraut mit Knoblauchsrauke, junger Brennnessel und anderen Frühlingskräutern für eine tolle aufbauende Kur im zeitigen Frühjahr.


Ein tolles Onlineseminar über das Scharbockskraut gibt es am Mittwoch, 20.02. um 19 Uhr auf Edudip. Schau gern vorbei und melde dich hier an: https://www.edudip.com/w/321780

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