Salbenküche – eine kräftige Heilsalbe

Nachdem ich nun mein Pappelöl abgefiltert habe, hat mich die Muse geküsst und mir kam die Idee, daraus mit anderen Ölen eine Heilsalbe herzustellen.
Da ich 2 Kinder haben und selbst viel in der Natur unterwegs bin, könnt Ihr Euch meinen Bedarf an Heilsalbe sicher gut vorstellen.

Also habe ich meinen Medizinschrank aufgemacht und siehe da:
Es strahlten mich 2 Gläser mit Ölen an, die verarbeitet werden wollten.

Und so kam ich zu diesem Rezept:

130 ml Ringelblumenöl (so stellst Du einen Ölauszug her)
120 ml Pappelöl
50 ml Rötöl

alle Zutaten werden langsam im Wasserbad erwärmt, das Bienenwachs beginnt schon zu schmelzen

Das ganze habe ich mit einer kleinen Menge Kakaobutter und 20g Bienenwachs erwärmt bis das Wachs geschmolzen war. Gut durchgerührt und dann sofort in Salbendosen abgefüllt.

die fertige Heilsalbe: 2 große Dosen für zu Hause und eine kleine für Unterwegs

Das Ergebnis ist eine großeartige, sehr gut verreibbare Salbe, die einen tollen balsamischen Duft hat. Sie zieht erstaunlich schnell ein und hinterlässt ein sehr weiches Hautgefühl.

Diese Salbe kann auf alle wunden Hautstellen aufgetragen werden. Bei Entzündungen, gerade geschlossenen Wunden, Abschürfungen, Ekzemen (bitte erst auf Verträglichkeit testen wegen der Ringelblumen), rauhen Hautstellen, Abszessen, Pickeln und leichten Verbrennungen. Sie sollte sehr heilkräftig sein und so ungefähr alles abdecken, was an Hautproblemen auftauchen kann.

Ich werde einmal selbst beobachten, was diese Salbe so kann und euch auf dem Laufenden halten.

Viel Spaß beim selbst ausprobieren.

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Salbenküche – einen Ölauszug herstellen

Genau genommen handelt es sich bei der Methode, Pflanzenteile in Öl einzulegen um einen Ölauszug. Viele Wirkstoffe in Pflanzen sind fettlöslich und gehen beim Einlegen in Öl in selbiges über.

Zum Herstellen eines solchen Ölauszugs benötigt man frische oder getrocknete Blüten, Blütenblätter oder Pflanzenteile.

Wichtig ist, dass alles sauber und unbedingt trocken ist. Verwendet man frische Pflanzenteile, muss man sie unbedingt gut abtrocknen, sollte man sie gewaschen haben. Gut ist es auch, sie einige Stunden antrocken zu lassen, um einen Teil der enthaltenen Feuchtigkeit verdunsten zu lassen.
Letztendlich ist es in der Regel egal, ob man frische oder getrocknete Pflanzenteile benutzt.

fertiges Ringelblumenöl

Die Pflanzenteile werden in ein sauberes und trockenes Schraubdeckelglas gegeben und mit einem neutralen Öl, ich nehme gern Mandelöl, großzügig bedeckt. Es sollte immer mehr Öl als Pflanzenteile im Glas sein. Das Ganze versieht man mit Namen und Datum und stellt es schön hell, gern sonnig. Das Glas am besten täglich schütteln und auf mögliche Schimmelbildung kontrollieren.

 

Nach ca. 4 Wochen filtert man das Öl durch ein sehr feines Tuch oder Filterpapier. Das gewonnene Öl füllt man dann in ein neues Glas, man schreibt wieder Name und Datum drauf und stellt es ab dann dunkel und eher kühl.

Der Ölauszug ist 6-12 Monate haltbar.


Ein paar Beispiele für Pflanzen, die sich gut für einen Ölauszug eignen:

  • Ringelblumen (besonders gut geeignet zur Herstellung von Ringelblumensalbe)
  • Lavendel (zum Beispiel als Massageöl)
  • Arnika (zum Beispiel als Massageöl)
  • Johanniskraut (das Rotöl eignet sich wunderbar zur Behandlung von Wunden und Hautproblemen)
  • Kümmel
  • Fenchel
  • Anis (alle 3 zusammen als Bauchweh-weg-Öl für kleine Kinder)
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