Kräuterportrait – Rosmarin

Den Rosmarin kennen wohl viele als schmackhaftes Küchenkraut. So schätzen wir seinen würzigen Geschmack zu allerlei Speisen – vom simplen Kartoffelgericht bis hin zu raffinierten Konfitüren.

Aber der Rosmarin ist auch eine tolle Heilpflanze!
Lass uns einmal sehen, was so alles in ihm steckt.

Den Rosmarin zu erkennen, fällt sicher vielen leicht. Er wächst als mehrjähriger, immergrüner und stark verzweigter Strauch, der in guten Lagen auch hier in Deutschland locker 1m Höhe erreichen kann. In seinen ursprünglichen Herkunftsländern im Mittelmeerraum hat man auch schon Exemplare von bis zu 2 Metern Höhe gefunden.

Die dunkelgrünen, auf der Unterseite eingerollten und grau filzig behaarten Blätter erinnern an ein Nadelgewächs, aber der Rosmarin zählt zu den Lippenblütlern und nicht zu den Nadelgehölzen.
Das kann man wunderbar an den zart lilanen Blüten sehen, welche die typische Form aufweisen.

Reibt man an den Blättern, so verströmen sie den typischen würzig, harzigen Duft.
Rosmarin wächst in unseren Lagen nicht wild, kann aber wunderbar im Garten oder Kübel angebaut werden. Er ist auch in Deutschland winterhart, wenn er genügend Erde und einen leichten Frostschutz bekommt.


Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:
ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide


Traditionell wir der Rosmarin als Tee angewendet bei Magenproblemen wie Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen oder Aufstoßen und weiteren Magen-Darmproblemen.
Außerdem soll er gut bei Gedächtnisproblemen helfen (hier gut zusammen mit Ginkgo) und äußerlich bei Muskelschmerzen. Hier wäre ein Bad oder eine Einreibung mit entsprechender Salbe oder dem Öl angezeigt.

Grundsätzlich soll Rosmarin anregend auf das gesamte Herz-Kreislaufsystem wirken.


Rezept für Rosmarinwein
2-3 Zweige Rosmarin in 1 Flasche halbtrockenem Weißwein 2 Wochen lang ziehen lassen. Dabei mehrmals gut schütteln.
Das Ganze dann abseihen und täglich morgens und mittags ein Schnapsglas voll trinken.

Rosmarinwein soll anregend auf den Kreislauf und die Verdauung wirken und die Nerven stärken.


Als Küchenkraut leistet der Rosmarin wundervolle Dienste. So ist er ein tolles Gewürz in der mediterranen Küche. Man kann die Zweiglein sogar als Grillspieß für Gemüse und Fleisch benutzen.
Der Klassiker sind die allseits beliebten Rosmarin-Kartoffeln. Hier bietet sich auch ein Rosmarin-Kräutersalz an.


Mein besonderer Tipp:
Ein wundervoll duftendes Rosmarin-Bad kannst Du Dir ganz leicht selbst zaubern. Dazu nimmst du 50g getrocknete oder frische Rosmarin-Blätter und übergießt diese mit 1Liter kochendem Wasser. Das Ganze dann ca. 30 Minuten ziehen lassen, abseihen und zum warmen Badewasser dazugeben.
Das Bad wirkt wunderbar anregend und entspannend auf die Muskulatur (bitte nicht bei Herz-Kreislauferkrankungen anwenden).

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